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Memento (2000)
| Direktlink  | Momento, da war doch was? Aber besser von vorn: Ein junger Ehemann
überrascht einen Fremden bei der Vergewaltigung seiner Frau und
versucht, die Tat zu verhindern. Die Frau stirbt, und durch einen Schlag
auf den Kopf verliert der Mann für immer die Fähigkeit, neu erworbene
Erfahrungen zu speichern: Das Kurzzeitgedächtnis ist hin. Er fängt nun
an, sich mit Notizen und Tätowierungen auf dem Laufenden zu halten, was
den Stand seiner Ermittlungen angeht. Denn jeden Morgen, wenn er
aufwacht, ist es wie ein neues Leben für ihn und die Suche nach dem
Täter fällt wirklich schwer. Talk about determination!
Eine geniale Grundidee, sehr ambitioniert umgesetzt durch sich
ergänzende Rückblenden in anachronologischer Reihenfolge. Leider etwas
zu langsam und mit überraschendem wie verwirrendem Schluß. Sehr gut,
doch eben zu lang. | Julian Reischl sah diesen Film im Cinema, München | 24.07.2001, 23:55 | | |
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overrated | Direktlink  | ich will 'Memento' nicht schmaelern, das sieht man ja an meiner bewertung! dieser film ist ein echter knoten im hirn, sorgt gewaltig fuer gespraechsstoff hinterher und grosse gesichter waehrend er laeuft. die zwei entgegengesetzt verlaufenden handlungsstraenge und wendungen verlangen einem einiges ab und vor allem hab ich an mir beobachtet, dass ich mich hinterher selbst ziemlich verloren vorkam (vor allem aber hinterher in 'Atlantis'), als waere das ganze optisch ansteckend.
wenn man den kompletten brainwash aber dann mal wieder etwas unter kontrolle hat, koennen einem die schwaechen auffallen: jeder film, der eine verwirrende handlung hat, sollt diese dennoch jederzeit unter kontrolle haben. diese scheint mir aber ein wenig entglitten. ausserdem meine ich um ein paar ungereimtheiten zu wissen, die sich nur durch noch groessere ungereimtheiten in der plotlogik beiseite raeumen lassen.
ich denke, dass das einer der filme war, der vielen zu hoch, von diesen (die es nicht zugeben wollten) aber gerade deshalb ueberdurchschnittlich bewertet wurde.
fazit: gute, konsequent durchgefuehrte idee, total brainfuck, aber ein unvorstellbar unverdienter platz 13 in der alltimebestlist der imdb ! | Azrael sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           31.07.2001, 00:13 | | |
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Aerobic fürs Gehirn oder Brainfuck? | Direktlink  | Es fällt mir wirklich nicht leicht ein Review für MEMENTO zu schreiben, da ich jetzt noch Kopfschmerzen bekomme, wenn ich auch nur an den Film denke. Das ist jedoch nicht irgendein negativ gemeinter Spruch, sondern tatsächlich Fakt.
Ich stimme zu 100% mit meinem lieben Kumpel Azrael (ein Review über diesem) überein, schliesslich haben wir uns noch eine halbe Stunde nach dem Film den Kopf darüber zerbrochen, ob der Film nun Logikfehler hat oder uns nur etwas entgangen ist. In der Tat wurde klar, dass es extrem schwierig war, alle Details und den genauen Ablauf der Handlung nach dem Film zu rekonstruieren. Man fühlt sich ein wenig wie der Protagonist Leonard Shelby, der seit einem Unfall am Verlust seines Kurzzeitgedächtnises leidet. Das bedeutet, dass er sich an alles vor dem besagten Unfall erinnert, jedoch keinerlei neue Erinnerungen machen oder neue Fähigkeiten erlernen kann. Aus diesem Grund schiesst er Plaroids von Personen, Plätzen und Dingen, notiert sich Details und tätowiert sich wichtige Fakten direkt auf den Körper.
