Ghost in the Shell 2: Innocence (2004)
Abschlussenttäuschung | Direktlink  | Tja, was soll man zu Ghost in the shell 2 sagen. Schöne Bilder, noch verwirrendere Story als im ersten Teil und minutenlange Szenen, die man wohl nur als Asiate verstehen kann. Die Handlung baut auch noch zum Teil auf Teil 1 auf, man sollte ihn also gesehen haben, sonst wird die Story nur noch undurchsichtiger. Klar zeigt man einen mit so viel Spannung erwarteten Film am Abschlußtag des FFF, aber verdient hat er das eigentlich nicht. Da waren die anderen Animes auf dem FFF (Appleseed, Steamboy) doch deutlich besser. Die gezeigte Action ist eher lahm, die Dialoge hoch philosophisch, so dass man sich fühlt, als würde eine Insider-Story nach der anderen erzählt. Lauter Anspielungen die wohl nur der Autor versteht und dazu Szenensprünge, die genau so verwirren wie die Dialoge der Protagonisten. Alles zusammen genommen bekommt man einen Film, der weder von der Story noch von den Bildern richtig überzeugt und nur vom Ruf des ersten Teils lebt. Innocence ist wieder so ein Film wie Avalon, an dem sich die Meinungen scheiden, ob Kunst oder Schrott. Ich als Anime-Fan konnte mit Innocence zumindest nichts anfangen. | Spencer sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           11.08.2005, 11:34 | | |
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| Direktlink  | GITS2 hat schöne Bilder. Den kann man sich auch angucken und geniessen, ohne nachzudenken. Wenn man ein bisschen Nachdenken will, gibt einem der Film ein paar Gedanken, wie Abbilder des Menschen diesen definieren. Dazu noch ein paar Appetithäppchen fernöstlicher Philosophie und ein paar Haiku, die sich aber nicht wie Popcorn mampfen lassen.
Die Darstellung des manipulierten externen Gedächtnisses finde ich auch recht gelungen, hier hätte man den Film noch etwas ausbauen können.
Was mir überhauptnicht gefallen hat, war die Darstellung von Computern. Zahlenkolonnen, Gepiepse, Technobabble: Wie in den Siebzigern. Computer haben sich seither weiterentwickelt, da könnte sich auch deren Darstellung in Filmen weiterentwickeln.
Den ersten Teil sollte man gesehen haben und bitte kein Popcorn-Ballerkino erwarten. Ich finde, diesen Film kann man sich auch noch ein zweites Mal angucken. | Der_Fluch_der_Pizza sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           12.08.2005, 10:27 | | |
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Rausch der Bilder | Direktlink  | Für die Qualitätsmessung von Filmen gibt es bei mir einen maßgebenden Wert :
Den "Jaw Drop Factor". Das ist die Weite und Zeitspanne während der man, schwer beeindruckt durch das auf der Leinwand Gezeigte, Maulsperre bekommt und ins Popcorn sabbert. Meistens passiert das ja nicht, aber bei "Ghost In The Shell 2" kam das bei mir ständig vor. Endlich mal ein Film, bei dem auch das Soundsystem des Kinos so richtig zur Geltung kommen durfte. Einige Sequenzen waren einfach nur unglaublich, insbesondere die Landung des Flugzeugs auf "Locus Solus" und die Vogelschwärme, dazu der sensationelle Soundtrack, liessen Gänsehautfeeling aufkommen. Dieser Film läßt viele gute Animes reichlich alt aussehen. Die Myriaden von unendlich komplizierten Details, die in einem Rausch von Farben über die Leinwand ziehen, sind überwältigend, die Story clever und komplex wie erwartet, die Charaktere fein gestaltet. Ghost... ist in jeder Hinsicht eine filigrane Produktion, deren Feingliedrigkeit und Ruhe in die zahlreichen äusserst philosophischen, ja fast schon lyrisch anmutenden Dialoge einfließt. Ein Film, der es einem ermöglicht, vollkommen abzutauchen, der einen mit dem Gewebe seiner überbordenden Bilder einhüllt und aufsaugt. Eines der absoluten Hightlights des diesjährigen FFF. | Alexander sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           15.08.2005, 10:26 | | |
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Schlaf in the Saal | Direktlink  | Nun ja, Teil 1 kenn ich nicht, musste teilweise mit dem Schlaf kämpfen und hatte somit einige Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Das kann man ja aber nicht dem Film vorwerfen und das, was ich sah, war gut. Werde mir wohl beide Teile mal als Billig-Doppelpack auf DVD anschauen, wenn ich etwas fitter bin. Schöne Bilder und satter Sound, Story, wie gesagt - keine Ahnung. | Eraserhead sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           15.08.2005, 11:48 | | |
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Hörbuch mit Bildern | Direktlink  | Leider dienen die sagenhaften Animationen nur zur Illustration eines Hörbuches. Glaubt keinem, der behauptet, alle Untertitel gelesen und verstanden zu haben - das ist einfach unmöglich.
