The Signal (2007)
Ein durch und durch böses Signal | Direktlink  | Dieser Film kann einen nicht kalt lassen. Er geht irgendwie unter die Haut und lässt einen leicht verstört zurück. Man kann sicher geteilter Meinung sein. Aber irgendwie ist der Film etwas Besonderes und muss so auch gewürdigt werden.
Er ist experimentell, hart, kompromisslos, tabulos, vielleicht ein bisschen krank...
Experimentell, weil ein Film mit 3 Regisseuren schon etwas außergewöhnlich ist. Jeder Regisseur hat einen Teil abgeliefert, alle Teile bauen aufeinander auf, aber jeder Regisseur hat seinem Teil eine ganz persönliche Note verliehen, und erzählt manchmal nicht gesehene Szenen der vorangegangenen Ereignisse.
Die Teile sind
I: verstörend - brutal - apokalyptisch gruslig (erinnert ein bisschen an "28 Days later" oder "Dawn of the dead 2004", aber noch intensiver und puristischer)
II: verstörend - brutal - witzig, selbstironisch (erinnert etwas an "Shaun of the dead", aber etwas mehr Wahnsinn bitte)
III: verstörend - brutal - melancholisch, verträumt (hier fehlt mir ein Vergleich)
Irgendwie ein Film über die Liebe und Eifersucht, aber auf eine Art, die ihresgleichen sucht. Splatterfans werden hier zum Nachdenken angeregt!
Da der Film in dieser Version, bezogen auf den Soundtrack, außerhalb des FFF wohl nie wieder gezeigt werden wird, möchte ich kurz etwas dazu sagen: die Musik war teilweise höchst unkonventionell, hat aber vielleicht gerade deshalb zum Film gut gepasst. Ich hoffe, dass der Film seinen eigenwilligen Charakter und etwas durchgedrehten Stil nicht durch die neue Filmmusik, die er erhalten soll, verliert.
Ein Festival-Highlight, das gleichzeitig faszinierend, kontrovers und innovativ ist. | zombee sah diesen Film im Cinema, München | |           29.07.2007, 22:39 | | |
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Geiles Konzept, geiler Film! | Direktlink  | Das Thema hatte mich schon vorher absolut gepackt, also war die Vorfreude und die Erwartungen riesig.
Und der Film hielt, was er versprach.
Meine Vorgänger erwähnen bereits, wie die einzelnen Teile zu deuten sind.
Die Optik, die Erzählweise, Regie, Schauspieler, der SCHNITT!!!!!!!, alles sehr schön durchdacht und gemacht.
Der Schwachpunkt liegt in dem ENDE, das viele nicht verstanden und akzeptiert haben. Ich hätte den Film genauso enden lassen, nur nicht so psycho-dramatisch, also mehr über Bilder erzählt anstatt Dialog. Denn in der Bildererzählung kriegt der dritte Part von mir wieder volle Punktzahl, der Dialog lenkt zu sehr ab. Nach den ersten beiden Parts hat der Zuschauer bereits alles akzeptiert, warum also nochmal aufdrehen???
Ich hoffe der Soundtrack bleibt, finde ihn genial so. Und hoffentlich wird die Endfassung nicht zu krass verändert.
FAZIT: unbedingt anschauen. | DaiGoro sah diesen Film im Cinema, München | |           30.07.2007, 12:21 | | |
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Wäre er doch aus dem Programm genommen worden! | Direktlink  | Drittklassige Regisseure, drittklassige Schauspieler und eine drittklassige Handlung können halt nicht mehr als einen drittklassigen Film ergeben.
Drei Regisseure drehen unabhängig voneinander jeweils ein Drittel dieses Filmes. Sie nehmen ein Bisschen "28 Days Later", ein Schnittchen "Dawn of The Dead" und ein Häppchen "The Ring", dazu noch ein paar Schenkelklopfer und raus kommt eine Mischung, die weder richtig Spannung aufbauen kann noch eine wirkliche schwarze Komödie ergibt.
Der Streifen fängt noch ganz gut an. Es kommt sogar so etwas wie Gänsehautfeeling auf, obwohl von Beginn an keiner der Schauspieler wirklich überzeugen kann. Im zweiten Teil versucht der Film dann so etwas wie Witz ins Spiel zu bringen, aber mehr als ein paar müde Grinser werden es nicht und der Schluss des Films, tja, der hat mich dann eigentlich nicht mehr wirklich interessiert.
