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Mother Of Tears: The Third Mother (2007)
Who wants to eat the girl? | Direktlink  | Nach dem filmischen Output des Maestros der letzten Jahre erfüllte den leidensfähigen Argentofan ein leichtes Unbehagen, als Dario sich nach annähernd 27 Jahren an die Komplettierung der "Drei Mütter"-Trilogie machte. Leider zu Recht..
Viel war zu lesen über erhebliche Budgetkürzungen und Änderungen am (nach ersten Auszügen im Net) gar nicht uninteressanten Skript. Was ist geblieben: Asia (war auch schon mal besser) stolpert auf der Suche nach der "Mother of tears" durch eine papierfadendünne Story, Udo Kier rollt mit den Augen und Daria Nicolodi hat als engelhafte Erscheinung die dümmsten Textzeilen. Man verstehe mich nicht falsch, gegenüber den Totalausfällen "Phantom of the opera" und "Card Player" ist "Mother of tears" eine deutliche Steigerung, das war allerdings wirklich auch nicht allzu schwierig. Argentos Filme bestachen ja nie durch die sonderlich ausgefeilten Drehbücher, konnten aber auf atmosphärischer Seite enorm punkten. Nicht einmal dies gelingt der "Mother"; Farben und Kameraführung sind unspektakulär und die sich langsam entwickelnde, weltumfassende Bedrohung manifestiert sich nahezu ausschließlich durch eine handvoll ausgeflippter Hooligans und albern kichernde Gothic-Bräute, die (wahrscheinlich auf dem Weg zum nächsten Gucci-Store) durch Rom schlendern. Spannung kommt nur ansatzweise auf, statt dessen schüttelt der Betrachter den Kopf über die überzogenen Goreszenen und bleibt (ein Hauptvorwurf!) völlig distanziert. Das Ende ereilt einen dann ähnlich abrupt wie bei "Inferno".
Positiv bleibt neben einigen netten Einfällen und Verweisen auf die ersten beiden Teile in erster Linie Morian Atias als "Mater Lachrymarum", die nicht nur optisch sondern auch von der Ausstrahlung überzeugen kann. Ihr wäre mehr Screentime zu gönnen gewesen.
Fazit: Kein Totalreinfall, für Fans aber eine bittere Enttäuschung. | Lovecraft |           17.07.2008, 15:23 | | |
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Schwacher "Mütter"-Abschluss | Direktlink  | Dario Argento hat schon wieder eine Komödie gedreht. Natürlich lag das keineswegs in seiner Absicht, aber ich habe nie eine spaßigere Argento-Parodie gesehen als „The Mother of Tears“. Zuvor hatte sich die Horrorlegende ja schon in „The Card Player“ (2004) erfolgreich im Genre der unfreiwilligen Selbstpersiflage geübt. War jener Film jedoch von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur schlecht und peinlich (aber lustig!), so schleichen sich in „Mother of Tears“ auch wieder einige – wenn auch wenige – gelungene Elemente ein.
Zunächst einmal handelt es sich bei dem Film bekanntermaßen um den von Fans seit Jahrzehnten (!) erwarteten Abschluss von Argentos „Mütter“-Trilogie, die ihren Anfang mit dem grandiosen „Suspiria“ (1977) nahm, und die drei Jahre später mit dem nicht mehr ganz so großartigen, aber immer noch sehr sehenswerten „Inferno“ (1980) fortgesetzt wurde. Nun, 27 Jahre sind eine lange Zeit, und diese ist nicht spurlos an Argento vorbeigegangen. Seine Ruhmestage liegen lange zurück, und spätestens nach „Opera“ (1987) nahm die Qualität seines Schaffens merklich ab. Gelegentlich gab es auch später noch einen „Ausrutscher“ nach oben – beispielsweise „The Stendhal Syndrome“ (1996) und „Sleepless“ (2001) –, aber die Tendenz zeigte nach unten und fand ihren Tiefpunkt im bereits erwähnten „The Card Player“, mit dem Argento schon mal ordentlich Anlauf nahm, seinen bis dahin sehr guten Ruf nachhaltig zu beschädigen.
