Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon (2005)
Für Ihre berufliche Zukunft alles Gute | Direktlink  | Die Idee ist seit MAN BITES DOG und THE LAST HORROR FILM nicht mehr ganz frisch, aber in dieser unterhaltsamen Aufarbeitung zumindest noch nicht dagewesen:
Was als satirische Fake-Doku mit verwackelter Handkamera beginnt, wird in der zweiten Hälfte des Films zum Meta-Slasher, der alle zu Beginn clever analysierten Genrekonventionen augenzwinkernd befolgt.
So bietet BEHIND THE MASK amüsante und kurzweilige Unterhaltung für Genrekenner, auch wenn der satirische Ansatz in z.B. SERIES 7 - THE CONTENDERS deutlich bissiger war und einige interessante, etwas tiefergehende Themen zur Psychologie der Angst und der notwendigen Tradition des modernen Mythos Serienkiller leider nur an der Oberfläche behandelt werden, bleiben doch genügend verdeckte und offene Anspielungen, um den Horrorfilmfan bei Laune zu halten.
Insbesondere Nathan Beasel als frischgebackener Serial Killer besticht durch seinen unbekümmerten Charme und seine professionelle Arbeitseinstellung. Auch wenn man ihm für's Sequel eine coolere Maske wünscht. Aber auch die will erst erarbeitet werden...
Fazit: Amüsante Doku-Satire meets Slasher auf der Meta-Ebene. Gute Unterhaltung für Fans, die etwas mehr Biss und Tiefgang vertragen hätte. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol 2, Stuttgart |           22.07.2006, 01:05 | | |
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Beruf ist Beruf | Direktlink  | Wer gerade arbeitslos ist, sollte sich diesen Film ansehen, vielleicht reicht die Qualifikation ja zum Serienkiller.
Die erste Hälfte des Films, wenn wir in einer Reality-TV-Reportage in die Arbeit eines Serienkillers eingeführt werden, ist einfach genial. In der zweiten Hälfte wird der Film etwas konventioneller, die Satire verliert sich etwas zugunsten von Situationskomik.
Trotzdem ist dies der erste Slasher-Film, der Scream in Sachen ironische Selbstreflektion auf die Plätze verweist. Der Slasheranteil/Blutpegel des Films ist dagegen nur rudimentär vorhanden (man kann den Film fast schon als harmlos bezeichnen), dafür wird jedes Klischee des Genres genüßlich ausgewalzt.
Wer das Genre kennt, sollte diesen Film nicht verpassen. | Holger Hellmuth sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           22.07.2006, 04:45 | | |
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Nur Robert, kein Freddy | Direktlink  | Schade. Ich hätte diesen Film gerne richtig toll gefunden. Denn die ersten 40-50 Minuten brachten eigentlich fast alles, was das Fanherz liebt: In-Jokes noch und nöcher, fröhliches Zitate-Raten, sehr intelligente Persiflagen aller Konventionen und Klischees des verehrten Slasher-Genres. Anfangs kam man aus dem Lachen kaum noch heraus, wenn unser Nachwuchskiller Leslie vor einem TV-Team Regel um Regel der "Maskierte-Mörder"-Filme auseinandernahm und in einen ganz neuen Kontext setzte. Und spätestens, als dann Robert Englund als 1:1-Donald-Pleasence-Double auftrat, war es um mich geschehen - vorübergehend.
Dummerweise aber besitzen weder Figur noch Darsteller von Leslie Vernon auch nur ansatzweise das Charisma ihrer Vorbilder. Dummerweise hat sich der Gag mit der Real-Serialkiller-Doku relativ schnell abgenutzt. Dummerweise ist der Humor des Films ohnehin bei weitem nicht so schwarz oder zynisch, wie er hätte sein können. Und dummerweise weiß "Behind the Mask" ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr so ganz, wo er eigentlich hinwill.
