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Frailty (2001)
sehenswert?.... und wie!!! | Direktlink  | eroeffnungsfilme, haben haeufig einen haken. sie sind oft zu mainstreamig oder es sind filme bei denen man bereits unendlich hohe erwartungen hat, weil man ewig darauf wartet. bei frailty trifft beides nicht zu. erstmal ist der film doch relativ unbekannt bei den meisten, und zum anderen ist er nur ganz vordergruendig ein mainstream-film.
was als 015 serienkiller film beginnt, verliert recht schnell diesen touch, und entwickelt sich recht dramalastig (aber gut) ueber verschiedene wendungen zum erschreckenden myserythriller. immer unsicherer wird der zuschauer, ob das was man ihm in rueckblenden erzeahlt wirklich so stattgefunden hat. der eine oder andere wird relativ schnell eine vermutung haben wo der knackpunkt der story liegt, und sich etwas entaeuscht im kinosessel zuruecklehnen. doch zum schluss erwischt es auch den ausgebufftesten "ich wusste schon nach 10min beim 6. sinn was die pointe ist"-typ mit voller wucht. dafuer gibst natuerlich extrapunkte.
was vor allem von den jungen darstellern geboten wird ist erste klasse und umschifft verhasste kinderklischees gekonnt. natuerlich ist auch dieser film nicht frei von kleineren unzulaenglichkeiten, aber welcher film ist das schon...
meine empfehlung sei jedoch klar und deutlich ausgesprochen. eher anspruchsvoll und vor allem mit recht wenig blutruenstigen details beweist dieser film, das das fuer das genre mystery-triller geltende credo "weniger ist mehr" vollkommen zu recht gilt. | LonelyBear |           15.07.2002, 15:05 | | |
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TV-Produktion? | Direktlink  | Für die Opening Gala meiner Meinung nach NICHT optimal besetzt. Anscheinend haben die Rosebud-Leute einen etwas anderen Geschmack als ich, wie auch Festivalleiter Schorsch Mueller mit seiner überschwänglichen Rede bestätigte. Der Film ist zwar nicht schlecht, da er interessante psychologische Einblicke und einige schaurige Momente zeigt, doch hätte er genauso gut im regulären Programm laufen können, wo er dann wahrscheinlich unter "ferner liefen..." gelandet wäre. Vielleicht will Rosebud den Film einfach - mit welchen Hintergedanken auch immer - nur pushen und hat deswegen diesen prominenten Programmplatz gewählt? Das Opening sollte meiner Meinung nach spektakulärer sein. Wenn schon nicht so atemberaubend wie damals Scream I, dann wenigstens so pompös wie letztes Jahr "Pakt der Wölfe". Frailty könnte vom Produktionsaufwand her locker ein TV-Film sein: Eine Handvoll Schauspieler (nahezu null Statisten), wenige Schauplätze und fast keine Special-FX. Wegen den paar Gänsehaut-Szenen, der psychologisch interessanten und düsteren Vater-Sohn-Story und den wenn auch etwas einfachen Wendungen sind 6,5 Punkte vertretbar. Hätte das Finale mehr Speed, mehr Atemlosigkeit bekommen, wäre ein voller Punkt locker drin gewesen. DVD-Tipp. | MaxPayne sah diesen Film im Turm Palast, Frankfurt |           08.08.2002, 01:33 | | |
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*Yawn* | Direktlink  | Ja, sicher doch: interessante Ausgangsidee, konsequente und bis zum Ende unerbittliche Umsetzung derselben, sehr gute schauspielerische Leistungen, eine wirklich bedrückende, düstere Atmosphäre.
