von Fans für Fans
Neu | Filme | Reviews | Forum | faq | Impressum | Suchen
 

Red Cliff (2008)

John Woo goes back to Asia

nach oben Direktlink nach unten
Kleine Anmerkung: Dieser Kurzkommentar befasst sich mit der Langfassung des Filmes.

Part 1:
Fand den Trailer eher mau, dazu konnten mich die letzten John-Woo-Filme nur noch selten wirklich begeistert ... eigentlich durften die Erwartungen ja nicht hoch sein ... aber da ihn zwei Freunde von mir in den Himmel gelobt haben, war ich trotz meiner Befürchtungen guter Dinge, endlich wieder einen tollen John-Woo-Film vor die Nase zu bekommen. Joa, und der erste Teil der Red-Cliff-Saga hat mich schon mal sehr positiv überraschen können, denn Woo nimmt sich viel Zeit für seine Charaktere und bettet dies in teilweise wirklich großartige Bilder. Dazu noch eine spannende Geschichte, gute Darsteller und eine Titelmelodie, die man so schnell nicht aus dem Ohr bekommt. Perfektes Szenario also für ein episches Werk ... wär da nicht ein größeres Problem, das mir das Ganze etwas madig gemacht hat: Die Supersoldaten! Was sind Supersoldaten? In diesem Film sind das meist Generäle, die scheinbar in den Schlachten mit Superkräften ausgestattet sind, und so einer mal im Alleingang gleich mal ohne Kratzer 100 Mann niedermähen kann. Optisch sieht das (wie so ziemlich jede Taktik und Formation der Schlechten) mehr als nur beeindruckend aus, jedoch passt das in keinster Weise zu einem ernsten geschichtlichen Film, nimmt ihm somit viel an Authentizität und Glaubwürdigkeit und hätte eher in ein sinnfreies Actionspektakel gepasst. Und da diese Szenen leider doch den Spaß an den an sich toll choreografierten Schlachten vermiesen, konnte ich mich zu mehr als 8 Punkten für den ersten Teil von John Woos Rückkehr nach Asien leider nicht durchringen.

Part 2:
Nach dem überraschend guten ersten Teil war ich guter Dinge für die zweite Hälfte von Red Cliff. Dieses Mal waren die Erwartungen größer und dennoch scheint der Film diese zunächst auch einzulösen, denn wie schon beim Vorgänger nimmt sich Woo viel Zeit für seine Charaktere, seine epische Erzählweise weiß zu gefallen und nach der tollen Pfeilaktion war ich mir schon sicher, dass ich den Abschluss deutlich besser finden würde, zumal die im ersten Teil noch so nervigen Supersoldaten deutlich kürzer zu kommen schienen. Doch dann hat es mir Woo mit seinem Finale versemmelt, das leider von Klischees und lachhaften Szenen durchzogen wurde, dem Ganzen erneut den Realismus nimmt und zudem noch durch die dieses Mal komischerweise eher schwachen Effekte runtergezogen wird. Schade, denn bis zur letzten Dreiviertelstunde war's ein wirklich großartiger Film ... sicher, Woo ist hier nicht in seinem Metier, aber hätte er sich an manchen Stellen um etwas mehr Realismus bemüht, dann hätte das was ganz Großes werden können. So ist Red Cliff nur gut... schade eigentlich.

Zur Info:
Ich kann mir nicht vorstellen, wie der Film auch nur ansatzweise in einer 2 1/2-Stunden-Fassung funktionieren soll. Da fehlt knapp die Hälfte des Films und gerade dessen Stärke, der ruhige Charakteraufbau dürfte sicher vollkommen verloren gehen.
FFFlerOOOOOOOo..
29.07.2009, 16:23
 