Selbst eine starke Korrektur des Films, was Schnitt und Soundtrack angeht, werden "The Signal" nicht mehr retten. Bisher mein Flop des Festivals! | Papa_Schlumpf sah diesen Film im Cinema, München | |           30.07.2007, 17:37 | | |
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Don't answer the Phone | Direktlink  | Roh, ungeschliffen und doch erstaunlich professionell gemacht, bewegt sich THE SIGNAL zwischen Endzeitszenario, tiefschwarzer Komödie und Paranoia-Drama (so sieht Paranoia aus, Mr. Friedkin!). Durch die handgeführte DV-Kamera entsteht ein Tempo und eine Intensität, die den Zuschauer mitreißen und erst im dritten Teil des Films zum Verschnaufen kommen lassen. Hier lässt der Film leider auch ein klein wenig nach, was dem Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch tut: THE SIGNAL ist (in seiner Rohschnitt-Fassung) eins der Festivalhighlights.
Fazit: Intelligent verschachtelte, packende Endzeitvision mit psychologischem Tiefgang, schockierenden Gewaltausbrüchen und absurdem Humor. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart | |           01.08.2007, 10:37 | | |
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Such a bad day | Direktlink  | Also ich frage mich derzeit eigentlich nur, ob wirklich schon so wenig ausreicht, um die Meute zufrieden zu stellen? Das einzig Positive, was ich diesem Film entnehme, ist die Umsetzung, in tollen Bildern und mit überzeugenden, wenn auch nicht erstklassigen Schauspielern. Der Rest aber, es mag vielleicht sein, daß es daran lag, daß ich es einfach nicht verstanden habe, aber der Großteil ergab für mich irgendwie keinen Sinn, war absurd und unlogisch. Hätte man vorher nicht die Geschichte über die drei Regisseure zum Besten gegeben, mir wäre es gar nicht aufgefallen. Sicher, alle drei Teile haben ihren eigenen Touch, aber jeder für sich hat auch eine ganz eigene Storyline, na klar unterscheiden die sich da!!
Für einen Fresh Blood-Kandidaten nicht schlecht, aber im Vergleich zu professionelleren Filmen eher ein Rohrkrepierer mit zum Teil sehr guten Ansätzen, aber abgrundtief dämlichen Nebensträngen in der Storyline, denen nur schwer zu folgen ist. | lexx sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt | |           06.08.2007, 01:06 | | |
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The Signal | Direktlink  | Gleich vorab: Ein Highlight des Festivals.
Auch wenn die Story nicht unbedingt neu ist, ein bisschen "Videdrome", ein wenig "Sie Leben", eine Prise "Dawn of the Dead", wartet The Signal mit guten Darstellern auf, billigem DV-Look, einer durchaus soliden Regie, bzw. gleich drei Regisseuren, da mag man Fehler in der Continuity auch gerne verzeihen.
Auch wenn alle drei Regisseure für ihren Teil stehen, reihen sich alle nahtlos und logisch aneinander. Dient der erst Teil noch als klassische Exposition, dient der zweite am ehesten noch zur Vertiefung der Charaktere, ist aber auch eher als lustiges Zwischenstück zum dritten und gleichzeitg zum Finale zu sehen. Und das hat es auch in sich. Gerade das Ende verstört und sollte auch genauso in der endgültigen Fassung erhalten bleiben. Angesichts des sehr begrenzten Budgets kann das Lob kaum hoch genug ausfallen.
Um mal ein paar Adjektive in den Raum zu werfen: hart, kompromisslos, spannend, lustig, irre, glaubwürdig, brutal, schnell, konsequent. Bleibt zu hoffen, dass die drei Jungs noch mehr solche Filme machen. | Tomalak sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | |           06.08.2007, 03:22 | | |
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Ganz okay, aber... | Direktlink  | Ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet, dass da drei Regisseure am Werk waren hab ich nicht unbedingt gemerkt. Hätte auch alles von dem Blair Witch-Team stammen können. Wahrlich nicht schlecht und gute Momente, aber dann halt doch zu deutlich Parallelen zu 28 days. Werd mir den Streifen noch mal anschauen, da ich ihn wohl auch nicht ganz gerafft habe.
