Film Noir

Review

von Jochen
"Film Noir" entfaltet einen typischen Detective-Plot à la "The Big Combo" oder "Murder, My Sweet". Look und Erzählform orientieren sich natürlich an den 40er- und 50er-Jahre-Filmen: Ein ausgiebiges Spiel mit Licht und Schatten, fast keine Szenen am Tag und viel Voiceover von der Hauptfigur namens David Hudson. Zu Beginn des Films wacht Hudson neben einer Polizistenleiche auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, wer er ist und wie er in diese Situation kam. Wir verfolgen seine Suche nach Identität. Zeitlich ist "Film Noir" allerdings in der Gegenwart angesiedelt, was sich nicht nur im technischen Equipment, das im Laufe der Handlung zum Einsatz kommt, widerspiegelt, sondern auch in einigen S&M-Sexszenen seinen Ausdruck findet. - "Film Noirs" verwundene Detective-Story hält die Spannung fast durchweg aufrecht, lässt dem Zuschauer aber gleichzeitig genügend Raum, die schöne Optik aufzunehmen. So erzeugt der Streifen eine glaubwürdige Noir-Atmosphäre. Einzig die Animation ist harsch zu kritisieren: Zwar überzeugen Gebäude, Räume, Gegenstände und Figuren. Bei schnellen Bewegungen von Autos oder Figuren wirkt das aber ruckhaft, unnatürlich und reichlich lächerlich. Somit hat "Film Noir" eines meiner Vorurteile bekräftigt: Animierte Action funktioniert nicht. Insgesamt jedoch ein lohnendes Kinoerlebnis!
Jochen

17.08.2007, 15:22



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