GROSSES Asia-Kino

nach oben Direktlink nach unten
Ich kann meinem Vor-Rezensenten nur Recht geben. 140 Minuten Teil 1 sind für dieses groß angelegte Epos einfach zu wenig. Schade, dass nicht beide Teile gezeigt werden. Aber 140 Minuten werden für die meisten Kinogänger sowieso schon die Schmerzgrenze sein. Für mich übrigens auch. Aber egal, Arschbacken zusammenkneifen und rein ins Kriegsgetümmel.
Dieser Film ist ein Cinemascope-Must-See!
Da reichen leider auch keine 32- bis 50-Zoll Home-Flats.
Letztes Jahr hatten wir 3 asiatische Schlachten-Epen: An Empress and the Warriors, Three Kingdoms und The Warlords. Dieses Jahr bekommen wir "nur" Red Cliff.
Aber keine Sorge, dieser Film alleine reicht für 3.
Ich würde mal grob abschätzen: 80% Gemetzel.
Der Rest wird mit Wundenlecken, wichtigen taktischen Verhandlungen oder emotionalem Liebeskram überbrückt.
Hauptsächlich aber wehen die Kriegsflaggen im Wind, schlagen die Kriegstrommeln, fliegen und stechen die Lanzen, wiehern und fallen die Pferde, schneiden klirrende Schwerter ins Fleisch, formieren sich tausende von Statisten zu unglaublichen Bastionen und vor allem spritzen auch blutrote Fontänen in Slow Motion über die Leinwand!
Und unser Frauenschwarm Takeshi streckt dabei zwischendurch immer wieder mal, wie ein roter Faden, hünenhaft künstlich sein blasses trauriges Gesicht in die Kamera, grins.
Fragt mich bitte nicht nach der Story. Hierzu sollen sich bitte die asiatischen Kulturhistoriker auslassen.
Die Regiearbeit des Altmeisters John Woo fällt übrigens weder positiv noch negativ auf. Er hat halt auch planmäßig seinen Beitrag zur asiatischen Kriegsfilmwelle geleistet. Natürlich seinem Ruf entsprechend hinreichend ausgiebig, teuer und actionlastig.
Für jeden, der sich auch dieses Jahr noch nach ultimativer asiatischer Kriegsaction sehnt, sei Red Cliff wärmstes empfohlen. John Woo setzt definitiv noch ein kleines i-Tüpfelchen auf alles Bisherige drauf, aber nur in Hinsicht auf die ACTION.
Die ursprünglichen 140 Minuten verfliegen somit wie im Flug und entsprechen eigentlich nur gefühlten 90 Minuten.
Also, rein ins Kriegsgetümmel.
Das ist GROSSES Kino.
meiklsanOOOOOOOOO.
09.08.2009, 03:51
 

nach oben Direktlink nach unten
Kurz belichtet:
Prunkvolles und opulentes Kriegs-Gemälde der anderen Art vom Großmeister John Woo, das sich weniger an historischer Akkuresse, sondern eher am fantasievollen Gehalt der Story orientiert.
Der Film bietet die gewohnt hohen Schauwerte, entsprechend empfiehlt sich hier besonders das Anschauen auf der großen Leinwand, um die prachtvollen Bilder in ihrer Gesamtheit wirken zu lassen. Natürlich werden – asiatypisch – viel Pathos, Romantik an der Grenze zum Kitsch und ein Quentchen unfreiwilliger Humor geboten, was mir insgesamt nicht so liegt, aber den geneigten Fan befriedigen dürfte. Die Kämpfe und Schlachten sind beeindruckend over-the-top inszeniert und entbehren jeglichen Realismus, aber das erwartet man von Woo auch nicht anders; manche Reviews heben den hohen graphischen Gewaltgehalt hervor, ich denke, man hat schon heftigeres gesehen.
Einige Handlungssprünge waren etwas holprig, das mag aber an der vorliegenden internationalen Schnittversion liegen. Im übrigen reichen mir die gut 140 Minuten völlig aus, um mich gut und sättigend zu unterhalten, werde aber bei Gelegenheit noch die Komplettfassung sichten.
Fazit: Großes Kino für Asien-Kenner, die sich den Film nicht entgehen lassen sollten.
TweekOOOOOOO...
25.08.2009, 16:00
 


Alle Bewertungen im Überblick:
FFFler OOOOOOOo..Review zeigen
Ralf OOOOOOo...
meiklsan OOOOOOOOO.Review zeigen
seppgui OOOOOOOO..
Torsten Ketelsen OOOOOOOo..
Umelbumel OOOOOOOO..
Christian OOOO......
Lari-Fari OOOOOOOO..
Mike667 OOOOOOOO..
Tweek OOOOOOO...Review zeigen
Humungus OOOOOOOOOo
storm OOOOOOOOo.
sirolaf OOOOOOOOO.
reese OOOOOOOo..
johnsfilm OOOOOOo...
Daniel_San OOOOOO....
Klaus Koenig OOOOOOOO..
Sephiroth OOOOOOOO..
Wishbringer OOOOOo....
Buscemi OOOOOOO...
zach1105 OOOOOOOOo.
Hondo OOOOOOOOO.
Mathias Martin OOOOOOOo..
Geronimo OOOOOOOOOo
korinther OOOOOOOO..
Janina Köppel OOOOOOOOO.
whitman OOOOOO....

Deinen Review über Red Cliff (2008) hinzufügen!
Zu den Filminfos


Weitere Informationen (externe Links)

Unterstütze f3a.net durch einen Kauf bei unseren Partnern
amazon.co.ukJetzt nur £ 7.48 Jetzt nur £ 12.48
amazon.deJetzt nur € 14,90 Jetzt nur € 17,99


Preise werden max. stündlich aktualisiert. Markierte Preise sind seit dem letzten Aufruf dieser Seite ↓ gesunken oder ↑ gestiegen.
 
      Anmelden
Benutzername


Passwort



>> Registrieren <<

>> Passwort vergessen? <<

 
      Frische Reviews

 
      Neue Medien

 
      Menü

 
      Partner

Suggestion Box Powered By IdeaScale

 
      Mailingliste
Nimm an unserer Mailingliste teil!