Aber ... mein Gott ... diese absolut spannungsfreie Inszenierung! Könnte es einem noch mehr egal sein, was aus den auftretenden Figuren wird? Da passiert halt irgendwas (zur Story wurde inzwischen wohl bereits genug gesagt), und das hat für die Einzelnen diese oder jene Konsequenzen, und das führt dann schließlich dazu, daß... einen das schnell überhaupt nicht mehr interessiert, weil man eigentlich nur darauf wartet, daß jetzt langsam, verdammt noch mal, endlich WIRKLICH was passiert. Aber alles bleibt völlig unspektakulär in seinem Trott und führt dann nach geraumer Zeit zu einem Ende, das man mal echt überraschend finden kann. So wie man eben auch "Akte X" gruslig finden kann. Wenn man denn wirklich, wirklich will.
Nein, ich sollte nicht unfair sein. Der Film hat, wie gesagt, eine interessante Ausgangsidee und überzeugt in schauspielerischer Hinsicht. Nur leider stehen Drehbuch und Narration so etwas wie einem Spannungsaufbau arg im Wege: die Figuren entwickeln sich in keinster Weise, das Tempo variiert nicht im geringsten, auch die Atmosphäre bleibt - zwar beeindruckend beklemmend - über den gesamten Film hinweg unverändert. So folgen wir dem Film von Rückblende zu Rückblende, in der weitgehend emotionslos die Geschichte eines brutalen Serienkillers aufgerollt wird. Da gibt es starke Momente, da gibt es in ihrer Konsequenz durchaus krasse Storyelemente. Aber wenn man letztere erst einmal verdaut hat, schockieren sie nicht mehr - und wenn sie vom Film noch so oft betont werden. Der Film schafft es einfach nicht, ein wirkliches Interesse für seine Figuren aufzubauen; und weder Verlauf noch Ausgang der Story (der, ganz ehrlich, SO überraschend nun auch nicht ist) vermögen zu fesseln.
Was bleibt ist ein solide gespielter, polierter B-Movie leicht über dem Durchschnitt. Mit guten Ansätzen und interessanten Story-Ideen, aber einer absolut saft- und kraftlosen Inszenierung. Vielleicht soll gerade das "Unspektakuläre" in seiner mitleidslosen Logik den Zuschauer schocken. Aber das gelingt wohl nur bei einem Publikum, das nur an Mainstream gewöhnt ist. Wer Filme über die düstere Seite der menschlichen Seele und die Auswirkungen schwerwiegender Verwirrung, über die gestörte Wahrnehmung der Realität und über eigenwillige Interpretationen von Gut und Böse gewohnt ist, wird hier des öfteren unruhig in seinem Stuhl herumrutschen - weil der Film immer noch nicht zu Ende ist, obwohl es doch so überhaupt nichts neues zu erzählen gibt. Oder hier jedenfalls nicht SPANNEND erzählt wird. "Henry - Portrait of a Serial Killer" etwa war da ungleich unbarmherziger, ungewöhnlicher, überzeugender.
Hinzu kommen dann noch ein paar Unklarheiten in der Story und eine mehr als fragwürdige Gesamtaussage bzw. Moral - und fertig ist das Videofutter für den verregneten Sonntagnachmittag. Aber doch bitte nicht der Eröffnungsfilm fürs Fantasy FilmFest! | Dominic Saxl sah diesen Film im Turm Palast, Frankfurt |           08.08.2002, 02:26 | | |
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Also ICH hab das Ende NICHT vorhergesehen. | Direktlink  | Ich weiß ja nicht, was ihr da immer mit "vorhersehbar" habt, aber ich finde das sehr billig, da man sich dagegen nicht verteidigen kann.
Frailty beginnt dunkel und ist dann eine Weile lang nicht vorhersehbar, sondern bedrückend! Man sieht genau, wohin das führen muß, wenn nicht ein Wunder geschieht, und sitzt unbequem in seinem Sessel und hofft auf besagtes Wunder. Das Ende hat mich sehr überrascht und ich fand den Film großartig, obwohl ich an sich kein Fan von Bill Paxton bin. Aber offensichtlich hat er was drauf als Regisseur, von diesem Film können sich jedenfalls einige Herrschaften was abschneiden. | Alan Smithee sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin |           18.08.2002, 02:46 | | |
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