Resurrection of the Little Match Girl (2002)
Der Versuch, etwas neues zu zeigen | Direktlink  | An sich fand ich den Film ganz cool, weil er versucht hat, total neue Geschichten zu entwerfen. Leider verschwimmen die schönen Ideen in einem Meer voller 0-8-15-Action.
Es geht gut zur Sache, Bleiballaden à la John Woo, an Matrix angelehnte Effekte und ein Bodycount, den man sonst nur aus Robocop und Hot Shots kennt. Ironisch, satirisch und sarkastisch. Hinter allem eine Liebesgeschichte, und alles in einem ein Spiel (oder?).
Man hätte viel mehr daraus machen können, doch die ersten Anreize waren zumindest da. Wer auf großen Anspruch wertgelegt hatte, der wurde enttäuscht.
Ich hoffe aber, dass der Film viele andere Filmemacher inspiriert hat, diese Idee aufzugreifen und etwas noch krasseres daraus zu machen.
Fazit: sehr schöne Idee, in manchen Teilen zu langatmiger Kitsch, gute Action, doch noch etwas mehr Originalität erforderlich.
Daigz | DaiGoro sah diesen Film im Cinema, München |           30.07.2003, 12:44 | | |
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Game Over | Direktlink  | Ein Lieferjunge taucht in eine Spielwelt ein, in der alles möglich ist. Das feuerzeugverkaufende Mädchen muss glücklich erfrieren, doch Lara Croft hat auch noch ein Wort mitzureden.
Klingt verwirrend? Egal, das Programmheft hat uns ja schon vorgewarnt, daß die Story nix taugt, ein LSD-Trip ist es dennoch nicht geworden. Das Remmidemmi sitzt, die Effekte sind okay, doch hie und da hätt man sich etwas Straffung gewünscht. Bonus für seltsame Einfälle en Masse, im Gesamteindruck lässt einen der Film eher kalt.
Fazit: Koreanischer Eye-Candy, dynamisch, aber so kurzlebig wie Zuckerwatte. | Felix Schweiger sah diesen Film im Cinema, München |           31.07.2003, 14:31 | | |
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Bin ich schon drin? | Direktlink  | Ja, wo fängt man da an. Wer sich für asiatische Filme begeistert, wird ihn sich ohnehin ansehen. Wer sich für Computerspiele, Simulationen und MATRIX interessiert, vermutlich auch. Für alle anderen liste ich einfach mal auf, was drin ist im Film:
Es gibt ein paar nette Ideen, die mit Realität, Virtualität und ihrer Vermengung spielen.
Es gibt ein paar der besten over-the-top-Action Sequenzen seit HEROIC TRIO und BLACK MASK.
Es gibt schöne visuelle Effekte und es gibt (bewusst?) schlechte visuelle Effekte.
Es gibt eine Story. Gibt es eine Story? Vielleicht gibt es eine Story.
Es gibt eine Menge Charaktere, die auch alle schön vorgestellt werden, aber manche sind eh gleich wieder weg oder tot.
Es gibt Personen, die auf einmal andere Frisuren aufhaben. Vielleicht liegt es an der Matrix? Ein Update?
Es gibt Symbole und Codes, die man vielleicht mit westlichem Blick nicht zu entschlüsseln vermag. Vielleicht sind sie aber auch einfach nur da, weil der Regisseur das für eine gute Idee hielt.
Der Film ist nicht so unterhaltsam und nicht so spektakulär wie MATRIX.
Der Film ist komplizierter (nicht unbedingt komplexer) als EXISTENZ.
Der Film ist ziemlich lang geraten und unter Umständen (z.B. Uhrzeit) etwas anstrengend. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           02.08.2003, 13:13 | | |
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| Direktlink  | Irgendwann muss den jungs das "geld" und dann der überblick über diesen flic verloren gegangen sein!
von teilweisen 1A sfx bis hin zu: mach ma einer die schnüre da weg, ist alles vertreten!
leider trübte mich am meisten, dass die jungs, welche für die untertitel zuständig waren, vergessen haben, dass weisse schrift auf hellem hintergrund einfach ein ganz grosser spezial effekt sind! nicht leserlich und viel zu schnell blitzten die untertitel auf!
leider konnte ich, wie viele auch nicht, mein gehirn neben mich legen und die "show" geniessen. vielleicht fehlt uns europäern auch verständnis für "das tao" (der weg) des films, denn wo war er denn????
aus meiner sicht liess auch die action zu wünschen übrig!
