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The Deaths of Ian Stone (2007)

Groundhog Effect, verreckt

Schade, schade und nochmals schade. Was wie ein grandioser Mix aus „Groundhog Day“ und „Butterfly Effect“ begann, voller Tempo, voller Rätsel und teils bizarrer, teils gruseliger, teils amüsanter Szenen; was wie eine endlich mal wieder interessante Story wirkte... wurde sehr bald zu einem einzigen Ärgernis.

Ian wird von einer finsteren Spukgestalt brutal ermordet und wacht in einem vollkommen anderen Leben auf. Dieses Leben akzeptiert er aber schnell als seines, bis ihm ein mysteriöser Mann mysteriöse Dinge über „sie“ erzählt, die ihn immer und immer wieder umbringen würden, um zu verhindern, daß er sich an eine bestimmte Sache erinnere... und dann wird Ian auch schon wieder ermordet. Wacht in einem neuen Leben auf – und wird wieder ermordet. So geht das eine gewisse Zeit lang, aber relativ schnell – vermutlich einfach viel ZU schnell – begreift der eigentlich eher alles andere als helle wirkende Ian und begreifen wir, was hier passiert und was getan werden muß, um das Böse zu stoppen. Und ab diesem Moment gleitet der Film von Minute zu Minute stärker in Trash-Gefilde ab. Die Story entpuppt sich als unausgegorene, teilweise widerlich kitschige Banalität, die man wunderbar auch bei „Buffy“ und anderen Serien für das High-School-Publikum verorten könnte. Logikfehler und generelle Konstruiertheit gibt es in rauhen Mengen, faszinierende oder auch nur innovative Ideen leider überhaupt keine mehr. Von den Schauspielerleistungen wollen wir gar nicht reden, von den irgendwann vorgeführten Billig-Matrix-Kostümen erst recht nicht.

Ich hätte sehr gerne sehr viel mehr vom Anfangsdrittel gesehen. Wie Ian hier in stets sehr verschiedenen Lebensumständen erwacht, sich in seinen neuen Rollen zurecht findet und einem unausweichlichen, brutalen Ende entgegensteuert... das hat was, ist teilweise bösartig-lustig und bis zu einem gewissen Grad die dunkle Version von „Groundhog Day“, „RetroActive“ und ähnlichen Filmen. Zudem ist man zunächst auch wirklich gespannt auf die Erklärung des Ganzen. Bis dahin wirklich ein klasse Film, ich war schon bereit für Höchstwertungen. Nur kommt jene Erklärung halt zu früh; was dann kommt, ist Gülle und läßt die scheinbare Cleverness der Eröffnung meilenweit hinter sich zurück. Oder besser: über sich. Zumindest storyseitig, ein wenig Action gibt es hier durchaus bis zum Schluß. Aber diese Action ist zu dumm motiviert und dann auch bei weitem nicht brachial genug, um über das Verkümmern der Handlung hinwegzutäuschen.

Dank des grandiosen ersten Teils vergebe ich noch 5 Punkte. Aber spätestens ab der Mitte von „The Deaths of Ian Stone“ sollte man sich auf einen herben Absturz gefaßt machen. Sonst macht man das gleiche wie ich: sich ärgern.
Dominic Saxl
sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt
OOOOO.....
08.08.2007, 06:11
 

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