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Dhoom 2 (2006)
Nichts für Bollywood-Hasser | Direktlink  | Gleich vorab: Ich finde das typische Bollywood-Kino mit seiner Kitschigkeit, Überzogenheit und Maßlosigkeit schrecklich. Daher handelt es sich hierbei um eine rein subjektive Kritik, die keinerlei Anspruch auf objektive Gültigkeit erhebt. Sie soll nur denen als Warnung dienen, die ähnlich empfinden wie ich, sich beim Fantasy Filmfest lieber den parallel laufenden Film anzusehen (egal was für ein Murks das vielleicht auch sein mag).
Jetzt haben die Veranstalter des Fantasy Filmfest zum zweiten Mal nach „Kaal“ (2005) einen Bollywood-Film ins Programm aufgenommen, da „Kaal“ vermutlich bei einigen Leuten gut ankam (für mich war er in dem Jahrgang ganz klar der unerträglichste Film des gesamten Programms). „Dhoom 2“, dessen ersten Teil ich zum Glück nicht gesehen habe, entspricht in jedem Punkt genau dem, was sich ein unbedarfter Normalseher unter Bollywood vorstellt, und wovor er sich fürchtet: Zweieinhalb Stunden Überlänge, schreckliche Tanznummern in gehäufter Form, talentlose Schönfressen, wohin das Auge blickt, Dreitagebärte, überstylte Chicks, sinnlose überzogene Actionsequenzen, vollkommen unlustige Comedy-Einlagen, das Fehlen jeglicher Handlung oder gar Spannung, dafür Kitsch, Plastik, Schmalz und Bäh im Übermaß. Igitt!!! Die zweite Hälfte des Films habe ich nur im schnellen Vorlauf ertragen können und hatte danach das dringende Bedürfnis zu duschen und die ganze Schmalzigkeit und Klebrigkeit abzuwaschen.
Einem relativ großen Teil der Menschheit scheint so was zu gefallen, aber andererseits: Vielen Leuten gefällt auch „Reich und Schön“, was in etwa das Gleiche für ältere Zuschauer ist. Mit dem Vorteil, dass man weitgehend von Tanznummern verschont bleibt. Ich möchte den Film keinesfalls Freunden des indischen Mainstream-Kinos verleiden – sie werden in „Dhoom 2“ genau das finden, was sie mögen. Allen anderen gebe ich jedoch den guten Rat: Meidet diesen Film! | Herbert.West |           11.06.2007, 11:38 | | |
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Kitsch-impossible-overdose-extra-hot-indian-style | Direktlink  | Oh Mann, ich weiß eigentlich gar nicht genau, welcher Teufel mich geritten hat, in diesen Film zu gehen.
Nach "La Antena".
Mit einem Zombie-T-Shirt.
Und mit exakt einem Bollywoodschinken als Vorbildung (und den hab ich nach ner Dreiviertelstunde ausgemacht).
Wo anfangen? Erst mal, so viele schöne Menschen auf einen Schlag habe ich noch nie gesehen. Ist da irgendwo ein Nest? Himmel, allein die beiden Mädels, welcher normal funktionierende Mann soll denn da seinen Hormonspiegel unter Kontrolle halten? Schon dafür bin ich auf die Knie gegangen.
Aber eben nicht nur dafür. Was hier an unfreiwilliger Komik, an völlig übertriebenen Posen in Zeitlupe, dummdreisten Macho-Sprüchen (ja, in Indien darf ein Mann noch Mann sein) und an endlosen Und-ewig-singen-wir-das-Lied-der-Liebe-Kitsch rüberkommt, dürfte selbst auf der strengen Badmovies-Seite locker für die volle Punktzahl in beiden Kategorien reichen. Mich hats mehrfach vom Kinosessel gehauen, und das bitte jetzt wörtlich nehmen.
Überhaupt die Typen. Oh lala. Die Frauen hatten wir ja schon erwähnt. George Michael dreht wieder? War mir gar nicht bewusst. Zumindest sieht der Komissar so aus. Passt ja auch, dass dann in einer Szene tatsächlich ein Saxophon noch Careless Whisper spielt, jedenfalls hörte sich das so an. Aber cool ist er, muss man ihm lassen. Anders als sein Kumpel, der sich ständig um Kopf und Kragen redet, und es tatsächlich schafft, während einer Schießerei mit der Bank über eine Kreditkarte zu verhandeln.
Hallo?
Apropos: für die Chuzpe, so viel unglaublich unlogische Action geballt zu zeigen, gegen die Indiana Jones als Realityshow und die Lachnummer mit James Bonds unsichtbaren Auto als wissenschaftlich exakte Studie durchgeht, gehört mein ewiger Dank. Da wird noch nicht mal der Anschein erweckt, hier würde sich irgendjemand um Logik oder wenigstens um Wahrscheinlichkeit kümmern wollen. Der Held fängt sich bei einem Sturz vom Felsen selbst ab (äääh...) und holt noch in der Luft Schwung für einen Salto?
Fragen? Irgendwer? Irgendwo?
In der zweiten Hälfte verliert der Film leider etwas an Tempo. Dafür wissen wir nun, was der Regisseur offensichtlich mit der Muttermilch aufgesogen hat: Sämtliche Miami-Vice-Folgen. Eigentlich fehlte nur noch, dass rosa Flamingos am Zuckerhut getanzt hätten, dann wäre es komplett gewesen. Was bitte jetzt nicht als Aufforderung zu verstehen ist.
Hach ja. Mein Kopf dröhnt noch. Vom vielen *gegendiestirnschlag* und von der Überdosis Tranquilizer, die mich alles um mich herum vergessen ließen und mir ein Dauergrinsen verpassten. Danke! Danke! Und noch mal bitte - die volle Dröhnung! Extra scharf! | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 6, Köln |           11.08.2007, 03:58 | | |
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| Herbert.West |           | Review zeigen | | Widescreen-Lover |           | | | filmfuchs |           | | | Benjamin Marquardt |           | | | Bobshock |           | | | GeorgeKaplan |           | Review zeigen | | AntimaterieJoe |           | | | Felix Schweiger |           | |
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