ob kampf szenen, pistolen geballer oder verfolgungsjagd, nichts wollte mich so richtig vom stuhl hauen!!!!
sicherlich hat der film gute ansätze und künstlerisch würde ich ihn auf jeden fall betiteln!
aber nix neues eben!
holt euch das ding auf dvd, wenn ihr meint ihn selber sehen zu müssen! guckt euch lieber the duel project an, da lohnen sich die 8 euro 120%!!!!!!! | flo sah diesen Film im Turm Palast, Frankfurt | 15.08.2003, 16:23 | | |
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Ein bonbonbunter Trip ins Bodenlose | Direktlink  | RESURRECTION... ist mit Sicherheit einer der außergewöhnlichsten und abwechslungsreichsten Filme des FFF2003. Aus der Menge an Ideen, die in diesen Streifen gesteckt wurden, würden andere fünf oder mehr Filme produzieren – aber vermutlich würde keiner davon auch nur ansatzweise die Faszination dieser Wundertüte ausstrahlen.
Die Story läßt sich nur schwer zusammenfassen – insbesondere, da sie mehrfach die Richtung wechselt, ihre Voraussetzungen und Rahmenbedingungen plötzlich komplett negiert, sich kopfüber in immer neue Absurditäten stürzt. Aber im Groben geht es um den Außenseiter und Möchtegern-Game-Pro Ju, der – mit leisen Anklängen an AVALON – in der realen Virtualität an einem Spiel teilnimmt. Ziel ist es, das Herz eines jungen und unglaublich süßen Mädchens, das Feuerzeuge verkauft, für sich zu gewinnen – und dafür zu sorgen, daß es hungernd und allein im Schnee erfriert. Der Sieger des Spiels wird mit einer sorgenlosen Zukunft mit dem Mädchen in einer "glücklichen Welt" belohnt. Dabei hat Ju nicht nur eine ganze Menge Kontrahenten, die allesamt wesentlich mehr Erfahrung, Waffen und Geschicklichkeit vorweisen können als er selbst, es gibt auch eine mindestens ebenso hohe Zahl an Feinden, die er daran hindern muß, das Mädchen zur Prostitution zu bewegen, oder ihnen schlicht und einfach eins der Feuerzeuge zu verkaufen. Natürlich: im Verlauf der Geschehnisse verändert sich Ju, wird selbstbewußter und entschlossener. Aber auch die Spielwelt verändert sich durch sein Eindringen. Bald läuft nicht mehr alles so, wie es soll, und die Fehlentwicklungen werden immer massiver...
Auf seinem Weg durch die Spielwelt begegnet Ju den verschiedensten Charakteren, und wir erleben einen Genrewechsel im Minutentakt: sehr poetisch beginnend, ist der Film zunächst vor allem eine Komödie, wird zum Adventure, bietet mitreißende Actionsequenzen und immer wieder beeindruckende, vor allem aber originelle Effekte, wechselt vom Shootout zur Melodramatik zur Groteske...Die Handlung wird auf unglaublich vielfältige Weise vorangetrieben, aber ohne daß dabei jemals der Faden verloren geht; dabei wird ein atemberaubendes Tempo vorgelegt, aber ohne daß dabei jemals Hektik oder Unübersichtlichkeit entsteht; Locations und Handlungsstränge werden permanent gewechselt, aber ohne daß dabei ein pseudo-modernes MTV-Flair entsteht. Eigentlich erzählt RESURRECTION... eine sehr einfache Geschichte, ist in weiten Teilen ein fast klassischer Liebesfilm – bedient sich dabei jedoch so ungewohnter dramaturgischer Mittel, daß ein tatsächlich vollkommen neues Filmerlebnis entstehen kann – wenn man sich darauf einläßt. Das spannendste ist dabei meiner Meinung nach, daß die Kraft und Außergewöhnlichkeit des Films tatsächlich von Innen, aus der Story selbst und ihrer Inszenierung kommt: zwar gibt es auch eine recht große Zahl an visuellen Effekten zu bestaunen, aber anders als bei MATRIX und Konsorten machen sie hier nicht den Film aus, sondern "verschönern" nur einzelne Segmente.
RESURRECTION... ist ein einmaliges Erlebnis, das man sich unbedingt auf der Kinoleinwand gönnen sollte. Aber Vorsicht: man kann sehr leicht süchtig werden. Und wünscht sich, es hieße nie mehr "Game Over". 9 Punkte. Grandios. | Dominic Saxl sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin |           16.08.2003, 05:48 | | |
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