Argento ist im Gegensatz zu seinem Freund und Kollegen George A. Romero – mit dem Blogger-Zombie-Film „Diary of the Dead“ (2007) – filmisch scheinbar noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Nichts gegen einen schön altmodisch inszenierten Film (im Gegenteil!), aber Argentos Stil wirkt heutzutage einfach nicht mehr frisch, sondern antiquiert. Das sieht man auch in seinem unbeholfenen Umgang mit modernen Technologien. Die zahlreichen CGI-Effekte in „Mother of Tears“ sehen richtig armselig aus und tragen bestimmt nicht zur Atmosphäre des Films, sondern höchstens zur Erheiterung des Zuschauers bei. Sicherlich war das Budget des Films nicht so hoch, als dass man sich erstklassige Effekte hätte leisten können – aber erstens gibt es dann die Möglichkeit, ganz darauf zu verzichten. Und zweitens sieht man an dem holprigen Einsatz der Effekte (also unabhängig von ihrer schlechten Beschaffenheit) überdeutlich, dass das alles für Argento ein Buch mit sieben Siegeln ist. Mit anderen Worten: Durch die CGI-Anbiederung hat sich Argento keinen Gefallen getan, sondern ein klassisches Eigentor geschossen.
Der Plot des Films ist unglaublich konfus und voller unlogischer Wendungen. Ich muss aber zugeben, dass dieser Aspekt des Films gerade deshalb einen Heidenspaß macht (wenn auch eher aufgrund der unfreiwilligen Komik des Ganzen). Argento feuert seine trashigen Ideen aus allen Rohren, so dass man viel Abwechslung geboten kommt und nie weiß, was für bizarre Dinge einen als nächstes erwarten. Natürlich ist nur das wenigste davon gut, aber fast alles ist unterhaltsam. Nach dem Motto: Wenn schon schlecht, dann bitteschön so schlecht, dass es schon wieder gut ist. Die darstellerischen Leistungen sind unter aller Sau, auch die von Töchterlein Asia, die hier die Hauptrolle spielt und in der Vergangenheit schon gezeigt hat, dass sie mehr kann. Was soll man aber auch machen, wenn man hanebüchene Dialoge zum Sprechen bekommt, für die sich sogar Uwe Boll in Grund und Boden schämen würde? Udo Kier macht in seinem kurzen Auftritt noch das beste daraus und legt seine Rolle mit einer guten Portion Selbstironie an.
Wer sich von „Mother of Tears“ ein visuelles Fest erwartet hat und das hier liest, hat schon weiter oben im Text einen Dämpfer erhalten. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass „Suspiria“ der vom visuellen Standpunkt schönste aller Horrorfilme ist und zähle ihn zu meinen zehn Lieblingsfilmen in diesem Genre. „Suspiria“ – als Höhepunkt in Argentos Schaffen – sowie natürlich auch die Fortsetzung „Inferno“ und einige weitere seiner Filme wie „Phenomena“ (1985) haben einen starken surrealen Touch und eine märchenhafte Atmosphäre, wie man sie davor höchstens noch von Mario Bava, danach jedoch niemals wieder zu sehen bekam. Weder von Argento selbst noch von einem anderen Filmemacher. „Mother of Tears“ hat zwar nicht eine gar so triste TV-Optik wie „The Card Player“, lässt aber jegliche optische Extravaganz, die man bei einem „Mütter“-Film eigentlich erwarten dürfte, völlig vermissen. Eben wie erwähnt billige Computereffekte statt surrealer Ausleuchtung und Kameraeinstellungen und -fahrten.
Ab und an blitzt aber doch die ehemalige Klasse des Maestros auf und weckt wehmütige Erinnerungen an bessere Zeiten. In kurzen Momenten (wenn gerade niemand redet oder sonst etwas Peinliches passiert) kommt sogar ansatzweise so was wie Atmosphäre auf. Der Soundtrack Claudio Simonettis kommt zwar bei weitem nicht an die Goblin-Werke, die Argentos beste Filme untermalt und wesentlich zur Gesamtwirkung der Filme beigetragen haben, heran. Aber manchmal weht auch vermittels der Musik ein leichter Hauch des früheren Argento durch den Film. Viel zu selten natürlich. Zudem sind einige Kamerafahrten wirklich gelungen. Erwähnenswert sind die zwar nicht sehr zahlreichen, aber dafür ultraharten Gore-Effekte, die sehr gut gemacht sind und vom Härtegrad her die „Saw“- oder „Hostel“-Filme deutlich in den Schatten stellen. Probleme mit der FSK sind hier schon vorprogrammiert. Damit sind die wenigen positiven Seiten des Films genannt, die immerhin noch dafür sorgen, dass ich den Film zwei Punkte besser bewerte als „The Card Player“ seinerzeit.
