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Final Fantasy VII: Advent Children (2005)
The Reunion | Direktlink  | Im November des Jahres 1997 war es endlich soweit. Auf der Playstation erschien der siebte Teil der Rollenspielreihe "Final Fantasy". Eine Revolution: Die edlen Rendergrafiken und die Polygoncharaktere waren die Wucht. Zusammen mit der unheimlichen Storytiefe, den fantastischen Welten und dem beeindruckenden Soundtrack wurde hier ein echtes RPG-Nonplusultra geboren. Der siebte Teil brach in Japan und dem Rest der Welt erst einmal sämtliche Rekorde, und so ist dieses wunderbare Spiel nicht nur bis heute unvergessen, sondern auch vielleicht immer noch eines der besten Rollenspiele, die es je gab.
Warum sich also nicht mal an einem Film versuchen? Das erste Projekt, "Final Fantasy: The Spirits within", zeigte uns gleich einmal, wie es nicht klappt. Zwar trägt der Film den mächtigen Titel der Reihe, hat aber rein gar nichts damit zu tun. Fans überall auf der Welt waren sehr enttäuscht, und so floppte der Film trotz der schönen Optik. Dann schließlich nahm man sich vor, es erneut zu versuchen. Diesmal jedoch mit gänzlich anderen Prämissen: Es sollte ein Fanwerk werden. Also schnappte man sich den legendären siebten Teil und bastelte eine Fortsetzung der Ereignisse, in Form eines animierten Films.
2 Jahre sind vergangen, seit Cloud und seine Freunde Sephiroth und Jenova besiegten. Die Welt hat ein gewisses Gleichgewicht wieder erlangt. Unsere Helden haben sich wieder getrennt, haben aber dennoch noch einen gewissen Kontakt. Schließlich hat man zusammen den Planeten gerettet. Doch es ist schon wieder Gefahr im Anflug. Die Kinder von Midgar und dem Rest des Planeten sind mit einem unbekannten Virus infiziert. Außerdem ist ein mysteriöses Trio aufgetaucht und hat sich es zur Aufgabe gemacht, den Planteten zu "säubern". Ein letztes Mal muss Cloud zu seinem Schwert greifen und mit all seinen Gefährten in den Kampf ziehen.
Der Charakterdesigner vieler FF-Titel, Tetsuya Nomura, hat hier in meinen Augen wirklich etwas Großes vollbracht. Es ist ein direkter Nachfolger des Spiels geworden, welcher konsequent seine Geschichte erzählt. Für Nichtkenner des Spiels ist der Ofen also recht schnell aus. Zwar gibt es eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse aus dem siebten Teil, doch sind diese eher uninformativ. "Lifestream", "Jenova", "Wutai" ... "Makoenergie"? Der Unwissende hat sicherlich schon nach 10 Minuten die Schnauze voll, da er nur Bahnhof versteht. Und selbst der Geist der gegenwärtigen Story bleibt wohl eher verdeckt. Man braucht einfach das Spiel als Einleitung in diese aufgezeigte Welt, um einen Zugang zu finden. Was sich nun wie ein Kritikpunkt anhört, ist für mich aber wiederum eher einer dieser Fakten, die ich an den "Advent Children" so liebe. Hier wird konsequent ein Ding durchgezogen, jeder muss selbst schauen, wie er mitkommt. Wir sprechen hier also wirklich von einer liebevollen Hommage an die Fans. Und das ist der Punkt: Wer wiederum das Spiel kennt, wird sich schon bei der Eröffnungsszene erneut in dieses Universum verlieben und eine Gänsehaut bekommen. Egal, ob die altbekannten Charaktere, die Schauplätze, die uns sagen "Da war doch was", oder die unzähligen Insider, Zitate und Anspielungen der bisherigen Final Fantasy-Epochen.
Optisch ist "Advent Children" natürlich ein Eyecandy geworden. Hierbei sind die tolle, detailreiche Umgebung und die Schauplätze genauso gelungen wie die bombastischen Actionszenen, die wie der Endkampf schon mal an die 15 Minuten dauern dürfen. Es wird einiges geboten. Die Kampfszenen sind sehr rasant und beinhalten auch des Öfteren nette Versatzstücke des Spiels. Man sieht zum Beispiel eine ganze Reihe von Limit Breaks: Cloud setzt seinen "Blade Beam", "Clime Hazard", in einer ganz wunderbaren Szene sogar seinen "Finishing Touch" ein. Von Barett gibt es den "Big Shot" zu bewundern, von Yuffie beispielsweise den "Greased Lightning". Wie man sieht, gibt es also einiges zu entdecken. Unter den Schauplätzen sind daher auch der Verbotene Wald und das zerfallene Shin-Ra Imperium. Spätestens aber, wenn im Film ein Handy klingelt und der Klingelton die VICTORY-HYMN trällert, kann sich ein wahrer FF-Fan nicht mehr halten. Das Kind im Manne sitzt ja sowieso schon sabbernd vor dem Bildschirm.
