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Doomsday (2008)
Clownsday | Direktlink  | The Descent hat mir durchaus gefallen, die klaustrophobische Kulisse und die fiesen Monster hatten definitiv ihren Reiz, auch wenn der Film sicherlich auch ein wenig Potential verschenkt hat. Trotzdem gilt Neil Marshall seit The Descent als absolute Genre-Granate mit Blockbuster-Potential, und das gilt für Doomsday erst recht. Neil Marshall hatte eine Menge Geld zur Verfügung und das sieht man an jeder Ecke, dieser Film ist durchgestylt bis zum letzten Quäntchen. Die Idee, Schottland und seine vom Virus bedrohten und teils befallenen Bewohner durch eine riesige Mauer vom Rest der Welt abzuschotten, ist ein gelungener Schachzug, denn wie schon in The Descent begeben sich die Akteure abermals in ein abgeschlossenes Areal, ohne zu wissen, was auf sie zukommt, aber mit der Vorahnung, dass es nichts Gutes sein kann. Der Zuschauer ist enorm gespannt darauf, was sich hinter den Mauern, in dieser Hölle befinden mag. Das, was die Akteure im abgesperrten Areal erwartet, ist dann wirklich bunter und verrückter, als alles, was ich bisher in einem Action-Film gesehen habe. Grossstadt-Punks, Kannibalen oder besattelte Ritter in kompletter Rüstung, Popmusik zur Verstümmelungs-Orgie, rasende Verfolgungsfahrten auf dem Highway, hier steckt wirklich alles drin, was Neil Marshall irgendwie in den Sinn gekommen ist. Ob einem das gefällt oder nicht, entscheidet letztlich die persönliche Vorliebe, wer rein mit der Erwartung den Film besucht, Action in Reinkultur zu erleben, auf Blockbuster-Niveau und mit einigen schönen Splatter-Einlagen, der wird definitiv seine Freude an Doomsday haben, nur bitte keinen abgefuckten Genre-Film erwarten. Wer The Descent bereits albern fand, der wird Doomsday definitiv hassen, so viel steht fest. | lexx sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           30.03.2008, 03:04 | | |
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Friseurinnungs-Doomsday | Direktlink  | Du stehst auf „Mad Max“? „Frankie goes to Hollywood“ im Soundtrack machen dir keine Pickel? Albernste Storylines und Figuren zum Fremdschämen gehen okay für dich, solange es oft genug knallt und scheppert? Kurz: du würdest auch Boll-Filme mögen, wenn die bei allem Trash nur einfach ein paar schickere, größere Bilder und technische Qualität bieten würden? Dann, Bingo, hast du mit „Doomsday“ deinen Gral gefunden.
Ganz ernsthaft und vor allem wertneutral: wer sein Herz an die Filme der 80er verloren hat, dem dürfte „Doomsday“ mit einiger Wahrscheinlichkeit richtig gut gefallen. Wer allerdings bei einem Film von Neil Marshall etwas in der Art von „Dog Soldiers“ oder gar „Descent“ erwartet; wer an einer Allergie gegen Klamotten, Musik und vor allem Frisuren der 80er Jahre leidet; wer Filme nicht ertragen kann, die permanent die abgenudeltsten Klischees bemühen – der sollte besser fernbleiben.
Aber auch jeder andere, der nicht zufällig Fan der Band ASP ist, sollte beim „Doomsday“-Screening auf den FFF-Nights den Saal zumindest mit ein paar Minuten Verspätung betreten. Denn dem Film vorangestellt ist ein Puppen-Stop-Motion-Video von Magna Mana. Genau, den Machern des FFF-Trailers 2007. Klingt ja eigentlich super – dumm nur, dass dieses Video übelster, verkitschter Mist ist. Aber damit passt es wenigstens zum peinlichen ASP-Song, den es visualisiert.
Naja, die Geschmäcker sind verschieden, und entsprechend gehen die Meinungen hier wohl weit auseinander. Wie auch beim Hauptfilm. Dass wir es hier nicht mit einem Innovations-Bratzen zu tun haben würden, war ja schon nach der Eröffnungssequenz klar, die fröhlich eine Szene aus „Resident Evil 3“ nachspielt. Aber hey, Geschichten über einen tödlichen Virus, der Menschen deformiert und gegen den sich die glücklichen Nicht-Infizierten mit aller Macht abschotten wollen, nimmt man doch immer gerne mit. Dass dieser Virus ganz Schottland entvölkert, die Briten eine Mauer um das komplette Landesgebiet ziehen und das größte Ghetto der Welt in der Folge zu einem einzigen Leichenfeuer wird – auch nett.
