in diesem Falle eine Variante von Shakespeares Hamlet, bekommen wir hier dargeboten. Es geht um große Gefühle, Macht und Intrigen. Dennoch wirken die Geschichte und die meisten Figuren, ihre Emotionen und Motive, auf mich recht oberflächlich und lassen mich weitestgehend kalt. Die gestylt-künstlich anmutende Atmosphäre des Palastes, in dem das Stück größtenteils spielt, tut ihr übriges.
Das Programmheft spricht von epischen Schlachten, und der Trailer vermittelt den Eindruck eines sehr actionreichen Films. Beides ist leider komplett falsch. Es überwiegen deutlich Szenen, die man eher als still, langatmig oder träge bezeichnen kann.
Bildgewaltig - wenn auch nicht ganz so bunt wie "Hero" oder "Der Fluch der Goldenen Blume" - ist "The Banquet" allerdings schon und konnte bei mir gerade auch mit den Kampfsequenzen durchaus punkten. Richtige Spannung kommt zwar hier ebenfalls nicht auf, da sie oft mehr an Tänze erinnern oder nur Schaukämpfe sein wollen, aber sie sind sehr schön und beeindruckend choreographiert, was dank des intensiven Einsatzes von Zeitlupen auch zu genießen ist. Und tatsächlich spritzt dabei auch einiges an Blut kunstvoll durch die Gegend, wenn Klingen sich durch Körper bohren oder mehr als nur das weiße Gewand aufschlitzen.
Fazit: Wem "Der Fluch der Goldenen Blume" gefallen hat, für den ist "The Banquet" vermutlich auch was. Wer eher auf eine größere Portion Fighting Action steht, sollte ihn besser meiden. "Shadowless Sword" letztes Jahr hat mir mit 6,5 Sternen merklich besser gefallen. Aber 5 Sternchen sollte ich schon vergeben. |