Um auch dem Hollywood-Mainstream-Kino Tribut zu zollen, hat es mich mit gemischten Gefühlen in Premonition verschlagen. Ms. Bullock spielt Ihren Hauptpart engagiert und solide, aber leider auch viel zu routiniert und aalglatt. Der Rest des Ensembles verblasst im Hintergrund vollends. Eine quasi One-Lady-Show. Ähnlich wie schon bei Täglich grüßt das Murmeltier grüßt uns auch hier eine abwechselnd von Couch, Sofa und Bett aufwachende Sandra. Allerdings stellt sie dabei doch schnell fest, daß sie kein Murmeltier ist, sorry kleiner Ausrutscher, sondern quasi eine Zeitreisende, die wild durch den eng begrenzten Zeitraum einer Woche träumerisch vorwärts und rückwärts springt. Hollywood nennt das Premonition. Dabei muß sie allerdings feststellen, daß der Schein der heilen Welt um sie herum nur trügt. Gefahren, Tod und Lügen lauern ebenso in der Vergangenheit wie in der Zukunft. Wird unsere Heldin das Zeitpuzzle lösen können? Doch Vorsicht, wie die filmische Erfahrung lehrt, kann es schon bei feinsten Justierungen in Vergangenheit oder Zukunft zu drastischen Auswirkungen für die Gegenwart kommen. Werden wir also auf unser Hollywood-Happy End diesmal verzichten müssen?
Fazit: Popcorn einpacken, ein wenig miträtseln und eine jung gebliebene Ms Bullock auf Ihren traumatischen Vorahnungs-Trips begleiten. Wobei ich mich auch dabei erwischt habe, mangels Story, sie hin und wieder einfach nur hübsch begafft zu haben, grins. |