Da fängt es dann aber schon an mit der „Klapperschlange“-Kopie. Denn als das Virus ein paar Jahrzehnte später auch in England ausbricht und man in den Straßen Glasgows Überlebende entdeckt – mithin ein Gegenmittel vermutet –, wird eine Elitetruppe rübergejagt, um jenes zu finden. Und man gibt ihr genau 48 Stunden Zeit...
Okay, Kurt Russel sah schon immer scheiße aus, aber die Story an sich war ja nett. Mit einem hübschen Frauchen in der Hauptrolle könnte ein Remake also ja was werden? Hätte klappen können, ließ sich nämlich enorm stimmungsvoll an, die Erforschung des verwilderten Glasgows. Dumm nur, dass dann eine Horde kannibalistischer Endzeit-Punks auftaucht, zu einem alten Song von Siouxsie and the Banshees die Röcke lüftet und überhaupt einen auf voll Anarchie, Alter macht.
Man ist noch von der absurden Albernheit des Ganzen irritiert, da stürzt unser kleiner Elitetrupp auch schon in die nächste peinliche Szenerie: eine Mittelalter-Enklave samt Rittern in knarrender Rüstung, die unsere Helden auch lieber tot sehen wollen.
Es folgen einiges an Gefighte und Explosionen hie und da, und auch eine fast 1:1-Kopie der Road Rage-Sequenz aus „Mad Max“. Inklusive den erwähnten „Frankie goes to Hollywood“. Und irgendwann ist der Spuk dann auch zu Ende.
Vermutlich war es voll und ganz Marshalls Absicht, eine 80er-Hommage hinzulegen. Falls ja, wäre ihm das absolut gelungen. Falls „Doomsday“ aber irgendetwas anderes sein wollte: oh je, darüber will ich lieber gar nicht nachdenken.
Wer an den alten Schinken seine Freude hat: viel Spaß dabei. Für mich war das Megatrash, oft jenseits der Schmerzgrenze. Und mehr als 4 Punkte sind aus meiner Warte nicht drin. Wie hieß es noch so schön? We don’t need another Hero. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           30.03.2008, 04:41 | | |
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"If you're hungry, try a piece of your friend!" | Direktlink  | ...ist einer der markantesten one-liner in Neil Marshalls Endzeit-Actionmovie "Doomsday", und könnte tatsächlich auch auf den guten Herrn Regisseur selbst zutreffen, der hier jede Menge liebgewordener Genre-Klassiker verhackstückt und zitiert hat - nur leider auf eine ausgesprochen gar nicht hungrige, unoriginelle Art und Weise. Das fängt an bei "Resident Evil", "The Stand" und "28 Days Later", und geht dann weiter über "Mad Max", "Escape from New York" und "Apocalypse Now", garniert mit ein paar absurd-albernen und extrem cheesy daherkommenden New-Wave-1980er Reminiszenzen (ach so wilde Punker-Horde feiert ausgelassen-anarchische Feten mit alten Indie-Hits), bevor auch schnell noch Mal ein bisschen "Highlander"-und "Robin Hood"-ähnliche Sequenzen obendrauf gepackt werden. Der Film kommt beinahe schon wie eine zitatreiche und quietschbunte Reise durch die Geschichte des phantastischen Films des 20 Jahrhunderts im Extrem-Zeitraffer daher, und knallt den Zuschauenden die Bilder in einem dermaßen hohen Tempo vor die Augen, dass Eine_R/_/M schon fast schwindelig werden könnte.
Warum also macht das Ganze dann aber dennoch so verdammt wenig Spass?