Ich gebe zu, bei dieser Ausgangsidee hätte ich auch nicht unbedingt gewußt, wie ich sie zu einem gelungenen filmischen Ende bringe. So, wie es hier gelöst wurde, erweckt es aber leider einfach den Eindruck, daß Nachwuchsfilmer ihren Helden zunächst eine Hommage hätten erweisen wollen - um ihnen danach zu zeigen, daß sie es besser können. Was aber leider nicht der Fall ist. Unpassend ist die Auflösung nicht unbedingt, aber verglichen sowohl mit den "Originalen" als auch mit der Ursprungshandlung verliert sie deutlich in Sachen Innovativität wie auch Effektivität.
Insgesamt bleibt der Film dennoch ziemlich unterhaltsam, und mindestens die erste Hälfte entschädigt doch weitgehend für diverse Schwächen - zumindest, wenn man ein Fan des Genres ist. Als Slasher-Novize oder -Verweigerer dürfte man hieran vermutlich eher weniger Spaß haben, dazu setzen die meisten Jokes einfach zu viel Vorwissen voraus.
Die Idee hinter "Behind the Mask" ist recht ambitioniert, und über weite Strecken des Films wird sie auch mehr als ordentlich umgesetzt. Irgendwann geht dem Geschehen aber ein wenig die Luft aus, die Cleverness verliert sich etwas in der Reproduktion von bereits Bekanntem, und generell fehlt manchmal einfach ein Stück weit die Klasse.
So ist das Ganze für Fans zwar durchaus sehenswert, aber leider nicht ganz das Highlight, das man zunächst hätte erwarten können. Und darum für mich nicht mehr als 7 Punkte wert - trotz Robert Englund, der leider bei weitem nicht genug Leinwandpräsenz zugeteilt bekommt. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           29.07.2006, 05:13 | | |
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He knows what you did last summer, and what you will do in every other situation | Direktlink  | Na toll! Jetzt habe ich mir auf die vielen positiven Reviews hin tatsächlich "Behind the mask" angesehen und werde es mein weiteres Leben lang bereuen.
Das scheint nun nicht ganz fair dem Film gegenüber zu sein. Das stimmt auffallend, denn diese Feststellung bezieht sich mehr auf weitere Slasher, deren Sehen mir nach diesem Film wohl keinen so rechten Spaß mehr machen kann, als auf "Behind the mask".
"Behind the mask", soviel sei nun schon einmal verraten, ist einfach großartig!
Kein Film hat das Spiel mit Klischees bisher so auf die Spitze getrieben und dabei das Genre so konsequent karikiert wie dieser Film.
Keinem Werk ist es bisher so gut gelungen, eine Hommage an all die bekannten und geliebten Slasher zu komponieren wie "Behind the mask".
Und dieser Streifen ist durch und durch hervorragend konstruiert. In all seinem Witz und seiner Frechheit gelingt es ihm sogar noch, vollkommen respektvoll den zitierten Filmen gegenüber zu bleiben und all jenen wohlbekannten Leinwandschlitzern ein Denkmal zu errichten.
Beinahe einem Wunder gleich, kann "Behind the mask" dabei in jeder Szene überzeugen und es gelingt ihm scheinbar spielerisch, selbst in seinem quasi-Twist stringent zu bleiben.
Dass man dazu sogar noch einen nahezu unbekannten, aber verdammt sympathischen Darsteller für die Hauptrolle casten konnte, grenzt an Zauberei.
Was für ein Film! Urkomisch und so selbstironisch, dass es eine Pracht ist. Ich liebe dieses Meisterwerk! | Rohrkrepierer sah diesen Film im Cinecitta' 3, Nürnberg | 03.08.2006, 23:09 | | |
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Behind the Camera | Direktlink  | "Behind the Mask" ist - noch mehr als "Severance" - ein Film für Kenner des Genres, kann aber meiner Meinung nach im Unterhaltungsfaktor mit Severance nicht ganz mithalten.
