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Bug (2006)
Millions of Bugs! | Direktlink  | Aber nur im Kopf! Eigentlich dachte ich ja, es handelt sich bei BUG im eine Alien-Monster-Version a la Starship Troopers, aber ich merkte schnell, daß es sich um eine Paranoia-Psycho-Kiste handelt.
Die ersten 50 Minuten der Kopfkäfer kann man sich sparen, was aber im letzen Drittel auf einen zukommt, ist feinste Psycho-Filmfest-Kost, die von klasse Darstellern garniert wird. Harte Szenen reihen sich an paranoide Diskussionen und der Film zeigt einem, daß Wahnsinn übertragbar ist und das nicht allzu schwer!
Ein feiner FFF-Beitrag, der so auch sicher im BKH Haar ähnlich zu finden sein könnte....
Reingehen und Gehirn nach 45 Min einschalten. | DelosOzzy sah diesen Film im Cinema, München |           27.07.2007, 02:41 | | |
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I'm the Super Mother Bug | Direktlink  | Ich bin noch ganz fertig und weiss gar nicht, wie man sowas bewerten soll. Das verleiht dem Begriff "unfreiwillig komisch" ganz neue Dimensionen. Hier wurde mehr gelacht als bei "Black Sheep". Man meint, Monty Python hätten sich nochmal für einen Sketch zusammengetan. Also, mein erster Schock besteht darin, dass dieser Film in den USA für kurze Zeit die Box Office-Tops angeführt hat. Aber zurück zum Film: Es handelt sich um eine Mischung aus Beziehungsdrama, surrealer Komödie und Verschwörungsthrillerpersiflage, auch wenn dies so vielleicht gar nicht beabsichtigt war. Auf jeden Fall ist das kein Horrorfilm. Bevor der Wahnsinn ausbricht, also in der ersten Hälfte des Films, zeichnet sich der Film noch durch gute Dialoge und spannende Charakterzeichnungen aus, aber danach wird es grotesk.... | Philmtank sah diesen Film im Cinema, München |           27.07.2007, 02:48 | | |
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Bug-Mania! | Direktlink  | Ich muss nach der letzten Review, die dem Film kaum ein gutes Haar gelassen hat, eine Lanze für den Regisseur und die Hauptdarsteller brechen. Die Hauptdarsteller haben eine extreme Leistung vollbracht und die Paranoia wirklich brilliant verkörpert.
Der Regisseur hat beste Arbeit geleistet, weil er ein sehr leidenschaftliches, tief unter die Haut gehendes Werk geschaffen hat, das von Anfang bis Ende konsequent ein Ziel verfolgt: wahre (oder vielleicht doch nicht?) Paranoia auf die Leinwand zu bannen. Der Film beginnt recht langsam, aber nicht behäbig und langweilig. Er nimmt sich gerade genug Zeit, die Charaktere einzuführen und gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, in die Personen einzutauchen. Anschließend nimmt der Wahnsinn seinen Lauf und macht bis zum konsequenten Ende keinen Halt mehr. Auf engstem Raum werden quasi wie in einem Kammerspiel (bestimmt auch als Theaterschocker inszenierbar) die Protagonisten zum Äußersten getrieben. Drehbuch und Story haben vielleicht ein paar Schwächen durch die eine oder andere Logiklücke (woher kommt z.B. das ganze Staniolpapier) - ist aber für die Message des Films nicht entscheidend - und durch die zum Ende hin seelisch/geistig fast schon zu stark "infizierte" Asley Judd ("Super Mother Bug"). Aber das tut dem Film keinen Abbruch und läßt dem Zuschauer ausreichend Interpretationsspielraum, ob das Gesehene als Wahnsinn oder nicht beurteilt wird. | zombee sah diesen Film im Cinema, München |           27.07.2007, 11:44 | | |
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My buggy little friends | Direktlink  | Anders, als ich es erwartet hatte, aber trotzdem sehr gelungen.
Ich hatte was psycho-gruseliges und geradliniges erwartet wie Exzorzist, bekommen habe ich aber Roadmovie-Para im Stil von David Lynch. Also, die Para-Erklärungen entnimmt jeder bitte aus den präzise gesetzten Zwischenbildern im Schnitt. Vielleicht kapiert man dann auch, was es wirklich gab und was nicht.
Die Schauspieler, alle, waren überragend. Also die Intensität, glaub ich, sollte man sich in Englisch geben. Das ist zu gut, um wahr zu sein.
Aber eigentlich ein Kammerspiel, ein modernes Theater. Wer denken will, der schaut sich das an. | DaiGoro sah diesen Film im Cinema, München |           30.07.2007, 17:13 | | |
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Kammerjägerspiel | Direktlink  | Leider war „Bug“ für mich eine der größten Enttäuschungen des Festivals. Sowohl Filmbeschreibung als auch Reviews klangen nach ernsthaftem, beklemmendem Paranoia-Horror in Form eines souverän inszenierten Kammerspiels. Tatsächlich ist der Film für mich zwar ein gut gezielter Tritt in die Fresse beschränkter Verschwörungstheorie-Fanatiker. Aber er erscheint in keiner Sekunde glaubwürdig, kann nicht fesseln und braucht viel zu lange, bis er in die Gänge kommt.