Noch ne kleine Anmerkung: Wenn ein Film im offiziellen Wettbewerb läuft, sollten die Verantwortlichen sich mal mit den Lobeshymnen vor Filmanfang zurückhalten, oder besser es ganz lassen. Das ist immerhin ein Wettbewerb, sonst können die gleich ihre Karten selber einreíßen. Unlauterer Wettbewerb, sozusagen. | Eraserhead sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | |           06.08.2007, 03:46 | | |
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Unklares Signal | Direktlink  | Auf „The Signal“ war ich ganz besonders gespannt – nicht nur wegen der vielen euphorischen Stimmen, sondern auch aus einem persönlichen Grund: eine der vielen Ideen, die meine Co-Autorin und ich für unseren nächsten Film entwickelt haben, ist der hier verwendeten sehr sehr ähnlich. Nach Sehen des Films weiß ich nun nicht so ganz, was ich sagen soll. Denn der Aufbau der Story und die anfängliche Inszenierung dieser Idee ist „The Signal“ grandios gelungen. Habe in einem im weitesten Sinne einer Zombie-Thematik verwandten Film selten mehr Intensität in der Atmosphäre verspürt als hier; meiner Meinung nach können da zum Beispiel „28 Days later“ oder gar das „Dawn of the Dead“-Remake mal ganz gepflegt einpacken. Andererseits finde ich, daß die Story nicht wirklich konsequent oder phantasievoll genug weitergeführt wird. Irgendwo hatte ich das Gefühl, daß die Autoren mit ihrer Idee nicht mehr weiterkamen und dann beschlossen, statt das Ganze einem wie auch immer Sinn stiftenden Ende zuzuführen, die Situation einfach noch ein wenig auszuwalzen und den Film dann halt einfach aufhören zu lassen – etwas unbefriedigend. Und ich denke, daraus hätte man wesentlich mehr machen können.
Aber der Reihe nach: an die Einleitung schließt sich der erste Teil des Films an, „Crazy in Love“, der die Ausbreitung der Seuche darstellt, um es mal so zu nennen. Hier ist „The Signal“ vielleicht am beeindruckendsten, denn wir erleben mehr als nur den x-ten Aufguß eines typischen Zombiefilms: die Infizierten sind nicht einfach nur eine hirntote, langsam näher rückende, eklige Masse. Das Signal ist viel heimtückischer und verwandelt sie in etwas viel Schlimmeres; etwas weniger Übersinnliches, aber dafür auch viel schwerer Berechenbares... Hier kann man sich als Zuschauer unglaublich gut in die Situation hineinversetzen, in der sich die noch nicht Infizierten befinden. Alle Menschen um einen herum beginnen auf einmal, unglaublich aggressiv zu werden. Aber was ist mit jemandem, der sich gegen diese Aggression körperlich zur Wehr setzt? Will er sich nur verteidigen... oder ist er selbst schon befallen? Wem kann man trauen? Worauf kann man sich noch verlassen? Das Ganze ist noch viel heimtückischer, als ich hier verraten möchte, und die Atmosphäre entwickelt sich langsam zu einem einzigen Kessel Bedrohlichkeit.
Darauf folgt „The Jealousy Monster“, und die Story des ersten Teils wird direkt fortgesetzt – und zum Teil aus einem anderen Blickwinkel wiederholt. Was eins der charakteristischen Merkmale von „The Signal“ ist: wir haben mehrere Hauptfiguren mit jeweils unterschiedlichen Zielen, die das Geschehen auch aus unterschiedlicher Sicht erleben. Komplett zusammengefügt wird das Puzzle erst am Ende des Films, aber bis dahin erleben wir nun erstmal den Versuch unserer Figuren, zueinander zu finden. Dabei verschiebt sich die Gewichtung des Films vorübergehend in Richtung Slapstick; es gibt immer wieder viel Derbes zu lachen, aber die Grundstimmung und Bedrohlichkeit der Situation bleibt im Hintergrund stets erhalten. Ohnehin sollte der Fakt, daß die drei Teile von „The Signal“ auch von drei verschiedenen Regisseuren realisiert wurden, nicht überbewertet werden. Hier paßt schon alles sehr gut zusammen und bewegt sich kohärent auf sein – unbefriedigendes – Ende zu, und so ist eben auch der zweite Teil nicht etwa eine permanente Lachbombe, sondern wird recht bald auch wieder recht ernst. Die Lacher vorher sitzen übrigens fast allesamt und fügen sich in das Filmkonzept ein; zwar ist die Veränderung deutlich zu bemerken, aber sie zerreißt nicht etwa den kompletten Ansatz.