Nun, zuerst einmal nimmt sich der Film in seiner Gesamtheit zwar eigentlich nicht wirklich ernst, erzählt seine Geschichte dann aber viel zu laaaaaangatmig, uninspiriert und way too much auf "cool um jeden Preis" getrimmt - denn so wild, verrückt und durchgeknallt, wie sich obiger Abschnitt liest, sind gerade Mal die (wirklich toll gemachten) Set-Designs. Marshall schafft es aber leider in keiner Sekunde, diese Bilder wirklich mit Leben zu füllen - ein bloßes Aneinanderklatschen von Zitaten reicht nun Mal leider nicht aus, um genre-erfahrene Afficionados bei der Stange zu halten, und ist schon gar kein Ersatz für eine brauchbare Storyline (oder auch nur etwas entfernt Ähnliches). Bis die Einsatztruppe Glasgow erreicht hat, war wenigstens noch ein Spannungs-Minimum à la "Na, was werden sie wohl vorfinden?" vorhanden. Von da an kippte der Film dann aber blitzschnell in auf A-Movie getrimmten Ultratrash um - der aber für Trash zu staubtrocken und nicht augenzwinkernd genug erzählt ist. Auch die versammelte Schauspieler_Innen-Riege agiert dabei nicht besonders herausragend - und als dann auch noch B-Movie-King Malcolm McDowell als derangiert-wahnsinniger König-in-spe auftauchte, hätte ich fast lachen müssen vor lauter Absurdität.
Ich hielt ja schon "The Descent" für reichlich überbewertet - im Gegensatz zu "Doomsday" hatte der allerdings Atmosphäre, glaubhafte Charaktere, Spannung, und eine (wenn auch nicht besonders originelle) Story aufzuweisen. All das geht "Doomsday" jedoch ab, und so muss ich leider konstatieren, dass dieses saft- und kraftarme 30-Millionen-Dollar-Machwerk wohl Neil Marshalls ganz persönlichen "Doomsday" darstellt.
Solltet ihr hungrig sein, dann probiert lieber was Anderes als "Doomsday" - dieses filmische Gericht ist einfach zu fad im Geschmack und zu nährstoffarm, als dass es appetitanregend oder gar sättigend wirken könnte.
Fazit: Zwar nett anzusehender, mit jeder Menge eye candy zugekleisterter no-brainer, der einmal im Highspeed-Tempo durch die Genreperlen der letzten 20 Jahre hechelt, und dem dabei leider aber Spass, Spannung und Atmosphäre irgendwo auf der Strecke verloren gehen - falls sie überhaupt jemals wirklich im Reisegepäck vorhanden gewesen waren. | die_Lachsschaumspeise_! sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           30.03.2008, 12:55 | | |
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Was war DAS denn..??!! | Direktlink  | .. dieser Streifen war so dermassen *SCH....* .. dass er schon wieder richtig GUT war .. =)
Gehirn ausschalten, in Erinnerungen schwelgen, und sich einfach überschwappen lassen von der Suppe, die da zusammengemixt wurde ... !!!!!!!!!!
Ich bin bekennender Mad Max II Fan .. (und auch so alt, dass ich ihn noch im Kino sah) .. und hab nur noch den Kopf geschüttelt und gelacht .. !! ...
Das Ganze ist für mich *einfach NUR* UNTERHALTUNG ... Lachen, Kopfschütteln, wieder Lachen ... und ganz sicher ein Film, den man sogar öfters ansehen kann, weil man beim ersten Mal die ganzen Hiebe gar nicht erkennt ....
Für die *ach, was ist FFF und FFFNights doch ernst..!!* gewiss kein Film ... aber für puren Spaß sicherlich eine Perle (besonders, wenn man die Altersgrenze hat, um die ganzen Insider *gags* auch noch zu kennen ....)
Mir hat er Spaß gemacht .. und zwar richtig ... und das soll ja ab und an auch mal gut tun, oder??? | Elenor |           31.03.2008, 00:34 | | |
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6 Filme zum Preis von einem | Direktlink  | In irgendeinem Schrank werden sie noch sein, die Videokassetten, auf denen die ersten Gehversuche von Neil Marshall gebannt sind und einer liebevollen Restaurierung harren. Sicher hat er damals, wie jeder Filmbegeisterte, seine Lieblingsfilme nachgedreht, sei es mit Playmobilfiguren als Animation, oder mit seinen Klassenkameraden auf dem Schulhof.