Gut, wir haben da also ein einsames, in der Vergangenheit nicht gerade mit Liebe und Geborgenheit überhäuftes Mädel. Das trifft auf einen seltsamen Fremden, den sie zwar irgendwo anziehend findet, der sie aber auch mit seinem Insektenwahn gehörig irritiert und sogar nervt. Schwupps, nächste Szene, sie ist ihm komplett verfallen und glaubt ihm auch die abstrusesten Theorien über von der Regierung gesteuerte Programme zur Kontrolle der Bevölkerung, die per unsichtbaren Käfern und ähnlichem Kriechviech umgesetzt werden. Und das war dann auch schon die Story.
Nach einem extrem zähen Anfang, der uns nicht mehr als das Kennenlernen der beiden zeigt, scheint man so was wie einen Mittelteil irgendwie vergessen zu haben. Ohne Witz, von einer Sekunde zur anderen wirkt die weibliche Hauptfigur wie ein völlig anderer Charakter – alles andere als glaubwürdig und sogar ärgerlich, wenn man mit ansieht, wie es dann weitergeht. Egal, was für einen Schwachsinn er ihr erzählt, sie scheint mehr als gewillt, jedes seiner Worte als die neue Heilige Schrift anzunehmen.
Zwar ist dieser Schwachsinn für den Zuschauer zu großen Teilen durchaus interessant. Zumindest dann, wenn er nicht selbst an die jüdische, pardon, US-amerikanische Weltverschwörung glaubt, was ja in unseren Zeiten Hochkonjunktur hat. Aber seien wir ehrlich: diejenigen, die etwa nach wie vor an ein „großes Geheimnis“ hinter 9/11 glauben, werden vermutlich nicht mal merken, wie zielgenau sie hier auf die Schippe genommen werden.
Das also macht mir „Bug“ ja schon sehr sympathisch. Aber gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht: als Spielfilm, der seinen Zuschauer gefangen nehmen muß, versagt dieser Streifen leider über weite Strecken. Und zwar in Sachen Handlung. Klar, hier wird alles immer absurder und immer mehr auf die Spitze getrieben – ab der Hälfte der Laufzeit, vorher passiert nicht viel. Aber selbst dann wird zwar vielleicht quantitativ ein immer höhere Grad erreicht, aber nicht qualitativ: einmal in seiner Aussage angekommen, verändert sich strukturell nichts mehr. Und das wird dann doch mal ein wenig langweilig. Zumal hier – im Gegensatz zu dem, was einige Reviews vermuten lassen – keinerlei Ambivalenzen aufgebaut werden. Die Message des Films ist eindeutig, wir können uns leider in keiner Sekunde fragen, was nun Halluzination und was Realität ist.
Zusammengefaßt bietet „Bug“ eine nette kleine Story, die aber aufs Überflüssigste aufgeblasen wurde und deshalb nur bedingt unterhaltsam ist. Als Kurzfilm klasse, aber so...? Nur 5,5 Punkte, auch wenn ich verdammt gerne mehr vergeben hätte. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           07.08.2007, 05:01 | | |
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A bug ain't just a bug. | Direktlink  | Agnes White beginnt gerade einen Neuanfang. Sie hat sich von ihrem gewalttätigen Mann Jerry abgesetzt, wohnt nun in einem leicht runtergekommenen Hotel in der Pampa und arbeitet in einer Bar. Dies ist kein Luxusleben, aber dafür ist Agnes frei und kann sich langsam wieder aufrappeln. Wie schön, dass sie ausgerechnet jetzt auf den schüchternen, aber sympathischen Peter trifft. Nachdem beide eine unvergessliche Nacht miteinander verbracht haben, entschließt sich Agnes trotz einer gewissen Portion Skepsis dafür, Peter bei sich wohnen zu lassen und mit ihm zu leben. Agnes ahnt nicht, dass sie somit dem Tod die Haustüre geöffnet hat.
Wo Friedkin draufsteht, ist neuerdings auch wieder Friedkin drin. Wer also nach dem marketingtechnisch sehr clever angelegten Trailer glaubt, in BUG ginge es tatsächlich um eine Käferplage mit CGI-animiertem Krabbelgeviech, liegt sowas von falsch. Was Friedkin hier bietet ist weitaus mehr Horror als erwartet, härter als geahnt und substanziell mehr als erhofft. BUG ist Theater im großen Stil. Ein Paranoia-Kammerspiel, das in der heutigen Filmlandschaft seinesgleichen sucht. Dabei verlässt man sich in BUG auf die grandiosen Hauptdarsteller, welche das Storygerüst mit Leichtigkeit tragen. Ashley Judd und Michael Shannon bieten sich ein heißes Gefecht aus Dialogen, Blicken und schizophrener Käferbissabwehrhaltung. Gerade Ashley Judd liefert in einer speziellen Szene eine oscarreife Performance ab.