Die Ausgangsidee des Films ist sicherlich genial, und der erste Teil des Films, der komplett aus der Sicht der Kameraperspektiven des Doku-Teams gezeigt wird, bietet viel zum Schmunzeln und Lachen. Was mich persönlich dabei etwas gestört hat, ist der doch etwas übertriebene Einsatz verwackelter Kamerabilder. Was will man denn damit erreichen? Ein Feeling von Authentizität? Okay, aber hier wäre etwas weniger doch mehr gewesen, oder? Und warum zerstört man das gleichzeitig unter anderem damit, dass die moralischen Bedenken des Journalisten-Teams einen Akt zu spät einsetzen? Aus der Thematik hatte ich mir doch noch etwas mehr Story-Twists erwartet; und da hätte man gerade in der Mitte des Films das Drehbuch doch noch etwas aufpeppen können.
Mit der Wende des Films, weg von der Doku-Cam, beginnt dann kurzzeitig der Humor etwas der Handlungsspannung zu weichen, welche sich dann aber schnell in Absehbarkeit verliert, die sich bis in den Nachspann durchzieht. Trotzdem will ich damit nicht sagen, dass ich den zweiten Teil des Films schlechter fand als den ersten.
Also. Mein Fazit: Ansehen, Spaß haben! (sich inspirieren lassen?) Aber ein Highlight des FFF wird es für mich wohl nicht werden. So, ich muss dann mal los in den Wald, noch ein paar Vorbereitungen treffen, ... ;-) | Wishbringer sah diesen Film im Union 1, Bochum |           03.08.2006, 23:55 | | |
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Mr. Vernon, wie haben Sie das gemacht? | Direktlink  | Auf so etwas muss man erst mal kommen, eine Live-Doku über einen Psychokiller! Der Film hat noch nicht mal richtig angefangen, da fühle ich mich schon richtig zu Hause. Ja, beim Crystal Lake kenn ich mich aus, die Nachbarn in der Elm-Street sind mir vertraut, und Haddonfield, Illinois meide ich grundsätzlich in der Nacht vor Allerheiligen.
Und natürlich hüpft mein Herz, als sich ein angehender Schlitzer aus...naja sagen wir Marketinggründen, bereit erklärt, einige Betriebsgeheimnisse auszuplaudern. Ja, da hätte ich ne ganze Latte von Fragen. Also, schauen wir vor dem großen Schlachtfest dem Meister mal bei seinen Vorbereitungen über die Schulter.
Die erste halbe Stunde ist ein einziges Fest für Eingeweihte: Kein Klischee, dass nicht zur Sprache kommt, und manchmal ist man sogar ein wenig ernüchtert... so einfach geht das? Perfekt wird der Spaß, als dann Dr. Halloran wieder auftritt - Moment, ist der nicht bereits in den ewigen Jagdgründen? Egal, allein die Wahl, ihn ausgerechnet durch Richard Englund darstellen zu lassen, war dann gleich der nächste Klopfer, und natürlich werden ihm die Originalsätze aus "Halloween" in den Mund gelegt.
Tja, irgendwann ist aber alles mal erklärt, und nach all der, zugegeben lustigen Theorie will man die Praxis sehen. Bloß, die kommt erst mal nicht. Und ich fang an, Däumchen zu drehen. Damit beraubt sich "Behind the Mask" selbst seiner Wirkung. Jeder Serienkillerfilm lebt davon, dass der Typ mit der Maske irgendwann ausklinkt und das tut, was zu tun ist. Nur darüber zu reden wird irgendwann langweilig.
"Behind the Mask" traut sich leider nicht den nächsten Schritt zu machen und kreist damit viel zu lange um sich selbst.
Erst zum Schluss legt der Film dann ne Schüppe drauf und gibt noch mal etwas Gas. Das rettet ihn dann über's Mittelmaß. Schade. Ich hätte es ihm so sehr gegönnt. | GeorgeKaplan |           10.08.2006, 20:26 | | |
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