Der wohl größte Vorzug an "Advent Children" ist der grandiose Soundtrack. Die einzelnen Stücke kommen meist vom siebten Teil. Manch andere, z.B. die Kampftitel, wurden extra für den Film komponiert, oder werden wie der Tempelscore aus FF-X einfach adaptiert. Raus gekommen ist schließlich eine wunderbare Mischung aus melancholischer bis tragischer Pianomusik und schnelleren, härteren Werken.
Für mich gab es nur ein Manko: Die Schnitte. Zu Beginn des Films sind es viel zu viele und diese sind auch noch viel zu schnell. Dies macht manche Szenen dann noch hektischer, als sie ohnehin schon sind. Am Ende wiederum sind manche Schnitte zu grob. Sie trennen manche Abschnitte unnötig hart voneinander. Hier merkt man dann doch, dass es sich nicht um Hollywood handelt, sondern um Asien und dass nicht Clint Eastwood auf dem Regiestuhl saß, sondern eher Video-Clip-Macher. Abgesehen davon sollte die Handlung in "Advent Children" einen Scheidepunkt darstellen. Sie ist eben sehr speziell. Was manche als uninspiriert und einfallslos abtun, ist dem konsequenten Gang des Films gegenüber nur logisch. Eines sollte einem klar sein: "Final Fantasy VII: Advent Children" hält keine atemberaubenden und gedanklich genialen Plottwists bereit. Die bereits bekannte Geschichte aus FFVII wird einfach weiter erzählt, nicht mehr und nicht weniger. Es gibt neue Charaktere, keine gänzlich neue Handlung. Daher ist es nicht schwer zu erraten, auf was der Film hinaus will. So geht es in Advent Children auch wieder um Zusammenhalt, Schuld und Sühne, Ängste, Hoffnung...und letzten Endes Moral und Vergebung. Und genau so sollte es sein. Eine epische Geschichte, wie man es von Final Fantasy gewohnt ist.
Meine letzten Worte möchte ich an die Macher richten:
Ich danke euch. Ich danke euch dafür, dass man sich traute, den direkten Weg in den Final Fantasy-Kosmos zu wählen. Dafür, dass man ein letztes Mal mit Cloud, Tifa, Vincent und Co. auf Reisen gehen, sich mit ihnen durch wilde Schlachten kämpfen und diesen wunderbaren Planeten erneut besuchen durfte. Letzten Endes verhält es sich mit Advent Children wie mit einem Klassentreffen. Man freut sich so sehr darauf, die altbekannten Charaktere wieder zu sehen und ist am Ende fast schon ein wenig traurig, wenn der Abschied näher rückt. Ich danke euch für diesen wunderschönen Trip. Ich danke ich euch von Herzen.
