 |
|
|
Arsène Lupin (2004)
| Direktlink  | Schade, dass über diesen Film keiner geschrieben hat. Was für ein Spektakel. Echter Kintopp, und meiner Meinung nach der beste und aufwendigste Festival-Film in diesem Jahr. (Schade, dass er in München um 12.45 Uhr kam!) Für 23 Millionen Euro erzählt Salomés die irrwitzige Lebensgeschichte eines eleganten Diebes namens Arsène Lupin am Ende des 19. Jh. Mit welcher Eleganz Romain Duris (aus L`auberge espagnole) seine charmanten Untaten begeht, da können die Oceans 11 heimgehen. Brillant gespielt (v.a. Scott Thomas und die bezaubernde Eva Green), sensationell ausgestattet, mit Non-Stop action, bombastischen Soundtrack, großartigen Details und sprichwörtlich französischem Charme wird der Zuschauer in eine andere Zeit und Welt versetzt. Das Tempo, die Intelligenz und die zahlreichen Wendungen lassen sogar die ebenfalls gelungenen und ähnlich gelagerten "Pakt der Wölfe" und "Vidocq" vergessen machen. Wer großes Abenteuerkino sehen will, der muss sich nur diesen Film ansehen. Da kommen die Amis nicht mit... | Parzival |           05.08.2005, 14:00 | | |
|
|
Bunt, bombastisch, banal | Direktlink  | Von diesem Film hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Nämlich in erster Linie eine außergewöhnliche, faszinierende visuelle Stilistik - gerade, da von anderen des öfteren "Vidocq" als Vergleich herangezogen wurde. Mit Ausnahme einer einzigen kurzen Sequenz aber, die tatsächlich einem Bildrausch gleicht, wurden meine diesbezüglichen Erwartungen aber vollständig enttäuscht.
Das soll nicht heißen, daß "Arsène Lupin" nicht schon anzusehen wäre. Im Gegenteil, das grandiose Setdesign, wunderbare Kostüme und großartige Kameraarbeit beeindrucken durchaus. Aber die Bildsprache ist "nur" die eines klassischen Abenteuerfilms, wenn auch eines sehr "großen", aufwendig und teuer produzierten.
Natürlich paßt das letztendlich auch am besten zur Handlung, die - von wenigen übernatürlichen Elementen abgesehen - stets der zwar typisch phantastisch übersteigerten, märchenhaften, aber doch nicht völlig von den Grenzen der Realität losgelösten Stoffentwicklung dieses Genres verhaftet bleibt.
Wie sehr man diese Handlung und ihren Aufbau nun schätzt, ist voll und ganz eine Frage des jeweiligen persönlichen Geschmacks. Ich war nie ein großer Fan von Abenteuerfilmen, die vor der letzten Jahrhundertwende spielen, weshalb ich "Arsène Lupin" dann wohl auch weniger abgewinnen konnte als manch anderer. Dabei hat er mich durchaus unterhalten: er ist temporeich inszeniert (wenn es auch ein wenig zu lange dauert, bis er in Fahrt kommt), bietet eine überaus facettenreiche Geschichte mit diversen geheimnisvollen Aspekten sowie immer wieder witzige Ideen und auch Dialoge.
Zwischendurch verfolgt der Film aber vielleicht ein paar Wendungen zuviel, es ist nicht immer ganz einfach (und leider auch nicht immer interessant), der Handlung zu folgen. Zudem kommt er am Ende einfach nicht auf den Punkt und ist dabei ein ganzes Stück zu lang.
Zusammengenommen ist "Arsène Lupin" zwar sehr gut gespielt, sehr amüsant erzählt, sehr bunt und sehr "großes Kino", aber vom Genre und vom Setting her trotz aufsehenerregender Umsetzung einfach nicht ganz mein Fall. Darum nur 6,5 Punkte. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           18.08.2005, 17:09 | | |
|
|
Deinen Review über Arsène Lupin (2004) hinzufügen! Zu den Filminfos |
| |
|