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OSS 117: Cairo, Nest of Spies (2006)
Touché! | Direktlink  | Wunderbar: Mit OSS 117 hat das Festival in Stuttgart endlich sein erstes Highlight! Und das mit einem Film, der aussieht, als gehöre er gar nicht auf das Fantasy Filmfest sondern eher auf „Das Vierte“. OSS 117 bezaubert vor allem dadurch, Stil und Atmosphäre der etwas billigeren Agentenfilme der 50er und 60er originalgetreu zu reproduzieren – und mal fast unmerklich, mal sehr offensichtlich zu parodieren.
Hauptdarsteller Jean Dujardin schafft es dabei mit seiner Überheblichkeit und Ignoranz nicht nur blasierte Filmagenten sondern vor allem auch das ausgeprägte Ego seiner französischen Landsleute satirisch vorzuführen. Dabei bestreitet Dujardin einen Großteil seines schauspielerischen Einsatzes allein mit seinen Augenbrauen!!!
OSS 117 hat zwar nicht die hohe Gagdichte der NAKED GUN und AUSTIN POWERS Filme, dafür aber hat er Stil. Und das ist heute wirklich selten geworden im Kino. Solange die Fortsetzung, die OSS 117 vermutlich in den Iran schickt, noch nicht abgedreht ist, empfiehlt sich THE MAN WHO KNEW TOO LITTLE für ein Double Feature!
Fazit: Zerberstende Pappschranktüren, absurde Faustkämpfe, schöne Frauen in schöner Unterwäsche, schlechte Rückprojektionen – ein Fest für Freunde nostalgischer Agentenfilme und intelligenten Humors. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           27.07.2007, 10:53 | | |
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Le Retour de Sean Connery | Direktlink  | OSS117 ist der Bond, den sich all diejenigen wünschen, die Daniel Craig in die Wüste schicken würden, weil er Bond zu einem Frauenversteher und plumpen Raufbold ohne Hauch von Eleganz verkümmern lässt.
In die Wüste, genauer nach Cairo, wird OSS117 gesendet, um dort einen etwas verzwickten Fall zu lösen. Ehrlich gesagt, irgendwann hab ich bei dem ganzen Tohuwabohu ein wenig den Überblick verloren, wer jetzt eigentlich auf wessen Seite steht und warum.
Egal. Als ob das wichtig wäre. OSS117 löst diesen Fall natürlich, zur Zufriedenheit aller. Sämtliche feindlichen Agenten beißen ins Gras. Sämtliche anwesende Damen verlieben sich in OSS117. Sämtliche politische Konflikte werden gelöst, und das trotz der im wahrsten Sinne des Wortes politisch nicht korrekten Witze en masse.
Der Film rennt bei mir offene Türen ein, Formen und Farben stammen direkt aus den 50/60er Jahre, einschließlich schlechter Rückpro, Cocktailkleider, Easylistening-Filmmusik, ganz zu schweigen, von einem Hauptdarsteller, der dem jungen Sean Connery nicht nur ähnlich sieht, sondern auch seine Gesten bis ins Detail fortführt. Die Welt wartete auf ihn, wo er auftaucht, geht die Sonne auf.
Und seien wir ehrlich: ein Film, der in Rom beginnt und sich Damen auch gleich zu Beginn freiwillig fesseln lassen, kann nicht schlecht sein.
Ja, hier ist die Welt noch in Ordnung. Dass natürlich OSS117 ein Macho bis in die Fingerspitzen ist, sein grundsätzlich zur Arroganz reichendes selbstsicheres Auftreten nicht immer passend ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber solange er das alles ungestraft tun darf, bleib ich ihm treu.
Daniel Craig hätte sich jetzt entschuldigt. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 6, Köln |           12.08.2007, 10:42 | | |
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Mit Schirm, Charme und Pistole | Direktlink  | OSS 117 ist der geforderte Vergeltungsschlag von all denen, die früher immer Blödelparodien wie AGENT NULL NULL NIX und Co. erdulden mussten. Endlich mal wieder eine Parodie, die wirklich witzig ist, ohne dabei auch nur für eine Sekunde in den Fäkalbereich zu rutschen oder auf Schenkelklopfer a la DATE MOVIE, EPIC MOVIE und Konsorten zu setzen. OSS 117 ist diszipliniertes Hommagekino, von dem es heutzutage leider viel zu wenig gibt.