Mit "Final Fantasy VII: Advent Children" erhält der treue FF-Freak endlich, auf was er so lange warten musste. Ein filmgewordenes FF-Spiel. Dabei zieht man wirklich jedes Register, um zu gefallen: Umwerfende Animationen, eine coole Optik, ein genialer Soundtrack und beeindruckende CGI-Schlachten. Die Schwerkraft wird außer Kraft gesetzt, es wird geklotzt und nicht gekleckert. Mal ehrlich, wer will das denn hier schon? Für Fans ist dieses epische Spektakel ein absolutes Muss. Zuschauer, die mit dem Final Fantasy-Universum nicht vertraut sind, sollten den Film jedoch mit Vorsicht genießen. Oder sich eben das Spiel besorgen, auch wenn dieses mittlerweile Rekordpreise auf Spiel-Börsen erreicht... | Timo |           18.07.2006, 10:57 | | |
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Zum Einschlafen. | Direktlink  | Hab ja schon nicht allzu viel erwartet, war aber aufgrund der angeblich so tollen Bilder doch neugierig; leider, denn gerade die hochgelobten Bilder haben sich als Riesenenttäuschung herausgestellt. Warum? Ganz einfach, weil man leider immer noch nicht in der Lage ist, Gesichtszüge den Gefühlen der jeweiligen Figuren anzupassen, denn gegen die Mimiken in diesem Film wirkt Steven Segal wie der beste Schauspieler auf Erden; da hatte der 3 Jahre ältere Vorgänger deutlich mehr zu bieten. Die Actionszenen gingen ebenfalls gewaltig in die Hose: Sieht man mal von dem zugegeben gelungenen Auftakt ab, ist hier alles so schnell geschnitten, dass man bei den Kämpfen kaum was erkennt und die somit nicht nur aufgrund ihrer hohen Anzahl ziemlich schnell auf die Nerven gehen. Von der Story red ich besser gar nicht; war zwar nicht so schwer begreiflich wie erwartet, aber gerade das macht sie wohl so bescheiden. Die Charaktere sind unterste Schublade und machen auch nicht mehr, als dumme pathetische Sprüche von sich zu geben. Wie gesagt, die Anfangsszene ist toll, aber sonst ist das ganze Werk einfach nur eine langweilige Aneinanderreihung zu schnell geschnittener Actionsequenzen, die zudem noch billig animiert wirken. | FFFler |           19.07.2006, 09:35 | | |
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2 wässrige Augen und offene Münder... | Direktlink  | Bei diesem Film kann das FINAL in Zukunft getrost groß geschrieben werden, denn nach diesem furiosen Feuerwerk an fantastischen Ideen wird in diesem Bereich erst einmal lange nichts mehr kommen, was FINAL FANTASY: AC toppen könnte.
Bekommt der Fan der Spiele, was er erhofft? Ja, denn neben Gunblades, 'everybody's favorite' Bestia/Guardian Force, verheerenden Spezialattacken und androgynen Schurken fehlen eigentlich nur noch die Chocobos, um das Game-Feeling perfekt zu machen. Außer Cloud kommt gegen Ende tatsächlich der komplette Cast des Spiels zu einem letzten Gastspiel zusammen.
Und die Zuschauer, die noch überhaupt nicht mit dem Spiel in Berührung kamen... ? Die werden so ihre lieben Schwierigkeiten mit der Story haben, leider die unzähligen Anspielungen auf das Game übersehen und das eine oder andere Mal fragend die Stirn runzeln. Hier wurde ein Film für die Fans gemacht, ohne Rücksicht auf eine wie auch immer geartete Mainstream-Veröffentlichung. Wer aber mit ein paar offenen Fragen leben kann und sich nicht scheut, sein Gehirn die fehlenden Teile ergänzen zu lasssen, dem sei der Film trotzdem ans Herz gelegt, zumal eine kurze Einführung am Anfang über den ersten Kaltstart hinweghilft.
Nur zwei Sachen stehen FINAL FANTASY beim Highscore im Weg: Die viel zu schnell geschnittenen Kampfsequenzen (die aber im Vergleich mit den letzten Superhelden-Filmen immer noch erträglich sind), bei denen teilweise schleierhaft ist, wer wann wo was macht, und der Mangel an Chocobos... | Michael sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           27.07.2006, 09:19 | | |
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Weichgespült VII | Direktlink  | Das kennt man ja. Eine Story, die als Filmplot absolut unzureichend wäre, reicht in einem Computerspiel durchaus aus, da sie dort eben eher Hintergrundbemalung darstellt.
Fantasy VII Advent Children ist wohl so ein Fall. Ich hatte als Nichtspieler der Serie kein Problem der Story zu folgen, viele Details zur Vorgeschichte konnte ich mir zusammenreimen. Am (Un-)Verständnis kann's also, glaube ich, nicht liegen, daß ich die Story banal und pathostriefend fand. Und diese Dialoge kann man sich höchstens noch als 15-jähriger reinziehen, ohne sich zu langweilen. Alles in allem wirkt dieser Film wie eine langgezogene Episode einer Anime-Serie für die Zielgruppe 12-16 Jahre.
Ansonsten, die Kämpfe sind zumeist so schnell geschnitten, wie ich es noch in keinem anderen Film gesehen habe. Das grenzt schon an subliminal messages. Graphisch sieht der Film sehr gut aus, aber nicht so gut, daß es alleine als Grund für's Anschauen reichen würde.
Es ist also, wie schon in anderen Reviews gesagt, ein reiner Film für die Spieler der Serie und selbst bei denen wird es den einen oder anderen Enttäuschten geben. | Holger Hellmuth sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           05.08.2006, 04:00 | | |
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