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K-Pax (2001)
| Direktlink  | K-PAX ist ein Film, der mal wieder eindrucksvoll zeigt, dass Kevin Spacey so ziemlich der beste Schauspieler ist, den die Filmwelt zur Zeit zu bieten hat. K-PAX lebt komplett von seinem grossartigen Spiel, das an die arrogant-überlegenen Rollen in USUAL SUSPECTS, SIEBEN oder LA CONFIDENTIAL erinnert. Inhaltlich geht es um Prot, einen Bewohner des Planeten K-Pax (jedenfalls behauptet er das), der natürlich in eine geschlossenen Anstalt unter der Betreuung durch Jeff Bridges landet. Dieser zweifelt immer mehr daran, dass der Patient nur ein genialer Simulant ist...
Alleine ist der Film gut gemachte Hollywood-Unterhaltung, Spacey macht daraus mit seinem Spiel etwas besonderes. Unverständlicherweise hat K-PAX den Weg in die deutschen Kinos noch nicht gefunden. Das Fantasyfilmfestival gibt die Gelegenheit das Werk doch auch in Deutschland auf einer grossen Leinwand zu sehen. Alles in allem: Kevin Spacey rules ...! | Alan Smithee |           17.07.2002, 11:57 | | |
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Plan 10 from Outer Space | Direktlink  | Yep, Hollywood wie im Bilderbuch. Das ist nicht per se negativ gemeint. Im Gegenteil, K-PAX unterhält sehr gut. Und hat vor allem erstklassige schauspielerische Leistungen zu bieten, routinierte Narration, eine interessante Story-Idee. Nur darf man eben von diesem Film nichts auch nur ansatzweise Unkonventionelles erwarten. Keine wirklichen Überraschungen. Keine tiefgehenden Emotionen jenseits der Kitsch-Grenze. Keine Experimente.
Erzählt wird uns die Geschichte von Prot (Kevin Spacey), seines Zeichens Bürger von K-PAX, eines ca. 1000 Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten. Das zumindest ist seine Behauptung. Da man mit solchen Wesen nicht anders umzugehen weiß, findet er sich in der geschlossenen Psychatrie New Yorks wieder, und dort nach einem Monat in der Behandlung von Mark Powell (Jeff Bridges). Da Prot ganz offensichtlich hochintelligent ist, außerdem gute Manieren besitzt und nicht ansatzweise aggressiv wirkt, wird er schnell zum Lieblingspatienten des Psychologen. Er fasziniert ihn so sehr, daß er über seinen Prot-Studien sogar beginnt, seine Familie zu vernachlässigen...
Auch seine "Mit-Insassen" sind von Prot beeindruckt. Befaßt er sich doch mit jedem einzelnen von ihnen, mit ihren Psychosen und Neurosen, und nimmt sie offenbar auf eine sehr tiefgehende Weise vorurteilsfrei ernst. Was für die behandelnden Ärzte schnell unheimlich wird - denn Prot scheint alleine durch seine Anwesenheit und seine Tips mehr Erfolg hinsichtlich ihrer Heilung zu haben als sie... Noch unheimlicher aber sind die Dinge, die Prot Powell von K-PAX erzählt. Es fällt dem Arzt immer schwerer, sie als bloße Spinnereien oder auch Verwirrungen eines kranken Menschen abzutun - und so unternimmt er immer drastischere Schritte, um Prot zu "prüfen". Was zunächst für allerlei Spaß und wirklich gute Witze sorgt. Im weiteren Verlauf des Films aber mehr und mehr für Problemwälzerei, leicht philosophische Gedankenansätze und menschliches Drama.
Hier zeigt der Film dann seine für mich größte Schwäche: das ganze bleibt (typisch Hollywood-mäßig eben) recht seicht. Grundlegende Fragen der menschlichen Existenz werden im Tausender-Pack abgehandelt, wobei logischerweise alles an der Oberfläche bleiben muß. Statt sich eine ganz bestimmte Frage herauszupicken und diese grundlegend, unter einem "außerirdischen" Blickwinkel, zu betrachten. Fand ich schade, da die Story dafür eigentlich eine optimale Voraussetzung bot. So aber ist man nahe dran an AWAKENINGS, vermischt mit einem Hauch KUCKUCKSNEST: teilweise zwar berührend, meist aber reichlich triefend menschelnd. Und nur allzuoft mit dem dicken Zeigefinger versehen.
Was bleibt ist eine gut erzählte Geschichte, die insgesamt Spaß macht, und vor allem von Kevin Spacey getragen wird - er spielt wirklich großartig und überzeugend. Aber es ist eben ein Hollywood-Film, an allen Ecken und Enden, mit allen Konsequenzen. Und solche Filme kann ich langsam, langsam, wirklich nicht mehr sehen.
| Dominic Saxl sah diesen Film im Turm Palast, Frankfurt |           12.08.2002, 03:58 | | |
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Nach Hause teleportieren | Direktlink  | K-Pax besticht durch scharfe, klare Bilder von hoher photografischer Qualität. Die Beleuchtung ist hervorragend. Das optimale Wechselspiel zwischen Licht und Schatten untermalt stilistisch den Inhalt des Films, denn auch das Leben der Menschen auf der Erde besteht aus diesen Gegensätzen.
Licht ins Dunkle zu bringen ist gleichwohl die Aufgabe eines Psychologen wie die eines Detektivs...
Der Film thematisiert, wie wir vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit und der kosmologischen Größen mit den Grundfragen der Existenz umgehen, und auf welche Weise wir die Zeit nutzen, die wir haben.
Dabei verwendet er geschickt das Bild der Gesellschaft als Metapher und überträgt dies auf das Individuum.
Es ist das Bild einer festgefahrenen, naiven Gesellschaft, die in ihren Mustern gefangen und bestenfalls zweifelnd, häufig nur sieht, was sie sehen will.
Mit Jeff Bridges als Psychologe und Kevin Spacey als Außerirdischer interessant besetzt, bietet dieses Mysterydrama Hollywoodkino auf hohem Niveau, begleitet von einem ruhigem, Akzente setzendem Soundtrack aus Klavier und leichten Synthieklängen.
Ein kraftvoller Film über die Macht der Psyche. | Frank |           13.10.2008, 17:50 | | |
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