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Renaissance (2006)
Optische Augenweide | Direktlink  | Ich muss zugeben, ich wusste im Vorhinein nichts über diesen Sci-Fi Traum in Schwarz-Weiß. Und das ist auch gut so, denn dann geht man nicht mit Vorurteilen in diesen großen Film.
Ich muss den Franzosen (wie Jeunet) mal wieder ein Kompliment machen, sie schaffen es einfach Inhalt und Form zu verbinden. Was in Avalon, Immortal (okay der war auch Französisch) und Casshern nicht gelang, hier gelingt das Motion Capturing und die Übermalung großartig. Die Kontraste sind hart und künstlerisch. Traumhaft schöne Kamerafahrten, das Wasser funkelt geradezu, und auch die Härte der Welt spiegelt sich in den Gesichtern und Silhouetten wieder; dazu noch der subtile Soundtrack, tolle Sprecher wie Daniel Craig (hoffentlich auch als Bond so gut) und Ian Holm. Auch ist der Film nicht zu lang, das Timing, inklusive Schluss stimmt.
Die Story klaut natürlich kräftig bei Blade Runner und Der dritte Mann, aber besser gut geklaut als schlecht gemacht. Denn die Jagd nach dem verschwundenen Mädchen, böser Konzern (schon wieder "Avalon") und zwielichtige Figuren inklusive ist spannend und wendungsreich umgesetzt worden. Oft wird schwarz abgeblendet, so dass vom Zuschauer auch Imagination verlangt wird. Nichts wirkt überfrachtet oder gehetzt. Wie gesagt, ein bisschen origineller hätte es schon sein können, aber um Klassen besser als andere Werke des fast schon toten Sci-Fi Genres. Eine wahre "Rennaissance" sozusagen.
Mit Sin City würde ich Rennaissance nicht vergleichen. Zu unterschiedlich die Machart, zu verschieden die Story.
Was bleibt ist ein hochästhetischer Kunstgenuss, der einen zum Staunen bringt. Dazu noch eine etwas abgelatschte, aber spannend erzählte Story. Klasse, allez les bleus ! | Parzival |           23.07.2006, 09:24 | | |
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| Direktlink  | Nun, die Erwartungen bezüglich dieses Machwerkes waren zugegebenermaßen hoch...
Und der Film mehr oder weniger enttäuschend...
Die Grafik und die Szenerie waren noch einigermaßen originell und vor allem sehr stylisch, die Story hingegen absolut überhaupt nicht - die blieb klischeehaft, wie auch schon von einigen meiner Vorschreiber erwähnt...
Was mich aber am meisten an dem Film gestört hat ist, dass er es nicht vermochte, einen in irgendeiner Form zu berühren. Er ließ einen auf seltsame Art und Weise kalt.
Und langweilte mich.
Es gibt eine ganze Reihe auf welche Art und Weise auch immer animierte Filme, die es schaffen, den Zuschauer auch und gerade emotional anzusprechen, z.B. Sin City oder Casshern - Renaissance schafft das nicht.
Und wird für mich vermutlich ganz schnell wieder vergessen sein. | Ulrike sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           24.07.2006, 11:50 | | |
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May the Profit be with you | Direktlink  | Wie erwartet ist RENAISSANCE ein echter Hingucker: Bei diesen Bildern zum Niederknien ertappt man sich fast die ganze Zeit bei dem Gedanken, wie sie das wohl wieder gemacht haben. Was davon ist Motion Capturing? Was ist Animation? Wie weit wurden die Gesichtszüge manipuliert? Wie die Schatten gesetzt? Und nach einer Zeit ertappt man sich dann bei dem Gedanken, dass man jetzt eigentlich viel lieber das "Making of" des Films sehen würde. Denn Story und Charaktere dieses Noir (et Blanc) SF-Krimis bleiben - ebenfalls wie erwartet - einfallslos und flach. Auf der einen Seite macht es das dem Zuschauer leichter, sich voll und ganz auf die Visuals einzulassen, ohne wertvolle Gehirnkapazitäten für eine komplexe Handlung reservieren zu müssen, auf der anderen Seite sinkt RENAISSANCE damit in die Mittelmäßigkeit ab, was bei einem derart prachtvoll animierten Film schon wieder schade ist. Für die Zukunft bleibt daher zu wünschen, dass die Filmemacher ihre Innovationskraft nicht ausschließlich in die Oberfläche eines Films investieren.
Fazit: Innovatives Eyecandy für alle, die Stil vor Substanz bevorzugen. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           25.07.2006, 10:16 | | |
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A world in black and white... | Direktlink  | Die Story, auf der "Renaissance" aufbaut, ist billig, comichaft, realitätsfremd und extrem schwarz-weiß gehalten - wobei letzteres natürlich auch für den Film selbst gilt, eine Absicht möchte ich dennoch nicht unterstellen. Zwar ist die Story nicht alles: ein Film wie "Sin City", der hier aufgrund der visuellen Ähnlichkeit einfach als Vergleich herhalten MUSS, bietet in dieser Hinsicht noch deutlich weniger (ist dafür aber intensiver, atemloser inszeniert). Die Flachheit und Konstruiertheit von Geschichte und Setting sind es allerdings, die "Renaissance" für mich eindeutig abwerten, denn gestalterisch ist der Film so innovativ, daß es zu sehr auffällt, wie altbacken und schwach seine erzählerische Grundlage eigentlich ist...
Die Story um eine entführte Wissenschaftlerin, die einem revolutionären Geheimnis auf der Spur war, welches das Leben der Menschheit bis in den Kern verändern könnte (zum Positiven oder Negativen), wirkt wie aus einem schundigen Groschenroman geklaut. Zudem ist sie insgesamt zwar von angenehmem Tempo, stellenweise aber nicht frei von Längen. Der Hauptfigur des knallharten Polizisten, der sie retten soll, wird deutlich zu viel "private Zeit" gewidmet - seine amourösen Verwicklungen bringen hier nichts und niemanden weiter, und sie interessieren eigentlich auch nicht.
Hart gesagt, zeichnet sich "Renaissance" wirklich enizig und allein durch seine Optik aus, alles andere ist maximal durchschnittlich zu nennen, von der Charakterzeichnung bis zur Inszenierung. Eben jene Optik ist allerdings wirklich derartig begeisternd, daß es im Endeffekt zu einer hohen Wertung reicht, und immerhin ist die Story nur platt, nicht geistig minderbemittelt und verzichtet auf pseudo-coole Wendungen, weshalb man sich hier zweifelsfrei gut unterhalten kann.
Mehr gibt es kaum zu sagen; viel Form, wenig Inhalt eben. Durchaus insgesamt einer der besten Filme bisher. Aber das liegt wohl auch daran, daß wir Menschen eben visuelle Wesen sind...
Hat mir mehr Spaß gemacht als "Sin City", aber irgendwie ist das kein wirklicher Maßstab. Ich vergebe mal 7 Punkte und wünsche mir für die Zukunft mehr erzählerische Klasse in der gestalterischen. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           30.07.2006, 05:11 | | |
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