Hoffentlich ist Argento nach diesem verspäteten Abschluss seiner „Mütter“-Trilogie der Ansicht, dass sich der Kreis geschlossen hat und dass er sich jetzt in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden kann. Finanziell ist er bestimmt so gut gepolstert, dass er es in Zukunft nicht mehr nötig hat, weiterhin am eigenen Denkmal zu sägen. | Herbert.West |           27.07.2008, 13:02 | | |
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La Terza Madre | Direktlink  | Dario Argento. Um den kam man in den 70er und Anfang der 80er einfach nicht herum, und "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe", "Deep Red" oder "Tenebre" waren stilbildende Gialli, "Suspiria" ein einziger Farbenrausch, den er mit "Inferno" - wenn auch ausgesprochen sinnfrei - weitersponn. Und dann brach er die Triologie einfach ab. Jahrelang mussten seine Anhänger auf die Vollendung der Sage um die drei Hexen warten - und stattdessen zusehen, wie der Stern von Argento im Belanglosen und in Selbstüberschätzung versank.
Froh war daher die Kunde, nach 26 Jahren die Triologie nun vollendet zu haben, und gleichzeitig musste man Angst haben. Was, wenn Argento eine weitere Bruchlandung hinlegt? Was, wenn er plötzlich wieder seine Aussetzer hat, nicht nur bei der Story - die sagen wir eh zweite Geige spielt - sondern auch stilistisch? So genial seine Einfälle oft sind, die grottigen Heavy-Metal-Einlagen in "Phenomena" schmerzen heute noch. Und überhaupt, wenn so viel Zeit zwischen Planung und Umsetzung vergeht, kommt meist nicht Allzugutes bei raus, der Schwung fehlt, der Funke nicht mehr da und die Zeiten ändern sich.
Fast wie um auf Nummer sicher zu gehen, versammelt Argento seine wichtigsten Mitwirkenden um sich herum: Asia Argento, seine Tochter, Daria Nicolodi, seine Ex und Mutter von Asia (und für den ganzen Mütter-Spuk eigentlich verantwortlich, erzählte sie doch Dario von den Sage), Coralina Cataldi-Tassoni, der unvermeidliche Udo Kier, Claudio Simonetti als Komponist. Jeden von ihnen kennt er seit mindestens 20 Jahren.
Und was ist dabei nun rausgekommen? Kurz durchatmen, weder das eine noch das andere. Es ist keine Bruchlandung und auch kein Wendepunkt oder Anknüpfungspunkt an alte Zeiten. Aber vor allem ist es kein Film, den man völlig unvorbereitet nachvollziehen kann.
Sinn macht der Film also nur, wenn man sich in Argentos Kosmos einigermaßen auskennt und zurechtfindet. Es ist ein Argento-Film für Argento-Fans, die sich die Komplettierung gewünscht haben. Eine durchgehende, sinnvolle Handlung sucht man vergebens, stattdessen werden drei bis vier Geschichten angefangen und irgendwann fallengelassen. Nichts neues für den Argento-Kenner, ein Affront für alle übrigen Kinobesucher.
Sinn macht es deshalb auch nicht, Argento vorzuwerfen, er wäre nicht in der Jetztzeit angekommen. "La Terza Madre" ist ein Film aus den 80ern, bedient sich ausgiebig bei eben jenen "Phenomena" und bei seinen Ausflügen als Produzent bei "Demons" und "The Church", ohne dabei die Videoclipästhetik und die knalligen Farben zu verwenden. Überhaupt nutzt er - im Gegensatz zu den beiden anderen Teilen der Mütter-Reihe - Farbe nur sehr zurückhaltend und bedeckt. Wenn da mal ein rotes Kleid und rote Lippen auftauchen, ist man fast froh über den Farbklecks.
