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Scared (2005)
Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann? | Direktlink  | Hmm, Angst macht "Scared" in keiner Sekunde. Ich weiß nicht, ob er das vorhatte, aber der Gruselfaktor liegt bei Null - selbst auf die bekannten Pseudo-Schock-Momente muß man fast vollständig verzichten. Und zumindest die hätte ich bei einem Thai-Teen-Slasher ja doch erwartet...
Was ich dafür NICHT erwartet hätte, waren die teils doch ordentlich heftigen Gore-Szenen. Hier wird nicht nur reichlich gestorben, sondern auch reichlich blutig und sogar auf oftmals recht originelle Weise. Und das ist zweifellos das Positivste an diesem Film. Zu seinen weiteren Pluspunkten gehört die gelungene Kameraarbeit, die am deutlichsten das durchaus nicht kleine Budget erahnen läßt, das hinter "Scared" gestanden haben dürfte: das hier ist alles andere als billiger Trash, eine gewisse Klasse ist vom Filmischen her unverkennbar.
Das gilt auch für die Soundgestaltung und Musikuntermalung - zunächst. Zwar schwer klischeebeladen, erweist sie sich über mehr als die Hälfte des Films als absolut stimmig und relativ atmosphärisch. Dann allerdings muß jemand dem Sound Editor die falschen Drogen verabreicht haben, denn die Thai-Rock- und Elektronik-Eskapaden im hinteren Filmteil sind bizarr, ungesund und durch nichts zu rechtfertigen.
Genausowenig übrigens wie die Knallchargen, die hier das gesamte Darstellerpersonal stellen. Gekünstelt, unglaubwürdig, übertrieben, hölzern... kaum ein Negativismus, der auf sie nicht passen würde. Zusammen mit einem unglaublichen Maß an Gekreische, Geheule und Gezicke, das wohl vom Drehbuch vorgegeben wurde, nichtsdestoweniger furchtbar auf die Nerven geht, machen sie "Scared" phasenweise tatsächlich unerträglich.
A propos Drehbuch: das ist über weite Strecken genauso unbeholfen wie die Darsteller, und damit meine ich nicht nur die seltsam zerbrochene Einleitungssequenz oder das bestenfalls "bemüht" zu nennende Ende. Die Entfaltung der Handlung als solche ist dermaßen holprig, unglaubwürdig und frei von Logik, daß es fast weh tut.
Aber okay, da stellt man dann vielleicht auch einfach zu hohe Ansprüche an den Film, schließlich geht es hier vor allem ums lustige Sterben. Und das kriegen wir auch geboten, in Masse und Vielfalt, darum geht das Ganze letztendlich auch in Ordnung. Überraschend gut schaut der Film aus, überraschend blutig ist er auch, dafür sinnfrei und leider nicht immer unterhaltsam, sondern zwischendurch oftmals nervig, darum summa summarum: 6 Punkte von mir. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           28.07.2006, 04:24 | | |
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Thai High School Girls in Trouble | Direktlink  | Juhuu, die Thailänder haben den Teenieslasher entdeckt. Wer also alle Klischees des Genres gerne nochmal in der Schlitzaugenfassung serviert bekommen möchte - bitteschön. Wie bei den Asiaten üblich, übertreiben sie’s natürlich mal wieder. Was übrigens auch so ziemlich der einzige Grund ist, sich SCARED anzuschauen. Die Mordszenen splattern zwar nicht ganz so over-the-top wie in HATCHET, dürften aber für Gorehounds blutig genug sein.
Auch wenn in der zweiten Hälfte ungefähr jede Minute (gefühlte Zeit) ein anderes Balg der Tod ereilt, bleibt man als Zuschauer völlig unbeteiligt. Die einzige halbwegs spannende Szene ist denn auch kein kreativer Mord, sondern das Busunglück, zu dem man zumindest noch einigermaßen einen eigenen Bezug herstellen kann.
Soll man jetzt eher froh sein, dass man aus der Asiahorrorecke nicht nochmal einen weiteren RING-Klon zu sehen bekommt (dieses Klischee schminkt sich der Film übrigens in der Anfangssequenz im wahrsten Sinne des Wortes selbst ab - die einzige Szene in SCARED, die über so etwas wie Charme und Intelligenz verfügt)? Oder soll man sich ärgern, dass hier wieder nur dasselbe in Gelb auf die Leinwand kommt?
Fazit: Unterdurchschnittlicher Teenieslasher mit überdurchschnittlichem Blutverbrauch und komplett lächerlichem Ende. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol 3, Stuttgart |           06.08.2006, 18:52 | | |
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Schöner sterben | Direktlink  | Ich hatte schon erwartet, dass es stumpf und brutal wird... und das kann ich vorweg sagen: ich wurde nicht enttäuscht. Die Story ist eigentlich nebensächlich. Austauschbare Thai-Teenies werden von einem bösen Kerl mit langem Mantel und scharfem Messer durch die subtropische Fauna gehetzt. Das Ganze wurde schön düster und dreckig in Szene gesetzt, allerdings kommt bei weitem keine so gute Atmosphäre auf wie beispielsweise bei "High Tension". Dafür wirkt der Film insgesamt zu billig.
Meine Hauptkritik liegt dabei bei den Charakteren. Die sind nämlich SOWAS von platt und nervtötend, dass man sie nur noch tot sehen will. Die einzige "Charakterisierung", die mir im Gedächtnis geblieben ist ist die, dass eines der Mädels Asthma hat. Ansonsten sind die jungen Schauspieler offensichtlich nur für einen Zweck gecastet worden: hübsch zu sterben.
Aber immerhin schaffen sie das ganz gut. Man hangelt sich von einem Mord zum nächsten, und die sind erstklassig und abwechslungsreich in Szene gesetzt worden. Es gibt keine Pausen, immer wieder wird der eine oder andere austauschbare Student auf abwechslungsreiche und brutale Weise um die Ecke gebracht.
Humor sucht man dabei übrigens die meiste Zeit vergeblich, es sei denn, man amüsiert sich zwischendurch über unfreiwillig komische Szenen.
Gegen Ende kommt dann noch so etwas wie ein überraschender Plotwist, der mir aber nicht wirklich gefallen hat, da er bei einem ansonsten so hirnlosen Film zu aufgesetzt gewirkt hat... naja... aber da waren eh schon die meisten Leichen abgearbeitet und wen interessiert bei so einem Film schon die Story.
Abschließend kann man sagen, dass "Scared" von seinen vielen brutalen Morden lebt, die durch die dreckige Atmosphäre noch eine Spur härter rüberkommen. Wer sein Hirn abschaltet und das genießen kann, der soll ihn sich ansehen. Wer aber Spannung und Innovation sucht, sollte besser einen Bogen um diesen Film machen. | Zwerg-im-Bikini sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           10.08.2006, 20:58 | | |
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