Awake (2007)
Mutter, wie kommt das Blut hierher? | Direktlink  | Aufgrund der teils sehr schwachen Kritiken bin ich ohne große Erwartung in diese Hollywood-Produktion gegangen und siehe da, es hat sich doch gelohnt!
"Awake" ist ein kleiner aber feiner Thriller, der durchweg zu unterhalten wußte. Etwas weniger Hochglanz-Mainstream bei der Story sowie bessere Hauptdarsteller, und es hätte ein richtig guter Film werden können. Jessica Alba sieht ihrer Rolle angemessen abwechselnd lieb und besorgt, dabei immer süß aus, und Mr. Christensen, ähm, er ist anwesend (und dürfte ein guter Kandidat für die nächsten Razzies sein). Beide werden von Lena Olin als gestrenger Mutter restlos an die Wand gespielt, bravo!
Blut fließt zwar wenig, die OP-Szenen (Nip/Tuck ist da heftiger!) sorgten allerdings für mehrfaches schmerzerfülltes Aufstöhnen im halbvollen Rund.... | Lovecraft sah diesen Film im Cinemaxx 6, Berlin | |           17.08.2008, 10:14 | | |
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Vorhersehbar | Direktlink  | Die Idee, den Zuschauer in die Lage eines Patienten zu versetzen, der unfreiwillig miterlebt, wie eine äußerst schwierige und schmerzvolle Operation an ihm durchgeführt wird, wurde tatsächlich gut umgesetzt. Aber das reicht natürlich nicht für die Länge eines Spielfilms.
Leider wird bereits im Programmheft zu viel verraten und den Rest der Geschichte kann man sich schnell zusammenreimen. Daher kam, zumindest bei mir, keine rechte Spannung mehr auf. Insgesamt wirkte der Film zu typisch amerikanisch-bieder auf mich, um mein Interesse zu wecken.
Wer anspruchslose Mystery-Unterhaltung mag, kann es ja mal versuchen. | ritch sah diesen Film im Cinedom 9, Köln | |           27.08.2008, 03:44 | | |
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Wach auf, Hollywood! | Direktlink  | Mit Hayden Christensen als Clay, Jessica Alba in der Rolle seiner Freundin Sam, dem Arzt Jack (Terence Howard) und Lena Olin, die seine Mutter spielt, wurden für "Awake" hochbezahlte Stars unter Vertrag genommen.
Das großzügige Budget merkt man auch am insgesamt durchweg professionellen Handwerk: hervorragende Kamera, gute Beleuchtung, klasse Set Design. Glasklare Bilder in Hochglanzoptik, die dem Zuschauer gleich signalisieren: Die Welt, in der "Awake" spielt, ist wohlhabend und moralisch einwandfrei.
Clay ist ein angesehener und einflussreicher junger Businessman mit militärischen Auszeichnungen. Er verfügt über Millionenetats und nimmt Einfluss auf tausende von Arbeitsplätzen. Seit dem Tod seines Vaters ist seine Mutter die ihm am nächsten stehende Angehörige. Er lebt mit ihr zusammen, doch seine Liebe zu Sam verheimlicht er ihr.
Ein schwerwiegender Herzfehler zwingt ihn zu einer Herztransplantation, die ein befreundeter Chirurg, sein Freund Jack, für ihn durchführen soll. Seine Mutter ist dagegen. Sie will sein Leben nicht in die Hände eines zweitklassigen Arztes geben...
Ein stranges Gefühl überkommt den Zuschauer erstmals, wenn die eigentliche Filmhandlung mit den Vorbereitungen im OP- Raum ihren Anfang nimmt. Clay liegt bereits auf dem OP-Tisch, als es zu einer kurzen Verunsicherung für alle kommt...
Super inszeniert ist auch die folgende Anästhesiesequenz, die den Eingriff vorbereitet und den Patienten narkotisieren soll. Wir werden in Clays geistige Welt versetzt und seinen Gedanken nahe gebracht, als klar wird, dass die Narkose nicht genug wirkt. Was er nun tut, um sich abzulenken und hier in Bildern und Gedanken geschildert wird, werde ich natürlich nicht verraten, ebenso wenig wie die Vorgänge im OP- Raum...
Was bringt "Awake" denn nun?
Er zeigt uns, wie groß die Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn sein kann. "Awake" ruft uns auch ins Gedächtnis, dass es meistens die qualvollsten Momente sind, in denen wir uns an die Dinge erinnern, die uns am meisten bedeuten. Und er ist ein wenig schaurig.
Wo er aber, insbesondere nach einer entscheidenden Storyentwicklung, sein Potenzial verschenkt hat, ist der Punkt Spannung. Nachdem dem Zuschauer der weitere, prinzipielle Verlauf der Handlung durch eine Schlüsselsequenz klar wird, fällt "Awake" spannungsmäßig in sich zusammen und kann diese bis zu seiner Auflösung nicht wieder aufbauen.
Mir fehlte dem Film ab diesem Punkt eine Art mystisch-spirituelle Komponente, die Clays neuem Bewusstseinszustand gerecht wird. Stattdessen interessiert sich "Awake" von nun an mehr für die Sachlage als für die subjektive, halbspirituelle Erfahrung Clays.
Fazit
Awake ist keine Erleuchtung oder Offenbarung, glänzt aber durch eine fantastische Drehbuchidee, deren Potenzial leider nicht genügend genutzt wurde. Das typisch amerikanische Ende ist gerade noch zu verschmerzen. | Frank | |           10.12.2008, 00:41 | | |
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