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The Green Butchers (2003)
Schmeckt irgendwie nach Huhn | Direktlink  | Svend, ein Komplexhaufen, der nur über Fleisch reden mag, und Björne, ein eher stoischer Gesell, eröffnen zusammen eine Metzgerei. Aus einer Gelegenheit heraus verarbeitet Svend das Bein einer Leiche, dann gibt es eh kein Zurück mehr, und so nimmt das Unglück seinen Lauf.
Eigentlich mag man den Film gerne haben, ist der doch irgendwie ein liebenswertes Außenseiterportrait voller seltsamer Figuren mit einer schwarzhumorigen Geschichte. Doch leider will, bis auf wenige Ausnahmen, der Humorfunke nicht so recht zünden (kann sein, daß das in der Festivalstimmung dann besser ist), und so wird die tragikomische Geschiche eher mehr zum Drama. (Und ja, ich fand "In China essen sie Hunde" zum Brüllen.) Immerhin schlägt die Geschichte doch einige Haken mehr als gedacht, und so wirkt der Film insgesamt (aber eben nicht als Komödie) gelungen.
Fazit: liebenswertes Außenseiter-Drama. Durchaus sehenswert. | Felix Schweiger |           24.07.2004, 12:38 | | |
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Etikettenschwindel | Direktlink  | Eigentlich ist "Green Butchers" ein sehr ernsthafter Film, der nur (zunächst) als Groteske daherkommt. Mit fortschreitender Spielzeit gleitet er aber mehr und mehr ins Tragische über, wird stellenweise richtiggehend traurig. Sein Thema sind Probleme menschlicher Beziehungen, Außenseitertum, die Schwierigkeiten vieler Menschen, sich sozial anzupassen und Erwartungen gerecht zu werden. Der mit zynischen Untertönen gespickte Handlungsrahmen um zwei Schlachter, die erst mit dem Verwerten von Menschenfleisch zu Erfolg kommen, dient dabei nur zum Transportieren dieser schwer verdaulichen Inhalte.
Wenn man also auch (insbesondere anfangs) häufig heftig lachen muß angesichts der Absurditäten und skurrilen Charaktere, die einem hier geboten werden, ist "Green Butchers" doch keinesfalls eine schwarze Komödie - als die sie einem leider verkauft wird. Diese Marketingstrategie ist natürlich verständlich, schließlich zieht Spaßiges immer mehr als Ernsthaftes. Aber sie wird dem Film nicht gerecht; und ein Vergleich mit "Delicatessen" verbietet sich einfach.
Ein wenig ist dieser Zwiespalt aber auch ein Problem, das dem Film selbst inhärent ist. Er kann sich manchmal einfach nicht entscheiden, ob er jetzt gerade eher witzig oder ernsthaft sein möchte, und so ersticken manche Lacher in sich selbst. Und leider ist der Handlungsrahmen auch etwas dünn: hat man die groteske Situation erst mal verdaut und sich mit ihr abgefunden, passiert auch nicht mehr viel. Vor allem nicht mehr viel, was man nicht eh erwarten würde.
So ist "Green Butchers" insgesamt ein zwar durchaus hochwertiger Film, ruhig inszeniert und gut gespielt. Aber seine Intention ist ihm selbst nicht immer klar, und deshalb zündet er des öfteren auch nicht (vor allem in der zweiten Hälfte). Und über einen Teil der Witze können wohl auch nur Fleischfresser lachen.
Man sollte dem Film eine Chance geben, aber sich darauf einstellen, daß es hier, neben aller "Witzigkeit" (?), häufig schwer emotional und ernsthaft zur Sache geht. 7 Punkte. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           08.08.2004, 11:46 | | |
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Die weltbeste Marinade | Direktlink  | Es freut einen zu sehen, dass das dänische Kino, oder allgemein die Produktionen aus den nördlicheren Gefilden, immer noch eine sehr angenehme Abwechslung im teilweise von Mainstreamkomödien aus den USA überladenen Kinoprogramm sind!
In „Dänische Delikatessen“ gibt's auf jeden Fall eine Menge zu lachen, obwohl auch der Ansatz zum Dramatischen mit eingewoben ist. Hier spritzt auch nicht literweise das Blut, sondern man wird eher damit konfrontiert, was es für Probleme mit sich bringt, wenn man als Schlachter erst einmal Menschenfleisch an seine Kundschaft verkauft.
Der Film hat den Mut, eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, die diesen, ja, wie soll man's ausdrücken? Diesen nordischen Touch halt hat... Anders Thomas Jensens Festivalfilm hat ein gutes Drehbuch, gute Dialoge, und der feine Sinn für guten Humor geht dabei nicht verloren. Auch wenn diese Art von Filmen wahrscheinlich einem größeren Publikum verwehrt bleibt, weil er für größere Kinos vielleicht einfach zu schräg ist, würde man ihm doch einen größeren Erfolg wünschen! Der Start von "Dänische Delikatessen" ist für die deutschen Kinos auf den 02.08.2004 angesetzt und es bleibt abzuwarten, wo man ihn zu sehen bekommt. Wer ihn auf dem FFF verpasst hat, der sollte auf jeden Fall die Augen offen halten und das Programm seines Kinos vor Ort lesen, um sich einen vergnüglichen Kinoabend im Terminplaner vorzumerken. | MarkusHenke sah diesen Film im Cinemaxx, Berlin |           24.08.2004, 19:45 | | |
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