Wer ein aufmerksames Auge hat, wird auch einige formale Fehler finden, da bricht die Nacht dann doch mal recht unvermittelt ein, oder der Flieger wechselt die Fluglinie. Gedreht ist der Film übrigens mal wieder in Rom und Turin, obwohl er - wie seine früheren Gialli - ausschließlich in Rom und Umgebung spielt, auch das hat Tradition bei Argento.
Damit hat Argento nun alle Erwartungshaltung erfüllt, sowohl die positiven als auch die negativen. "La Terza Madre" war der Film, den wir uns von ihm gewünscht haben - nun kann er verdient in Ruhestand gehen. Wenn er mal Geld braucht, kann er ja einfach ein Remake seiner alten Filme produzieren lassen. Angesichts der Recycling-Erfolge sollte dabei genug herausspringen, selbst wenn niemand ein Remake von "Suspiria" braucht.
Grazie Dario. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 9, Köln |           22.08.2008, 04:00 | | |
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Die gute Nachgeburt | Direktlink  | Dario Argento hatte früher einmal wirklich meine Bewunderung – „Suspiria“ und „Phenomena“ gehören zu den beeindruckendsten Horrorfilmen, die ich in meiner Jugend gesehen habe. Auch „Stendhal Syndrome“, 1997 auf dem FFF genossen, gefiel mir noch ausnehmend gut – anders als den meisten Hardcore-Argento-Fans. Lag vielleicht auch an Asia Argento, die ich hier zum ersten Mal richtig wahr nahm – und klasse fand.
Dann aber kamen Trauerspiele wie „Sleepless“ und vor allem „The Card Player“, und im Laufe der Jahre kühlte sich meine Begeisterung bis unter den Nullpunkt ab. Es war und ist mir unerklärlich, wie jemand mit so langer Regieerfahrung und einer ganzen Zahl von Meisterwerken in der Filmographie auf ein solches Amateurlevel absinken konnte, wie sie Argentos letzte Filme repräsentierten.
So, nun kam also „Mother of Tears“, auch „Abschluss der Mütter-Trilogie“ genannt. Schon seit dem Erscheinen der DVD hagelte es Verrisse sondergleichen, und auch bei f3a.net schnitt der Film bislang insgesamt ziemlich negativ ab. Aber nicht nur deshalb setzte ich mich heute mit einer Null-Erwartung in den Saal: In der Eröffnungsrede zum Film davor entschuldigte sich der Rosebud-Sprecher geradezu dafür, „Mother of Tears“ überhaupt zu zeigen. Man habe ihn nur ins Programm genommen, weil viele Argento-Fans regelrecht darum gebettelt hätten. Was nun auch nicht gerade wie eine Empfehlung klang...
Aber hey, was soll ich sagen: mir hat der Film Spaß gemacht. Überwiegend. Und ja, er hat mich positiv überrascht. Er war stellenweise extrem brutal, er hatte mit Rom eine angenehme Kulisse und vor allen Dingen war er durchaus reichlich spannend inszeniert.
Nicht falsch verstehen, er hatte jede Menge üble Schwächen, die aber für viele Argento-Filme typisch sind und sich fast ausnahmslos unter Drehbuchmängeln subsumieren lassen: debile Dialoge, Logik-Lücken, zahllose Zufälle und sonstige hanebüchene Handlungsschwenks und überhaupt, Ehrensache, den Unwahrscheinlichkeits-Generator auf permanenten Hochtouren. Fast hätte ich daneben die häufige unfreiwillige Albernheit des Geschehens vergessen – ich sage nur „Terror-Affe“. Und über die schauspielerischen Leistungen decken wir ohnehin lieber den Mantel der Verschwiegenheit. Was leider auch Asia betrifft, deren darstellerisches Repertoire sich hier auf variierende Level von Irritation, Hilflosigkeit und Hysterie beschränkt. Aber na ja, Gehetztheit hatte selten ein hübscheres Gesicht... Dass sie es allerdings immer noch nötig hat, ihre nackten Brüste in einem B-Movie zu zeigen? Vielleicht war das aber auch ein emanzipatorisches Statement, das ich nicht so ganz verstanden habe.
