Der Streifen NARC nervt fürchterlich mit seiner Wackelkamera und der Schreierei, die keine Sau, die nicht aus den Slums von Detroit kommt, versteht. Sicherlich, mit Clou versehen ist der Film, aber alles andere als unterhaltend. Trainspotting ohne Witz trifft Dogma-Film ohne Verstand trifft Cop-Movie ohne Sympathie.
Bei einem muss ich aber meinem Vorkritiker zustimmen: Ray Liotta spielt die Rolle seines Lebens. Jason Patric hingegen könnte auch durch Steven Segal oder Keanu Reeves ersetzt werden, die Mimik bleibt auf "bedenklich" stehen.
Narc versucht cool und authentisch zu wirken. Und das merkt man leider auch. Vielleicht hätten etwas Selbstironie und ein paar unverbrauchte Einfälle dem Film zu mehr Klasse verholfen. An Jason Patric hat es nicht gelegen und auch Ray Liotta spielte seinen Part, wie meistens, gut. Er hatte allerdings schon deutlich bessere (z.B. in Good Fellas). Am besten hat mir jedoch der symphatische Busta Rhymes gefallen. Actionfans brauchen in diesen Film gar nicht erst reingehen, denn es gibt keine Action. Spannung empfinden vermutlich nur Neulinge dieser Filmgattung, wir haben uns furchtbar gelangweilt und wussten schon von Anfang an, wer der Fiese ist und wie sich das Privatleben (gähn) des allzu männlichen Hauptdarstellers entwickeln wird. Die Kritiker mochten diesen von Tom Cruise produzierten Streifen jedoch und auch ich muss zugeben, dass es positive Punkte gab. Nur kann ich mich daran nicht mehr erinnern (o;