Nun sind diese Amateurvideoproduktionen von damals sicher wichtig für die weitere Entwicklung von Marshall gewesen, aber einen Grund, 25 Jahre später mit viel Geld diesen Kindertrieb noch mal auszuleben, stellen sie eigentlich nicht dar. Dass wir jetzt dennoch eine bisweilen liebevolle Aneinanderreihung von "28 Days later", "Die Klapperschlange", "Aliens", "Mad Max II", "Herr der Ringe", "Robin Hood" und wieder "Mad Max II" gezeigt bekommen, deutet auf die Beharrlichkeit Marshalls hin, diese Argumentation einfach zu ignorieren. Liebevoll deshalb, weil es Marshall tatsächlich so weit treibt, auch die jeweilige Musik aus dem Film klingen zu lassen - wenn nicht gerade irgendein Gassenhauer aus den 80er aufgelegt wird. Das gibt dann einen wüsten Mix aus James Horner-Gruselmusik, John-Carpenter-Beats, "Eye of the Tiger" Intro und - Oberknaller! - Frankie goes to Hollywood bei der Verfolgungsjagd.
Ob man das braucht, ist die andere Frage. Denn bis auf wenige Momente funktioniert das ganze schlichtweg nicht. Nicht dass der Film sich etwa ernst nehmen würde, das tut er sicher nicht. Aber es reicht eben nicht, Kult nachzudrehen, um kultig zu werden, und für guten, unterhaltsamen Trash ist das alles wiederum zu gewollt. Auch der nette Gag, dass die Luxuslimousine bis zum Schluß keinen Kratzer abbekommt, ist nichts von dauerhaftem Wert (und ich unterstelle jetzt mal, dass das Absicht war und nicht etwa ein Continuity-Fehler).
Dafür dreht Marshall ganz schön am Temporad, und übertreibt es bei einigen hektischen Schnittfolgen, die bis an die Grenze der physischen Wahrnehmbarkeit gehen, deutlich. Mehr als einmal wurde mir erst aus dem Zusammenhang klar, was da jetzt wohl zu sehen gewesen ist.
In China oder in sonstigen Ländern, in denen Copyright eher wörtlich als das Recht zu Kopieren verstanden wird, hätten sie sich vermutlich so viel Arbeit erst gar nicht gemacht. Sie hätten einfach die passenden Szenen aus den gewünschten Filmen zusammengeschnitten, neu vertont und fertig. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom, Köln |           06.04.2008, 02:05 | | |
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Mad Max 4 meets... Na und?! | Direktlink  | Vorneweg kann ich die 1-Punkt-Bewertung überhaupt nicht nachvollziehen!! O.K., muss ich auch nicht, jeder hat einen anderen Geschmack. Jedoch hat der Film mir und meinen beiden Kumpels genau das geboten, was der Trailer schon vorher sehen ließ!
Und auch wenn hier viele schreiben "Mad Max meets I am Legend bzw. Omega-Mann" (sehe ich z.B. nicht so) oder "Mad Max meets ....of the dead" oder sonst irgendwas. Ganz ehrlich, Mad Max IV gibt es bisher nicht und eine Art neuer Mad Max mit der heutigen Technik ist vielleicht genau das, was Fans dieser Filme mal wieder sehen wollen?!
O.K., der Film hatte zu Beginn ein par Längen und bei einigen Szenen zu schnelle Schnitte für meinen Geschmack, aber er hatte auch tolle Ideen, einen wirklich widerlichen Gegenspieler und einen tollen Soundtrack. *lol* Und für die letzten 20 Minuten lohnt sich der Film nun auch auf jeden Fall.
Wie gesagt, einzig die anfangs zum Teil zu schnellen Schnitte und die Längen zu Beginn geben dem Film für mich einen faden Beigeschmack. Das der Film keine eigenen Story-Ideen hat, stört mich überhaupt nicht!! Dann eher dieser schawüle Englisch-englische Akzent. ;)
Lasst dieses Mad-Max meets... an euch heran. Und wenn ihr damit klar kommt, ist der Film gar nicht so übel. Es ist kein Denk-Film, sondern Popcorn-Kino (und vergesst das Bierchen nicht). :) | BARROCK sah diesen Film im Cinedom, Köln |           06.04.2008, 15:32 | | |
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