Der Film besteht aus zwei Erzählsträngen, einer in Farbe und einer in schwarz/weiss. Das besondere daran ist, dass der Film mit dem Anfang (schwarz/weiss) sowie dem Ende (farbig) beginnt und der farbige Handlungsstrang rückwärts abläuft, so dass sich beide dann in der Mitte treffen. Was wir sehen ist dann praktisch 5 Minute Farbe gefolgt von 5 Minuten Schwarz/Weiss und so weiter. Das hört sich jetzt furchtbar kompliziert an... ist es auch! Das Problem des Zuschauers ist es, sich im Gedächtnis zu bewahren, was beim farbigen Strang passiert ist, sich das dann während des darauffolgen schwarz/weissen Segments alles zu merken, um dann beim nächsten farbigen Teilstück anknüpfen zu können ohne etwas vergessen zu haben. Kein Film für laue Sonntagnachmittage...
Leonard Shelby versucht den Vergewaltiger und Mörder seiner Frau zu finden, der auch den Zustand seines Gehirns verursacht hat. Seine Krankheit macht ihn zur leichten Beute für jede Art von Hochstapler, da er innerhalb einer Zeitspanne von etwa 5 Minuten all das vergisst, was davor geschehen ist. Genau das ist unseres Erachtens nach ein schwerer Logikfehler. Wie kann es sein, dass er, wo er sich doch an nichts nach dem Unfall erinnern kann, weiss, dass er unter dieser Beinträchtigung leidet? Auch das müsste er immer wieder vergessen und dann wie vom Donner gerührt alle paar Minuten aufwachen ohne jegliche Erinnerung daran, was unmittelbar zuvor passierte und warum er sich nicht daran erinnern kann.
Zusätzlich dazu ist das Ende des Films viel zu konfus. Es ist nicht klar ersichtlich, was denn nun genau pasiert ist und das schadet MEMENTO gewaltig. MEMENTO bleibt dann auch nur ein interessantes Experiment, das den Zuschauer fordert wie kein anderer Film zuvor, aber zum Schluss keine befriedigende Aufkärung bieten kann. Ich kann mir darum auch nicht erklären, warum der MEMENTO so dermassen gehypet wurde. Der beste Film des Jahres ist er definitiv nicht, noch nicht einmal annährend. Vielleicht kommt ein so hohes Rating wie in der Internet Movie Database (momentan Top 250 #12!) deshalb zustande, weil die meisten Leute Angst davor haben, einem scheinbar so intelligenten Film eine schlechte Bewertung zu geben, da sie dann selber unintelligent wirken könnten.
Mir hat MEMENTO durchaus imponiert, aber ich komme einfach nicht mit den Logikfehlern zurecht. Wer weiss, vielleicht klärt sich das ja beim zweiten Anschauen... | Niki Wurster sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           31.07.2001, 15:14 | | |
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"kennen wir uns?" | Direktlink  | hi,
ich denke wenn man erstmal zurechtgekommen ist mit dem Erzählstil,der in der Gegenwart beginnt und mit 2 Vergangenheiten fortgesetzt wird,dann bekommt einen sehr guten Thriller geliefert.
Die erste Vergangehitsform zeigt immer die letzte Szene,ein Beispiel(nicht aus dem film): Ein mann sitzt im Aufzug und unterhält sich mit einer frau,danach sieht man den Mann und was er gemacht hat BEVOR er in den Aufzug ist(er war sagen wir mal in einem Cafe),danach sieht man den Mann beim Supermarkt(da war er bevor er im Cafe war) usw.
Die zweite Vergangenheitsform ist relativ fest.Sie zeigt einen bestimmten Abschnitt,davon immer mal wieder kurze Schnipsel...Dieses ist in einer anderen Farbe gedreht,ist fast wie schwarz/weiß....Sie trägt auch zum Verständinis der Story bei....
