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Storm (2005)
Seelensturm | Direktlink  | Der egozentrische Lifestyle-Journalist, kurz DD genannt, ohne Verantwortung für andere oder sich selbst, wird in einen Strudel von Ereignissen gerissen, deren Ursache vordergründig aus einer anderen Welt zu entstammen scheint. Fremde aus anderen Realitäten dringen in sein gewohntes Leben ein und fordern von ihm mehr und mehr Entscheidungen ab. Aber seine Fragen auf das alles werden nicht beantwortet, denn die Antworten liegen in ihm selbst verborgen, aber dazu müsste er erst verstehen, wer er selbst ist: nahezu aussichtslos gerade für ihn, den Protagonisten eines funny-life.
Ein Film mit Tiefgang, der unter die Haut geht. Filmisch meisterhaft umgesetzt, spannend bis zur letzten Sekunde, und auch darüber hinaus, denn weiter spult sich der Film im Kopf ab. Fragen bleiben offen, wo das Verstehen versagt, wie das Leben selbst eben.
Wer sich darauf einlassen will, zusammen mit dem chaotischen DD die schwarzen Abgründe seiner Seele zu durchleben, wer den feinen Unterschied kennt zwischen Antworten-Bekommen und andere-Verstehen, wer an menschlichen Schicksalen mehr interessiert ist als an vordergründigem Horror, der ist in dem Film goldrichtig. Wem dies bereits zu viel psycho ist, der wird diesen Film nicht mögen.
Im Stuttgarter Metropol wurden vor der Vorstellung Karten ausgeteilt, mit denen man eine Bewertung abgeben konnte (Noten 1-6). Ich selbst habe die Eins gegeben, soweit ich gesehen habe meine Nachbarn ebenfalls alle zwischen 1-2. | Widescreen-Lover sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           25.07.2006, 10:45 | | |
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...die Kunst des Verzichts | Direktlink  | Es hätte für fünf Filme gereicht: einen trashigen SciFi-Flick, einen coolen Thriller, eine mit schwarzem Humor gespickte Komödie, einen (kurzen) Gruselstreifen oder ein wenig Mystery...
Hier greift der Spruch 'weniger ist mehr' einmal wirklich, denn Storm bietet alle oben genannten Themen, schafft es jedoch gerade deshalb nicht, auch nur auf eines richtig einzugehen. Viele Handlungsstränge bleiben dadurch einfach offen, viele Fragen unbeantwortet. Was bei Donnie Darko ja sehr reizvoll war, ist hier schlicht darauf zurückzuführen, dass die Regisseure Måns Mårlind und Björn Stein den Blick fürs Wesentliche verlieren, unwillig, auch nur eine Minute ihres Debuts (?) auf dem Boden des Schneideraums zurückzulassen.
Einzig die schauspielerische Leistung rettet Storm (meiner Meinung nach) noch auf ein erträgliches Mittelmaß und beschert uns den obercoolsten Schurken des diesjährigen Festivals. | Michael sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           25.07.2006, 14:34 | | |
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Wer Regen sät, wird Storm ernten | Direktlink  | Warnung!
Der Film ist auf keinen Fall so, wie er laut Heft den Anschein hat!
Es geht los mit einer wilden Verfolgungsjagd, bei der eine gut aussehende Frau von finsteren Männern gejagt wird, die wohl mit den Benzinkanistern nichts Freundliches vorhaben. In einer Gasse übergibt sie einer anderen Frau einen kleinen Würfel, redet ziemlich mystisch auf diese ein und rennt weiter.
Szenenwechsel.
Anfänglich scheint es, als meine es die Welt gut mit Donnie. Vielleicht sogar etwas zu gut, denn er ist ein selbstgefälliges Arschloch und behandelt alle anderen Menschen (inklusive seinem verstörten Bruder) wie Abschaum. Auf dem Weg zu einer Party rennt ihm die Frau in sein Taxi, und beide fliehen zusammen vor den Verfolgern.
Ab jetzt beginnt Stück für Stück Donnies Fassade zu bröckeln.
Ist er wirklich so gefühlskalt? Woher kommt das? Was hat der Würfel damit zu tun?
Diese und viele weitere Fragen, die man sich zuerst gar nicht gestellt hat, werden in ziemlich düsterer Kulisse beantwortet. Der Film ist zeitweise ziemlich verwirrend und verstörend. Man weiß nie genau, auf welcher Ebene sich die Erzählung derzeit befindet.