Im Abschlußdrittel, „Escape from Terminus“, gibt es dann keine Witze mehr – von der Stimmung her sind wir wieder fast beim ersten Teil angelangt. Allerdings fokussiert der Film hier dann oft auf Erklärungsversuche und ganz anders gelagerte Perspektivverschiebungen, wobei vor allem letztere auch diesen Teil sehr interessant gestalten. Aber es stimmt schon, hier ist das Tempo ein wenig raus und hier wird nun am deutlichsten, daß die Macher nicht so recht wußten, wo sie mit ihrer Idee eigentlich hin sollten. Das macht weder dieses finale Drittel noch den gesamten Film zu einem vernachlässigbaren Erlebnis, im Gegenteil, ich bin der Meinung, man darf ihn sich nicht entgehen lassen. Denn er bringt einmal wirklich frischen Wind in das Genre, sowohl – in einem gewissen Rahmen – von der Story her als auch was die unterschiedlichsten Inszenierungsoptionen angeht.
Dennoch trägt er dazu bei, „The Signal“ statt zu einem Pflichtfilm nur zu einem sehr interessanten werden zu lassen. Woran übrigens auch die Bild- und Tonqualität ihren Anteil haben: die auf dem FFF gezeigte, vorläufige Fassung des Films ist ein DV-Beam minderer Qualität, leider ist das Bild an vielen Stellen viel zu dunkel, außerdem ist ein permanentes Brummen zu hören (das nicht vom Signal im Film stammt). Man sollte sich hier übrigens wirklich nicht zu nahe an die Leinwand setzen – dank häufigem Handkamera-Einsatz wird es sonst erst recht extrem unübersichtlich.
Ich schwanke zwischen 7 und 7,5 Punkten, aber allein schon aufgrund des innovativen Ansatzes vergebe ich mal 7,5. Kein Überknaller, aber definitiv besser, weil interessanter als zwei Drittel der Konkurrenz. Obwohl Filme wie „End of the Line“ vielleicht kurzweiliger sind – „The Signal“ ist nachhaltiger. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | |           06.08.2007, 05:38 | | |
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The Signal | Direktlink  | 3 Theaterregisseure drehen jeweils einen Teil eines Films.
Die Geschichte: Ein Signal, welches von Fernsehern und wohl auch Radios ausgesendet wird, macht aus jedem Menschen einen Killer.
Das hat was von alten Cronenberg Werken, "Rabid" oder "Shivers", auch unterstützt durch die qualitativ natürlich nicht übermäßig gute DVD Präsentation, aber hier finden sich Form und Inhalt mal wieder, dreckig und blutig und hysterisch.
Wenns denn so weiterginge.
Würde der Film im Ton des ersten Parts weitergehen wäre es ein schriller harter Horrorfilm, aber das tut er eben nicht und ich fände es spannend, würde es auch einfach eine Variation des Films geben, die diesen ersten Part weiterführt.
Part 2 und 3 fügen sich nahtlos an, sind aber mehr im Stile eines Kammerspiels gehalten, auf engem Raum, mit denselben Darstellern.
"The Signal" ist durch die verschiedenen Stile ein abwechslungsreicher Film, aber eben ein Experiment und so schwer zu bewerten.
Will man einen konsequenten Film, der eine Geschichte durcharbeitet und wirklich etwas zurücklässt, ist man hier falsch, denn das ist "The Signal" nicht und will er wohl auch nicht sein.
Sieht man die Transmissions, wie sich die Parts nennen, als einzelne Filmchen, ist das was ganz anders, Nr. 1 ist Horror, Nr. 2 Comedy und Nr. 3 mehr Drama.
Alle Teile sind gut, die Schauspieler sind klasse, es ist düster und nochmal, Form und Inhalt finden sich hier, was viel zu selten geschieht.
Deshalb die gute Wertung.
Aber trotzdem kein ganzer Film. | QuintenQuist sah diesen Film im Cinemaxx 3, Hamburg | |           23.08.2007, 11:51 | | |
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