Trotzdem gebe ich zu,daß die eine oder andere Sache unklar geblieben ist.Die hoffentlich geklärt werden beim 2ten(oder dritten)anschauen.Die eine oder andere Sache konnte man vorhersehen,aber eben nun mal nicht alles...
Fazit: SEHR Empfehlenswert | Kosmas sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           01.08.2001, 12:03 | | |
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| Direktlink  | Den Film werde ich mir definitiv noch ein zweites Mal ansehen, nicht, weil die gesprochene Sprache so schwierig war, sondern weil der Film ausgesprochen viele Interpretationsmöglichkeiten zuließ! Ein Freund sagte nach der Vorstellung treffend, der Film sei "Brainfood", besser kann man es nicht ausdrücken! Ob das nun der beste Film aller Zeiten ist, wie von mehreren Leuten hier gepostet!? Meiner Meinung nach nicht, er ist gut, intellligent und man sieht ihn sich sicherlich ohne Reue ein 2. Mal an, ob´s zum absoluten Klassiker reicht kann ich erst nach dem 2. Ansehen entscheiden, ansehen sollte man ihn sich aber auf jeden Fall! | Markus Rau | 05.08.2001, 11:26 | | |
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| Direktlink  | Klar, einen Film in der persönlichen Highlight-Liste einzuordnen, wird wohl jedem schwerfallen, der in seinem Leben ein paar 100(1000?) Film der verschiedensten Genre gesehen hat. Deshalb gebe ich auf einen IMDB-Platz unter den Top 20 nix (wie soll man den "Paten" ernsthaft mit "Memento" vergleichen wollen). Aber unter dem eher mäßigen FFF-Programm 2001 war Memento auf jeden Fall herausragend und wird mir persönlich als einer der anspruchsvollsten Thriller der letzten Jahre im Gedächtnis bleiben. Ob der Film bis ins Letzte logisch war, ist mir schnuppe, oberflächlich gesehen war's er auf jeden Fall.
Wenn jemand erleben möchte, wie man auf den ausgetretenen Pfaden des Thriler-Kinos des 21. Jahrhunderts noch unbegangene Seitenwege einschlagen kann, der MUSS sich diesen Film ansehen. Ihn verpaßt zu haben, heißt, nicht mitreden zu können. Und ihn nur einmal zu sehen, ist mindestens einmal zu wenig, dafür hat er einfach zu viele Wendungen. Möge er auch in den deutschen Mainstream-Kinos wenigstens ansatzweise den Kassen-Erfolg haben, den er verdient! | Uliasea sah diesen Film im Residenz, Köln |           24.10.2001, 21:25 | | |
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I think so I am! | Direktlink  | Ich weiß wer ich bin aber ich weiß nicht was ich vor fünf Minuten gedacht oder gesagt oder getan habe...
Gestern habe ich einen Kardinalfehler begangen und bin in Memento gegangen, obwohl ich kurz vorher etwa vier Tüten geraucht habe. Ich kannte den Film schon, aber wer kann von sich behaupten, ihn so gut zu kennen, das er nicht in breitem Zustand sich in dem Erinnerungsgeflecht verirren würde?! Als wir dann gegen Ende des Films noch eine Tüte anzündeten (der Film wurde in einem Hörsaal gezeigt), war ich genauso verplant wie der Protagonist und habe mir die ganze Zeit ins Handy getippt was gerade passiert ist um nicht den Anschluß zu verlieren. Was Christopher Nolan uns da kredenzt ist zwar realistischer bzw. realitätsnaher als die pure Verstörung, die ein Lynch verbreitet, aber der Neuroplexus in meiner Birne, den ich mir gestern eingefangen habe, war gewaltiger als nach "lost highway" und "Mulholland Drive" zusammen. Eine Reise in ein verletztes Gehirn, die packender kaum sein könnte! So etwas wird es wahrscheinlich nie wieder geben! | Alan Smithee sah diesen Film im Residenz, Köln | 28.01.2003, 14:52 | | |
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