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The Alzheimer Case (2003)
Erinnerungswürdig | Direktlink  | Ein zweiter MEMENTO ist ALZHEIMER ganz sicher nicht, denn während MEMENTOs Stärken in seiner Konstruiertheit und formalen Strenge liegen, konzentriert sich THE ALZHEIMER CASE mehr auf seine Geschichte und seine Charaktere. Und während MEMENTO in der Filmwelt spielt (oder in der Movie Movie World, wie Tarantino das ausdrückt), spielt dieser Film mit allen Mitteln in der Realität.
So ist die fortschreitende Krankheit des Auftragskillers hier kein handlungsbestimmendes Gimmick sondern sorgt nur ab und zu für kurze Irritationen. Und auch die frotzelnden Dialoge zwischen den konkurrierenden Abteilungen der Kripo und der Bundespolizei gehen deutlich tiefer als die oberflächlichen Spaßdialoge, wie man sie aus Hollywood kennt. Denn sie sind Ausdruck der innenpolitischen Verhältnisse Belgiens und spielen damit eine tragende Rolle in dieser Mischung aus Politthriller, Kriminalfilm und Psychodrama.
Fazit: Solider, spannender Krimi mit pointierten Dialogen, guten Darstellern und kompakter Story. Intelligente Unterhaltung mit politischem Tiefgang. Sehr empfehlenswert. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           05.08.2004, 19:03 | | |
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| Direktlink  | Die Erwartungen waren zunächst nicht besonders hoch, denn bisher kamen ja noch nicht all zu viele filmische Höhepunkte aus dem kleinen Belgien. Aber dieser Film ist ein wirklich spannender und fesselnder Beweis dafür, das es auch anders geht. Der Film fängt mit der Verhaftung eines Vaters an, der den Körper seiner 10 jährigen Tochter an gut bezahlende Kundschaft verkauft. Ein zweiter Strang erzählt vom alten Auftragskiller Angelo Ledda, der an Alzheimer leidet und einen aller letzten Job annimmt bevor er sich aus dem Geschäft ziehen wird. Getötet werden soll unter anderem auch das kleine Mädchen. Als er sich weigert, wird ihm prompt ein Kollege auf den Hals gehetzt. Jetzt schwört er seine Arbeitgeber um die Ecke zu bringen. Zwischen Anfällen seiner Fortschreitenden Krankheit und der Flucht vor der Polizei, mit denen er jedoch in Kontakt steht, deckt er einen Kinderprostitutionsfall auf, der sich bis in die Politik zieht. Spannend bis zum Ende, voller Überraschungen und lustigen Einlagen, zeigt der Film das Spiel zwischen Verfall und Genialität des Geistes. Spielerisch und Ideenreich, das einzige Manko mag jedoch die technische Umsetzung sein, denn die erinnert stark an einen Schimanski-Tatort. | furie sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           20.10.2004, 18:41 | | |
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