BUG ist ein Psycho-Trip der besonders schmerzvollen Art. Hier treffen zwei gescheiterte Existenzen aufeinander, welche sich gegenseitig immer weiter in den Abgrund reißen. Das tut besonders weh, weil Agnes gerade an einem Punkt in ihrem Leben angekommen war, in dem sie sich hätte wieder fangen können. Doch weil sie sich Peter anvertraut und ihn an sich herantreten lässt, zieht dieser ihre arme Seele mit ins psychische Nirvana. Wiliam Friedkin baut diese Horrortour behutsam auf, spielt die anfangs noch eher verschiedenen Pole gegeneinander aus, bis sie schließlich zu einem einzigen verschmelzen und eine unausweichliche Fahrt durch die schrecklichsten Szenarien antreten. Natürlich steckt in dieser Geschichte auch ein Haufen Ironie: Die krankhafte Angst vor verschiedenen Dingen (psychische Phobien) hat schon so manchen Hysteriker um den Verstand gebracht. Hier sehen wir das Ganze zusätzlich in einer völlig überspitzten Situation. Der klassische dramaturgische Pfad einer solchen Geschichte.
Wie bereits gesagt: BUG ist feinstes, verstörendes und anstrengendes Paranoia-Kino im Bühnenformat. So einfach kann gutes Kino sein. Man nehme einen Raum, zwei gute Darsteller und eine recht simple Handlung. Fertig ist beängstigendes Psycho-Kino. Ein Regisseur kann hier beweisen was er wirklich kann, indem er die Figuren gut ausbaut und passende Settings anlegt. Das macht Wiliam Friedkin sogar meisterlich. Fast kommt so etwas wie Nostalgie auf, wenn man ihn so souverän an seine alten Werke anknüpfen sieht. | Timo sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           08.08.2007, 11:10 | | |
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What the hell... | Direktlink  | ...was that? Das war das perfekte Beispiel dafür, dass Trailer und Beschreibungen einen Film dermaßen besser dastehen lassen können als er tatsächlich ist! Es tauchen in dem Film natürlich keine Bugs auf, wer also einen Trash-Horror mit vielen Toten durch Insekten erwartet, wird schon mal enttäuscht. Was ja nicht schlimm wäre, wenn der Paranoiafilm wenigstens sonst was zu bieten hätte. Aber nein, man bekommt 2 ultra-überzogen agierende Schauspieler zu sehen, die den ganzen Film über in einem verdreckten Motel Verschwörungstheorien austauschen und sich kratzen. Wieso sich die beiden, ansonsten eigentlich nicht schlechten, Schauspieler für den Film hergeben und am Ende auch noch eine extrem sinnlose Nacktszene hinlegen müssen, bleibt fraglich. Mir persönlich (und wie ich an den lauten Stöhnern im Kino mitbekommen habe, dem restlichen Publikum) hat der Film überhaupt nicht gefallen und war ganz klar die Enttäuschung dieses FFF. | rezwiebel sah diesen Film im Cinecitta 3, Nürnberg |           09.08.2007, 09:32 | | |
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Ultimative Paranoia in minimalistischer Perfektion | Direktlink  | Weiß gar nicht warum einige Reviewer so enttäuscht sind, mir hat BUG sehr sehr gut gefallen.
Klar ist die 'Story' nicht unbedingt die Mutter der Logik, aber darauf kommt es bei so funktional wirkenden Psycho-Terror-Filmen wie BUG in erster Linie eben auch nicht an.
Eigentlich empfand ich gerade die Tatsache, dass es zum Ende hin immer Haarsträubender wurde, als absolut gewollt und gelungen.
Was als noch ziemlich 'normales' Beziehungsdrama startet überrumpelt dann den Zuschauer (mich) völlig ohne Ankündigung und entfaltet eben gerade dadurch seine Wirkung. Ich mein, ich hab mich in manchen extremen Momenten richtig in die Beiden reinversetzen wollen, oder vielleicht lieber doch nicht... ;-)
Und hier sei vor allem erwähnt was da an schauspielerischem können aufblitzt, solche Dialoge hab ich schon lange nicht mehr im Kino gehört, und vor allem nicht mit soviel Herzblut dargeboten bekommen.
Dass BUG zu 90% in einem Motel Apartment irgendwo im Nirgendwo spielt fand ich übrigens auch stilistisch absolut überzeugend und konsequent, so minimalistisch das Thema Paranoia zu inszenieren und dabei trotzdem in so drastischer Vollendung, ...Wow! - das hat gesessen!! | patient348 sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin |           17.08.2007, 23:39 | | |
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