Cold Prey (2006)
Cold Prey | Direktlink  | Bei einem Snowboardtrip geschieht ein Unfall. Einer der Boarder verletzt sich. Zum Schutz sucht sich die Gruppe einen Unterschlupf und findet ein altes verlassenes Gebäude. Doch dort angekommen müssen sie feststellen, dass sich in diesem Haus ein Killer eingenistet hat, der sich nun die Gruppe einen nach dem anderen vornimmt.
Um es gleich zu sagen: Ich hätte sagen können, was in diesem Film passiert, wie er anfängt und wie er ausgeht, ohne ihn gesehen zu haben. Absolut klischeehaftes Kino, was einem hier geboten wurde. Die Geschichte durfte oben ja bereits genossen werden. Ich wusste gleich, wer der Killer ist, ich wusste, wer getötet wurde und vor allem wusste ich gleich, wer überleben würde. Vollkommen vorhersehbar das Ganze. Und dadurch kam auch so gut wie keine Spannung auf. Nicht einmal blutig ging es hier zur Sache. Also sicherlich waren die Morde blutig. Aber leider hat man das nie gesehen. Dem schnellen Ausblenden der Kamera sei Dank.
Und auch trieft der gesamte Film nur so vor Logiklöchern. Der „Endkampf“ ist schon alleine an Lächerlichkeit kaum zu überbieten gewesen. Aber vieles andere krankt ebenfalls an Ungereimtheiten. Das muss doch nicht sein. Nicht nur einen öden Slasher inszenieren, sondern auch noch einen unrealistischen. Also wirklich. Die als so „neu“ angepriesene Atmosphäre durch den tollen Schauplatz kann man sich übrigens ebenfalls ins linke Nasenloch stecken. Da ist sie auch gut aufgehoben. Schnee und Nasen passen ja manchmal gut zusammen.
Egal. Der Film ist für mich jetzt abgeschlossen. Ich beende meinen Bericht mit den Worten: Nur der Vollständigkeit halber ansehen. Den Rest könnt ihr euch selber denken. | spa sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt | |           11.08.2007, 02:03 | | |
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| Direktlink  | Roar Uthaug lieferte 2006 mit Cold Prey, auch bekannt als Fritt Vilt oder Eiskalter Tod, sein beeindruckendes Regiedebüt.
Schon das Intro des Films macht Spaß und zeigt sogleich eine der Stärken dieser Produktion – die Komposition, genauer die Soundkomposition. Hier durfte sich der Tonmeister austoben, die Soundeffects sind hervorragend gewählt, Bild und Ton sehr gut synchronisiert. Echten Soundtrack gibt es kaum, zu Beginn während der Snowboardszenen hören wir Mainstreamrock..
Mit Mordsspeed fegen die Fünf durch die traumhaft weiße Schneelandschaft, bis ihrem Spaß der erste Riegel vorgeschoben wird. War eben noch alles strahlend hell, scheint sich im Nu der Himmel zu verfinstern, bevor sich die Welt zu dichtem Nebel verdunkelt...
Cold Prey baut sich langsam auf, nimmt sich Zeit für die Figuren, so dass der Zuschauer zum richtigen Zeitpunkt um das Leben jedes Einzelnen fiebern kann. Er ist auch nichts für Ungeduldige oder Fans, die sich einen blutigen Kill nach dem anderen wünschen. Der Schrecken kündigt sich langsam an.
Für einen Schocker ist Cold Prey auffällig dialogreich; welch Segen, dass sich die Dialoge auch noch als weitere Stärke entpuppen. Sie transportieren jede Menge Humor, die Protagonisten machen sich über sich lustig, necken sich... Zwangloses Rumgeblödel und treffende Dialogfetzen erzeugen so eine authentische Atmosphäre. Stärke liegt jedoch auch in dem was nicht gesagt wird, so dass die Stille nur noch eindringlicher wirkt. Hier zeigt sich die Sensibilität dieses Debüts. Es macht übrigens enormen Spaß, sich diesen Film im norwegischen Original (mit Untertiteln) anzusehen, ist noch lustiger.
Und natürlich sind da die Schauspieler selbst, ein absoluter Glücksgriff, dieses Ensemble. Zu keiner Zeit kamen mir Zweifel. Sie spielen gut, ohne besser sein zu wollen als sie sind, ja, sie nehmen das Ganze nicht zu ernst. Problemlos kann ich mir vorstellen, dass sie auch im wahren Leben gute Freunde sind und gemeinsam in den Urlaub fahren.
Cold Prey bietet innovative Schreckmomente, selbst wenn man den Schockmoment erahnt. So verdichtet er sich langsam und wird immer dunkler, bis zu seinem packendem Showdown. | Frank | |           13.08.2009, 21:51 | | |
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