In der tragenden Hauptrolle sehen wir Jean Dujardin. Zur Zeit ist dieser ebenfalls im französischen Thriller COUNTER INVESTIGATIONS zusehen, außerdem hatte der Mann tragischer Weise eine Rolle im furchtbaren LUCKY LUKE Film mit Till Schweiger. (Lustiger Weise sogar der gleiche Regisseur, man kann es kaum glauben!) Zum Glück darf man mitteilen, dass beide nach diesem filmischen Desaster wieder genesen sind. Dujardin liefert eine unglaublich überzeugende und aberwitzige Performance ab. Was der Mann mit seinen Augen und seinen Mundwinkeln anstellt – zum niederknien. Fast werden Erinnerungen an Louis de Funés wach. Auch wenn Dujardin einige Male etwas überzieht, passt er doch definitiv perfekt in diese Rolle.
Ansonsten ist OSS 117 ein vorzüglicher RipOff der verschiedensten Agentenfilme, nicht nur der BOND-Reihe. Es wird im Akkord zitiert und nachgestellt, gerade was die verschiedenen Posen der Charaktere angeht, aber auch die zahlreichen Kulissen. Durch die Liebe zum Detail wirkt OSS 117 nie wie ein Film, der krampfhaft versucht eine bestimmte Ästhetik nachzuahmen. Die Ausstattung verschmilzt so perfekt mit der Erzählung, dass wir diese wunderbar nostalgische Optik nie in Frage stellen. Ein weiterer großer Pluspunkt ist natürlich die charmante Art, mit der uns die vielen Gags vorgetragen werden. Da wird einem schnell klar wie anstrengend und nervig der Großteil dieser lauten, schockgeilen US-Produktionen eigentlich ist. Es bedarf nicht immer dem Griff in die Toilettenschüssel um sein Publikum zu unterhalten. Nein, OSS 117 schafft das selbst im Jahre 2007 noch auf gelassene, unverkrampfte Art und Weise, ohne deswegen zahm zu wirken. Hinter dem eng geknüpften Deckmantel verbirgt sich nämlich der ein oder andere diabolische Lacher. Denkt man nur einmal darüber nach, auf welche geniale Weise hier das heterosexuelle Steckenpferd einer ganzen Generation demontiert wird, ist das Alles eigentlich schon verdammt genial. | Timo sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt |           15.08.2007, 08:33 | | |
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Der beste Bond, den es nie gab | Direktlink  | Was für ein großartiger Film!
Der Film ist nicht nur eine Hommage an/ Parodie auf sämtliche Bond Filme, vor allem der 60er Jahre, er handelt auch gleich sämtliche Nachzieher (OSS 117- das ernstgemeinte Original!) und das gesamte Agentenfilmgenre dieser Zeit mit ab.
Die Story ist so komisch wie hintergründig (Frankreichs Kolonialpolitik), es findet sich auch manche Albernheit, ohne dabei jedoch jemals in den peinlichen Furz Humor der Austin Powers Filme abzurutschen.
Liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet wird bis auf den Punkt genau der Stil und die Technik (Autofahrten!) des 50er und 60er Jahre Kinos wiedergegeben. Der Film ist durchweg bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt, aber Jean Dujardin in der Hauptrolle schlägt wirklich alles und jeden. Der Mann muss jeden Sean Connery Bond unzählige Male gesehen haben, denn obwohl er ihm auf den ersten Blick nur entfernt ähnlich zu sehen scheint, schafft er es doch jede Geste, jeden Gesichtsausdruck, jede Bewegung bis hin zur Kusstechnik (!) Connerys perfekt zu imitieren (ohne sein Vorbild dabei zu denunzieren): Großartig!
Man muss (und kann problemlos) den Film sicherlich noch mehrere Male sehen, um alle Gags und Kniffe mitzubekommen. So allein lag das gesamte Kino schon von der ersten Minute an unter dem Kinosessel vor Lachen, mit Sicherheit schon jetzt die Stimmungsgranate des diesjährigen Filmfestes.
Leider hat der Film hierzulande (unverständlicherweise) wohl noch keinen Verleih, es bleibt daher derzeit nur der Griff zur DVD. Hier sei die französische DVD empfohlen, diese hat auch eine Untertitelspur in Englisch!
Angucken ist jedenfalls Pflicht!!! | MiniMe69 sah diesen Film im Cinemaxx 6, Berlin |           20.08.2007, 12:03 | | |
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