 |
|
|
Rise: Blood Hunter (2007)
Blutleer | Direktlink  | Bei diesem Film wusste ich vorher nur, dass es ein Vampirfilm ist. Das ist das eine Stichwort, das bei mir ohne weiteres Überlegen den Muss-ich-sehen-Effekt auslöst. Da kann es natürlich auch passieren, dass der eine oder andere Flop dabei ist, so wie Rise: Blood Hunter.
Die Story war schonmal absolut langweilig, verstaubt und vorhersehbar. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn die Umsetzung originell und spannend gemacht wäre, was sie aber leider ebenfalls nicht war. Und Lucy Liu konnte in der Rolle der rächenden Entleerten so gar nicht überzeugen, geschweige denn mitreissen. Da half es auch nichts, dass mehr oder weniger oft mehr oder weniger ihrer Hüllen fallen mussten.
Zwei winzige Details, die mir besonders im Gedächtnis haften geblieben sind: Ich habe noch nie gesehen, dass eine Leiche mit dem Kopf voran ins Leichenfach gelegt wurde, das hat mich irgendwie total gestört.
Die folgende Szene mit dem Spiegel dagegen fand ich urkomisch, im Gegensatz sicherlich zu manch männlichem Zuschauer. | misspider sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           30.07.2007, 08:01 | | |
|
|
Vorsicht Kopf! | Direktlink  | Wie bei INTERVIEW WITH A VAMPIRE kommt hier nicht nur die romantisch verklärte Anschauung zu Tage, es geht viel mehr um die Schattenseiten des Schattendaseins. Hier besitzen die Vampire keine übermenschlichen Kräfte (von der Wundheilung mal abgesehen), keinen Stil und kein Charisma. Bei dem Film geht es nur um die Rache von Lucy Liu. Der Film ist sehr direkt und geradlinig. Der Racheengel geht direkt zu seinen Opfern, macht kurzen Prozess, und dann geht's weiter zum nächsten Opfer. Auch wird die ganze Vampirthematik nicht erklärt, vieles bleibt unklar oder wird erst gar nicht erwähnt.
Leider wirkt der Film daher etwas unglaubwürdig - Liu als zierliche Frau macht große, starke Männer platt?! Meist sogar ohne große Anstrengung. Ihre Opfer scheinen gerade auf ihre Erlösung gewartet zu haben.
Dennoch ist der Film gut gemacht, eher kurzweilig und hat Lucy Liu, die sich in bester Soft-Erotik-Manier ziemlich freizügig gibt (aber leider nur von hinten anzusehen ist). Hin und wieder sind auch einige Lacher eingestreut, und ein kleiner Running Gag.
Als Pausenfüller ganz ok. | T-Killa sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           30.07.2007, 12:06 | | |
|
|
Blade für Anfänger | Direktlink  | Nichts gegen Lucy Liu, die Frau hat Klasse, Sexappeal und Charisma. Aber sie ist definitiv nicht in der Lage, auch nur ansatzweise genügend Bösartigkeit auszustrahlen, um ihrer Figur das einzige zu geben, was sie – und den ganzen Film – retten könnte: Ambivalenz.
Sie spielt ein gutes Mädchen, das von Vampiren ausgesaugt und versehentlich selbst zu einem gemacht worden ist. Wie Blade findet sie ihr neues Dasein aber irgendwie nicht so richtig dolle und beschließt, statt Menschen in erster Linie ihre „Erzeuger“ zu jagen. Dennoch trägt sie nun natürlich den Kern eines Untiers, eines gnadenlosen Killers in sich und wird auch über Leichen gehen, um sich und ihre Sache am „Leben“ zu erhalten... aber genau das nimmt man ihr einfach nicht ab. Sie wirkt nicht im Entferntesten, nicht in einem Moment amoralisch, und wenn ihr das Drehbuch entsprechende Taten dennoch vorschreibt, dann ist sie vor allen Dingen eins: unglaubwürdig.
So, die Prämisse geht also schon mal flöten, bietet uns diese routinierte Schema-F-Dutzendware denn sonst was Nennenswertes? In Sachen Story nicht, die wurde mit den drei Sätzen oben schon in aller Ausführlichkeit wiedergegeben und ist aus x ähnlich gelagerten Filmen inzwischen hinreichend bekannt. In Sachen Gore auch nicht, ein bißchen Blut spritzt zwar, aber mit etwas Glück könnte sogar FSK 12 drin sein. Tja, was dann? In erster Linie eins: Zeit totschlagen, Story strecken, überflüssige, langweilige und sich wiederholende Dialoge, den Weg von den ersten sehr leichten Jagderfolgen zum ausgewalzten Finale überbrücken.