Ein bizarrer Mix aus Fantasy, Mystery, Thriller, Drama, Sci-Fi, Rückblenden und sogar Comicszenen. | T-Killa sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           25.07.2006, 18:00 | | |
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Bemüht anders, verkrampft künstlerisch | Direktlink  | Und hier hätten wir ihn, den ersten richtigen Totalausfall des Festivals. Also der ging ja mal gar nicht. Da versuchen uns zwei schwedische Werbefilmer (nehme ich doch stark an) irgendeinen pseudo-spirituellen Quark zu verkaufen. Ein schwedischer Stephen Dorff-Verschnitt rennt knapp 2 Stunden durch den Film, versucht eine Art Unterwelt abzuhängen und das Geheimnis eines Würfels zu lüften. Bis hierhin okay, Logik verlange ich in solchen Fällen als alter NOCHNOI DOZOR-Liebhaber ohnehin nicht. Aber das hier ist einfach in jeder Einstellung zu viel. Zuviel hirnrissige und schwachsinnige Ideen pro gefilmte Szene. Lediglich Hauptdarsteller und Optik sind zu loben. Anfänglich kann STORM noch mit Witz und technischem Know-how begeistern, spätestens mit der Comicsequenz hatte der Film mich aber verloren. Und was passiert dann? Völlig aus dem Zusammenhang heraus werden uns irgendwelche dramatischen Erinnerungen gezeigt, die total bescheuerte Auflösung gießt da nur noch Benzin aufs Feuer. Insgesamt fand ich den Film nicht nur schlecht, sondern richtig ärgerlich. Denn was Måns Mårlind & Björn Stein hier abziehen ist hochgradig lächerlich - und peinlich. So kann Sasha Becker noch zehnmal bedeutungsschwanger in die Kamera blicken, STORM bleibt vom Inhalt her hohl wie ein leerer Eimer. | Timo sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           02.08.2006, 09:48 | | |
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Schade. | Direktlink  | "Storm" wurde im Vorfeld als "Mystery-Science-Fiction mit Tiefgang" angepriesen - eine Beschreibung, die durchaus zutrifft, wenn man sie nur richtig zu deuten weiß: Mystery: Na klar, der Film bleibt bis zum Schluß mysteriös, vor allem für die Zuschauer. Science-Fiction: Wie sonst wäre der großzügige Verzicht auf Logik zu erklären? Tiefgang: ...hat zumindest die Ratlosigkeit, mit der man das Kino verläßt. Denn was uns die schwedischen Regisseure Måns Mårlind und Björn Stein hier auftischen, ist mehr als ärgerlich.
Nach einem vielversprechenden Auftakt driftet der Film unversehens ins Niemandsland ab: Das anfangs rasante Tempo erlahmt, der Ideenreichtum scheint erschöpft und die Handlung verliert sich im Beliebigen. Die Unfähigkeit, eine nachvollziehbare Geschichte zu erzählen, wird durch den großzügigen Einsatz von Kunstnebel und bedeutungsschwangerer Musik zu intellektuellem Tiefgang verklärt. Was bleibt, ist ein Hauptdarsteller, der über weite Strecken verstört und ratlos dreinblickend über die Leinwand stolpert und nicht weiß wie ihm geschieht. Ebensowenig wie das Publikum. Schade. | Fitzcarraldo sah diesen Film im Cinedom 9, Köln |           04.08.2006, 09:54 | | |
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| Direktlink  | Aus meiner Sicht ein sehr gelungener Beitrag aus der Reihe "Fresh Blood". Am Anfang sieht es nach einem Cyberpunk-Thriller mit mystischen Elementen aus, verwandelt sich aber im Laufe der Zeit in eine zuerst wilde, dann immer tiefer gehende, ergreifende Fahrt durch die Seelenlandschaft des Protagonisten. Das Schuld-Motiv, verbunden mit dem hartnäckigen Verdrängen desselben, war ja auch Thema beim hervorragenden THE MACHINIST, aber hier hat das Ganze wieder eine andere Note bekommen. Der Hauptdarsteller agiert sehr überzeugend, und es gab genug Überraschungen und Wendungen in diesem Streifen, daß es gleich für mehrere Filme gereicht hätte. Ein Film, über den man noch länger nachdenken kann. | Uliasea sah diesen Film im Cinedom 9, Köln |           04.08.2006, 10:01 | | |
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