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Day Watch (2006)

May the Schwartz be with you

Auch wer wie ich den ersten Teil NIGHT WATCH nicht wirklich als neue Offenbarung des Fantastischen Films wahrgenommen hat, kann sich in DAY WATCH recht gut unterhalten. Insbesondere, wenn man nicht den Anspruch mitbringt, sich in dieser Welt hundertprozentig zurechtzufinden, alle Charaktere zuordnen und den verschiedenen Handlungsfäden folgen zu können. Zumindest im dritten Akt läuft alles auf eine mehr oder weniger mainstreamkompatible Entwicklung hinaus.
Das Angenehme an DAY WATCH ist seine Eigenständigkeit. Endlich mal wieder ein Film, dem man nicht auf den ersten Blick seine amerikanischen oder asiatischen Vorbilder ansieht und der auch bestehende Mythologien, wie z.B. die der Vampire, nochmal neu aufmischt. Das Unangenehme an DAY WATCH ist seine Effektwut. Letztlich sieht der Film genauso aus wie sein Trailer: Spektakuläre Effekte werden hier ohne Sinn und Verstand, aus reinem Schauwillen, auf den Zuschauer losgelassen, als wolle Timur Bekmambetov Hollywood in jeder Einstellung zeigen, dass er es noch besser, lauter, geiler kann. Das hat auf Dauer den selben Ermüdungseffekt wie PIRATES OF THE CARIBBEAN 3.
Lustiger Bonus am Rande ist, dass der Wächter der ‚Kreide des Schicksals’ (ein anfangs lächerlich scheinendes Konzept, das im Verlauf des Films jedoch durchaus Potenzial entwickelt) aussieht wie Mel Brooks als ‚Yoghurt’ in SPACEBALLS...

Fazit: Überlanges, überladenes, verworrenes Effektspektakel, trotz allem mit ganz eigenem Charme.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart
OOOO......
05.08.2007, 11:25
 

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