Wie weit ein Mensch für Geld geht, kann man seit dem BigBrother-Einzug ins deutsche Fernsehen bei Bedarf täglich verfolgen. Nun also die asiatische Variante eines Millionenspiels, und zumindest vom Anspruch her sicher ambitionierter.
Der Film fängt ganz vielversprechend an, unser junger Protagonist wird finanziell zunehmend in die Ecke gedrängt, um dann aus heiterem Himmel einen Anruf von jemanden zu bekommen, der ihn anscheinend schon seit längerem im Visier hat und ihm ein Spiel anbietet, welches ihn innerhalb kürzester Zeit bei Erfolg zu einem reichen Mann machen wird. Aber natürlich nimmt der Schwierigkeitsgrad von Level zu Level zu.
Und hier fangen die Probleme des Films an. Zum einen verschießt er sein Pulver einfach zu früh. Denn die Prüfungen lassen gleich zu Beginn klar werden, dass moralische Bedenken über Bord geworfen werden und es auch keinerlei Grenze gibt. Daher weiß der Film ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht mehr, was er dem Zuschauer noch als Steigerung bieten soll, und er fängt an, auf der Stelle zu treten. Wären es 6 oder 7 Prüfungen gewesen, dann wäre jede eine Steigerung zur vorherigen, so aber gibt es einfach zu viele Wiederholungen oder nur unwesentliche Varianten.
Ein anderes Problem ist auch der Ton des Films. Das fängt sehr ernst an, driftet aber je nach Situation ins komische, absurde ab, um schließlich dann doch wieder den moralischen Vorschlaghammer herauszuholen. Mir erscheint das weder zwingend noch logisch, sondern es wirkt eher ziellos und unentschlossen. So funktioniert der Film dann weder als Thriller noch als Satire, obwohl er wohl beides sein möchte.
Das spricht natürlich einem gewissen Unterhaltungswert nicht ab. Eine zeitlang ist es schon spannend, den Prüfungen zu folgen, immer mit der Frage, ob man das denn selbst auch tun würde. Wäre der Film konsequenter einer Richtung gefolgt, hätte das ein richtig intensives Erlebnis werden können. So bleiben einzelne Szenen eher hängen als der Film als ganzes. |