Edmond (2005)
Falling Down | Direktlink  | Gordons zweite Filmperle auf dem FFF2007 handelt ebenso wie Stuck sozial- und gesellschaftskritische Themen ab und lässt uns, ähnlich dem Klassiker Falling Down, am Amoklauf eines vom Alltag gezeichneten Normalbürgers teilhaben, dem der Sinn am Leben flöten gegangen ist. Abermals fühlte ich mich immens unterhalten, Gordon versteht es, einfache Stories ungemein interessant und jederzeit spannend zu vermitteln. Edmond scheint dabei in der gleichen Aufnahme-Session wie Stuck gedreht worden zu sein, krankt er doch am exakt gleichen Problem. Die Wandlung des Charakters ist nicht unbedingt immer nachvollziehbar, ebenso handeln einige Charaktere nicht wirklich logisch. Wenn man einen fremden Mann mit ins Haus nimmt und der fuchtelt am nächsten Morgen mit einem Messer rum, dann ist man in der Regel nicht ruhig und schaut dem Treiben regungslos zu. Ebenso ist die teils sehr naive, teils sehr extreme Wandlung von Edmond nicht immer nachvollziehbar, hier outet Regisseur Gordon eindeutige Schwächen, er bewegt sich selten in derart tiefen seelischen Abgründen, wie es der Stoff eigentlich hergeben würde. Was bei Stuck absolut zu vernachlässigen ist, da es sich dabei meiner Meinung nach um eine satirische, schwarze Komödie handelt, fällt bei Edmond schon etwas schwerer ins Gewicht. Dennoch oder gerade dadurch, daß Gordon keine seelischen Exzesse abfeuert, ist der Film sehr angenehm zu konsumieren, wird niemals langweilig und unterhält zu jeder Zeit ungemein. Zudem schafft es Gordon, eine ansprechende, stilvolle Atmosphäre zu erzeugen, umrahmt mit tollen Bildern, toller Musik und teils grandiosen Schauspielern. Das Sammelsurium aus Stars erinnert ein wenig an Tarantinos Handschrift, ohne daß Gordon seine Schauspieler aber derart cool und mit den grandiosen Dialogen in Szene zu setzen weiß, was aber nicht heißt, daß er nicht auch hier sein Handwerk verstehen würde.
Im Großen und Ganzen ist Edmond ein kurzweiliger, hochinteressanter, abermals kleiner, dreckischer Film geworden, der zwar nicht so tief in die Materie abtaucht, wie es möglich gewesen wäre, aber durch seinen Easy-Listening-Charme sehr gut zu unterhalten weiß und auch hin und wieder unter die Haut geht.
Apropos Haut, einzig die entsetzliche, künstliche Glatze von Edmond, am Ende des Filmes, hätte man sich sparen können. Da hätte William H. Macy sich wirklich mal durchringen können, seine Haare abzuschneiden, oder sein Kopf wirkt ohne Haare wirklich derart groß, das kann ich mir aber kaum vorstellen.
Mit diesem für mich letzten Film wird mir das FFF2007 jedenfalls als Stuart Gordon-Festival in positiver Erinnerung bleiben. | lexx sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | |           09.08.2007, 07:37 | | |
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Neben der Spur | Direktlink  | Edmond Burke hat sein jetziges Leben satt. Eigentlich weiß er das schon lange, aber erst die Bestätigung durch den spontanen Besuch bei einer Handleserin lässt ihn endgültig wahrhaben, das er im falschen Film ist. So verlässt er Wohnung und Frau, um die Nacht umherzustreifen auf der Suche nach..? Er weiß es im Grunde selbst nicht.
Was er auf seinem Streifzug durch die Stadt erlebt und vor allem tut und wie er sich dabei verändert, ist für den Zuschauer kaum nachvollziehbar und wirkt unstimmig. Dazu ist die Figur Edmonds, wie sie uns zu Beginn vorgestellt wird, zu intelligent, sich ihrer selbst zu bewusst und zu kontrolliert. Auch die Tatsache, dass da schon lange etwas unter der Oberfläche brodelt, reicht nicht aus, plausibel zu machen, was geschehen wird. Es fehlt der überzeugende Auslöser, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Vor diesem Hintergrund wirken dann auch die Dialoge, die eigentlich für sich stehend ganz O.K. sind, irgendwie unglaubwürdig. Seine Worte fühlen sich an wie heiße Luft. Er redet viel, doch er sagt nichts.
Positiv seien das große Staraufgebot und der stimmungsvolle Soundtrack erwähnt. Des weiteren die kurze Länge, mehr hätt's wirklich nicht gebraucht.
Der Film streift einige sozial- und gesellschaftskritische Themen, vor allem der amerikanischen Nation.
Fazit
Der schwarze Humor versickert irgendwie, die Idee hatte sehr viel mehr Potenzial. Zu simpel in der Ausführung, war hier nicht nur Edmond neben der Spur. | Frank | |           26.10.2008, 23:25 | | |
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