Die Prämisse von DEAD DAUGHTERS verwendet Motive aus FINAL DESTINATION und der RING-Reihe und fügt sie zu einer interessanten Ausgangsbasis zusammen: Wer ein Opfer der drei toten Schwestern zuletzt lebend gesehen hat, ist innerhalb der nächsten drei Tage selber tot - es sei denn, er tut in diesen drei Tagen 'nichts Böses'. Wie dehnbar dieser Begriff ist, erfahren die jungen Leute am eigenen Leib bei ihrem 'Selbstversuch integres Leben'. So wird die junge Immobilienmaklerin dahingehend geläutert, den Mietinteressenten ausnahmsweise mal die reine Wahrheit über das angebotene Objekt zu sagen - und wird dabei derart kreativ, dass sie die problembehaftete Wohnung auch mit lauteren Mitteln an den Mann bringt.
So ein Fluch wäre doch auch mal eine schöne Herausforderung für die Autoren des Programmhefts. Die könnten dann z.B. über DEAD DAUGHTERS schreiben, dass der Film zwar über diese recht ordentliche Ausgangsidee verfügt, dass aber ansonsten mehrere gefühlte Stunden lang NICHTS aber auch NICHTS passiert, was den Zuschauer irgendwie fesseln könnte (allerhöchstens Wackelkamerafetischisten und Plattenbaufans), bis dann gegen Ende ganz plötzlich doch noch etwas passiert, von dem man aber nicht alles mitbekommt (Wackelkamera, Müdigkeit). 'Do not expect much', sagt das Medium zu einer der Hauptdarstellerinnen. Das hätte doch auch im Programmheft stehen können.
Fazit: Eine nette Ausgangsidee entwickelt sich rasch zur Schlaftablette des Festivals. Liebe Amerikaner: Macht bitte ein dumpfes Teenie-Remake davon! |