Crime Insiders

Oh, bordelle de la merde!

von zoulwags
Da hatte ich mich so auf ein Wiedersehen mit Beatrice Dalle, und eigentlich auch auf Benoit Magimel, ach, eigentlich auf den ganzen Film gefreut. Und dann das. Die gute Beatrice hat mich natürlich wieder mal nicht enttäuscht - aber kein Mensch allein kann einen 120-Minuten-Film retten, dem eine Kleinigkeit fehlt: die Story nämlich. Mit viel gutem Willen kann man den Fall des Gangsterbosses Corti, den parallelen Aufstieg der Gangster Hicham und Larbi, sowie die aus der Verschiebung dieser Machtkonstellation entstehenden Loyalitätskonflikte des Killers Franck als so etwas wie eine Geschichte identifizieren. Das klingt aber interessanter als es ist. Eigentlich geht es nur darum, coole Gangster beim Rumballern und -labern zu zeigen. Zwei Stunden "Gangster’s Paradise", eine Welt, in der alle Frauen - außer Beatrice Dalle - Nutten sind, Geld den einzigen wahren Wert darstellt und im 10-Minuten-Takt jemand effektvoll stirbt. Als Zuschauer bleibt man ratlos zurück: denn diese Welt wird weder ironisiert noch kritisiert, weder Guy Ritchie noch Brian DePalma lassen grüßen, sie wird einfach gezeigt. Was bleibt ist Langeweile, die allenfalls durch ein paar unangenehme Gewaltszenen unterbrochen wird.
Eine Sequenz war schön: recht früh im Film findet eine an "Heat" erinnernde Schießerei auf einem Supermarktparkplatz statt. Diese war ästhetisch und optisch der Höhepunkt eines Films, der ansonsten den schwächsten der diesjährigen "French Connection" darstellt (und das sage ich, bevor ich heute "Seeds of Death" und "UV" sehe).
zoulwags
sah diesen Film im Cinedom 6, Köln

15.08.2007, 11:40



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