Gnadenlos schlecht ist „Rise“ sicherlich nicht, aber es ist eben alles schon mal dagewesen, und zwar wesentlich besser inszeniert – actionhafter, stimmungsvoller, fesselnder. Hier passiert zu wenig. Und das, was passiert, kennt man schon. Bei aller Liebe für die gute Lucy – mehr als 4,5 Punkte sind nicht drin. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           05.08.2007, 05:05 | | |
|
|
Rise: Blood Hunter | Direktlink  | Sadie Blake arbeitet für eine Zeitung und recherchiert für einen Artikel über die Gothic-Szene. Doch dadurch stößt sie plötzlich auf Vampire, die nicht gerade freundlich auf Menschen zu sprechen sind. Und auch Sadie wird Opfer ihrer Angriffe und stirbt. Zumindest fast. Denn sie wacht in der Leichenhalle auf und muss sich nun damit abfinden, dass sie eine Vampirin geworden ist. Aus Rache für ihr Schicksal möchte sie sich an dem Vampir rächen, der sie zu dem gemacht hat, was sie ist.
Die Geschichte von Rise fand ich sehr gut gemacht und umgesetzt. Es herrscht durchgehend eine bedrohliche Stimmung und die Darsteller machen ihre Arbeit sehr gut. So entsteht eine gewisse Dramatik, die sich bis zum Ende des Films durchzieht. Doch neben diesen ruhigen Handlungssträngen gibt es auch einige Actionszenen zu betrachten, die aber alle recht kurz inszeniert wurden.
Somit ist Rise kein wirklicher Vampiractionfilm oder ähnliches. Er möchte eher die Geschichte der unfreiwillig zum Vampir gewordenen Sadie erzählen. Insgesamt bot sich mir somit ein eher knapp über dem Durchschnitt liegender Vampirfilm, der vor allem durch die gut gemachte Erzähltechnik besticht. Und (wie ich von einigen Kommentaren meiner mich umgebenden Mitzuschauer hören durfte) durch die nackte Lucy Liu. Jeder hat eben seinen Geschmack, der in die Bewertung eines Films mit einfließt. Mir bot sich hier jedenfalls ein grundsolider Film, den ich Vampirfans auf jeden Fall empfehlen kann. | spa sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           11.08.2007, 02:07 | | |
|
|
This is beyond the Rules | Direktlink  | ...flüstert die Edelnutte Lucy Liu zu Beginn zu, und das ist doch mal ein Versprechen.
Was leider nur zu Beginn eingelöst wird. Wer so wie ich auf 90 min. gepflegtes Däumchendrehen und Dahindämmern eingestellt war, erfreut sich eine ganze Weile an einem stimmigen Intro mit hübschen Details. Als da wären ein paar dunkle Einblicke in eine Sceance, ein nettes Badezimmer (have an eye for the details), eine hübsche Frau in einer engen, sehr kleidsamen roten Corsage, gelungene poetische Augenblicke nach der Verwandlung, und natürlich Lucy Liu selbst. Bis hierhin alles im grünen (oder heißt das bei einem Vampirfilm im roten?) Bereich.
Im weiteren Verlauf verliert der Film aber an Biss (oha, schon wieder Wortwitz) und an Ideen, und man fängt dann doch mit dem Däumchendrehen und Dahindämmern an. Die Story plätschert erwartungsgemäß dem Ende entgegen, an Lucy Lius Anblick gewöhnt man sich (hey, sie hätte doch wenigstens auch mal was anderes anziehen können), und die Oneliner, zu Beginn noch treffsicher platziert, zünden auch nicht mehr.
Tja, etwas frisches Blut (owei, hoffentlich ist die Review bald zu Ende, sonst fallen mir noch mehr Kalauer ein) hätte dem Film schon gut getan. Beyond the Rules war das hinterher nicht mehr, eher doch sehr regelkonform. Zumindest macht der Film nicht alles falsch und pendelt sich deutlich im Mittelfeld ein. Das ist zwar mehr, als ich eigentlich erwartet habe, aber weniger, als nach dem Beginn drin gewesen wäre.
Und für die Schauwerte zu Beginn - ich betone noch mal die Dame mit der Corsage - will ich ihn mal knapp über den Durchschnitt heben. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 9, Köln |           15.08.2007, 00:39 | | |
|
|
Lese 1 weitere Reviews mit SPOILER zu diesem Film.
Deinen Review über Rise: Blood Hunter (2007) hinzufügen! Zu den Filminfos |
| |
|