Ich habe noch gar nichts zur Story gesagt, aber das hat auch seinen Grund: denn die ist, ebenfalls nicht überraschend, nicht höher als auf dem Niveau eines John-Sinclair-Heftchens angesiedelt. Bei Ausgrabungsarbeiten neben einem Friedhof wird ein knapp 200 Jahre alter Sarg freigelegt, auf dem eine offensichtlich schwarzmagische Urne befestigt ist. Diese enthält einen Dolch, ein rituelles Kleidungsstück und drei mythische Figuren, die mit altertümlichen Inschriften versehen sind. Als eine Museumsmitarbeiterin diese laut vorliest, wird im alten EVIL DEAD-Style die Mutter der Tränen geweckt... und die sorgt für reichlich Chaos, Gewalt und Apokalypsen-Flair im guten alten Rom.
Was, wie erwähnt, in brutalen Exzessen kulminiert, Gewalt gegen Minderjährige ist hierbei explizit nicht ausgenommen. In diesem Metier kennt sich natürlich nicht nur Argento, sondern auch Sergio Stivaletti bestens aus, darum wird hier immer wieder herzerfrischend direkt und deutlich zu Werke gegangen. Im Zentrum des hexenverseuchten Treibens findet sich bald Asia wieder, was auch mit ihren Eltern und den ersten beiden Teilen der Trilogie zu tun hat – dennoch kann man „Mother of Tears“ auch ohne Vorkenntnisse gut konsumieren. Die bescheuerten Erklärungen für alles, was geschieht, werden nämlich in mehr als ausreichender Fülle dargeboten – was nicht nur regelmäßig äußerst lächerlich wirkt, sondern manchmal auch ermüdet. Der Film hätte gerne 20 bis 30 Minuten kürzer sein können, kompakt wird das alles nicht. Gerade in der ersten Hälfte nimmt sich der Maestro deutlich zu viel Zeit für seine Nichtigkeit von Story.
Dann aber werden nicht viele Gefangene gemacht, es wird gemetzelt, gequält, geschrieen und gestorben – alles sehr oldschoolig, bis auf ein paar allerdings gleich hyperpeinliche CGI-Effekte. Dennoch, die können das gute Gefühl von echtem Italo-Horror nicht zerstören. Und wenn wir hier auch Lichtjahre von „Suspiria“ und ähnlichen (Farb-)Feuerwerken entfernt sind; die Inszenierung nur allzu oft immer noch nach Amateurtum riecht und man sich regelmäßig fragt, ob Argento das eigentlich wirklich alles so gemeint hat: „Mother of Tears“ unterhält, blutet und fesselt bis zum Ende. Darum 6 Punkte – jedenfalls, wenn man eine Schwäche für die Werke des Meisters hat oder jemals hatte. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 6, Frankfurt |           29.08.2008, 05:17 | | |
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Gähn | Direktlink  | Da hat Argento mit dem Abschluss seiner Trilogie mal gut daneben gelangt. Das Erste, was ich mich gefragt habe: Es ist ja die Trilogie der drei Mütter ... man hat schon die in Rom (Suspiria) und New York (Horror Infernal) abgehandelt ... warum muss man dann für den Abschluss der Trilogie wieder nach Rom und nicht zu dem Ort der dritten Mutter, und zwar nach Freiburg? Aber egal, auch das hätte den Film nicht sehenswerter gemacht, denn von einer vernünftigen Story könnte man nicht weiter entfernt sein als von einer vernünftigen Inszenierung. Das, was Argento hier mit seiner Regie abliefert, wirkt wie billigstes TV-Niveau und das nicht nur von der Optik. Die Darsteller spielen zudem unter aller Sau, man merkt bei vielen, dass sie wohl kein Wort Englisch sprechen, sondern phonetisch ihren Text auswendig gelernt haben ... aber auch der Rest um Asia Argento und Udo Kier bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm. Auch das letzte Stilmittel, um ein paar Punkte zu retten (Gewalt und Brüste) wird exzessiv ausgenutzt ... teilweise gehts hier sogar richtig gut zur Sache, aber leider so stümperhaft, dass ich am Ende echt nicht mehr als 3 Punkte zücken kann ... schade schade ... vor allem wenn man bedankt, dass ein Argento früher Filme wie Phenomena, Tenebre oder den schon erwähnten Suspiria geschaffen hat. | FFFler |           01.09.2008, 11:48 | | |
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