Zum Glück gibt es immer mal wieder ein paar Sequenzen, die über Bilder wirken und einem ermöglichen, das Auge auch mal schweifen zu lassen.
Besonders die (Traum-? Erinnerungs-?) Sequenz in der alten Stadt ist so rauschhaft schön, könnte auf Repeat eine Stunde laufen, ich hätte nichts dagegen.
Die Story habe ich noch halbwegs mitnehmen können, aber da muß ich noch mal auf eine Synchronfassung oder OmdU warten.
Die Textlastigkeit kann man dem Film ja nicht wirklich anlasten, deshalb mehr Punkte, als ich zuerst vergeben wollte. | landscape sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg |           24.08.2005, 16:16 | | |
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Der ultimative Cyberpunk-SF-Film | Direktlink  | Ich war nach dem Film kurz davor zu heulen. Kein Witz. Das Glücksgefühl war so überwältigend, ich musste meine Emotionen herunterschlucken, um hier nicht in Tränen auszubrechen. Ich hatte mir so viel von GITS2 erhofft, es war der Film, auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Und meine kühnsten Hoffnungen wurden übertroffen! DAS ist ECHTE Science Fiction. Echter harter Cyberpunk, vermischt mit Philosophie. Hier wird noch ein intelligentes und aufmerksames Publikum vorausgesetzt (wehe dem, der bei den UT nicht schnell schaltet...). Wie im ersten Teil gibt es faszinierende, in sich logische Technik, die einfach eingesetzt wird, ohne daß sie dem Zuschauer erklärt wird. Wer SF und vor allem Cyberpunk liebt, der steigt begeistert durch, ein technisch nicht so versierter 08/15-Zuschauer wird vermutlich völlig verwirrt den Kinosaal verlassen. Vermischt mit den philosophischen Denkansätzen, die hier maschinengewehrartig auf einen niederprasseln, ist sicher der eine oder andere Kinogänger überfordert. (Bei einigen Leuten konnte ich die Fragezeichen über den Köpfen sehen, als das Licht wieder anging.)
Diese Thematik, diese Präsentation, diese Details, diese Technik, die Story, das Wiedersehen mit den Charakteren, die sich konsequent weiter entwickelt haben: Alles großartig.
Optisch ein Leckerbissen (technisch nicht so gut wie Appleseed, aber künstlerisch besser), inhaltlich ein Füllhorn an Ideen und Denkansätzen, die noch lange nach dem Kinobesuch nachwirken.
Ein Problem bei dem Film ist, daß hier wirklich sehr viele Informationen in die Untertitel gequetscht werden mussten. Ich konnte der Story folgen und habe auch verstanden, was Oshii mit dem Film ausdrücken wollte, musste aber höllisch aufpassen und werde noch einige DVD-Durchläufe brauchen, bis ich jedes letzte Eck entdeckt habe.
Schon den ersten Teil fand ich großartig, aber den zweiten Teil finde ich in philosophischer Hinsicht noch einen deutlichen Schritt interessanter.
Nüchterne, intellektuelle SF ohne Kitsch und Buckeln vor Filmkonventionen. Ein Mann (Oshii) zeigt uns seine Vision von einer möglichen Zukunft in einer Detailtreue und Konsequenz, die nur einem Genie entspringen kann.
Für mich (seit meinem 8. Lebensjahr SF-Leser) persönlich ist Innocence der perfekte SF-Film. Ich kann aber verstehen, wenn manchen Zuschauer emotional und intellektuell der Film einfach nichts bringt, bei mir persönlich hat er das Gefühl geweckt, das nur eine Handvoll Filme und Bücher (Beispielsweise 2001, Contact oder Akira) überhaupt in mir wach gerufen haben: Den "Sense of Wonder", das ehrfürchtige Staunen beim Betrachten von etwas Großem, Erhabenem. Ganz große Kunst. | Stingray sah diesen Film im Cinecitta', Nürnberg |           26.08.2005, 00:46 | | |
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