Primer (2004)
Gehirnjogging | Direktlink  | Prima, was man mit einem Budget von 7.000 $ alles machen kann, wenn man eine gute Idee hat. PRIMER ist ein Film, der in der Hauptsache im Kopf des Zuschauers stattfindet. Von Anfang an wird man ohne nähere Erläuterungen in die Handlung um ein Grüppchen Wissenschaftler geworfen, die in der Garage an einer Entwicklung arbeiten. Woran sie ursprünglich arbeiten, was sie motiviert, wer sie sind und worüber sie da im Detail eigentlich reden, bleibt - wie so vieles in diesem Film - bewusst im Unklaren. So hinkt das Gehirn des Zuschauers 77 Minuten lang der Handlung immer ein Stückchen hinterher, versucht, Zusammenhänge zu begreifen, Entwicklungen nachzuvollziehen, Andeutungen einzupassen und sich ein Gesamtbild zu erstellen.
In der heutigen Filmlandschaft, in der - insbesondere in Genrefilmen - dem aufmerksamen Zuschauer jede folgende Entwicklung bereits nach dem Lesen des Filmtitels klar ist, ist PRIMER ein echtes Glanzlicht. Denn er erzählt eine faszinierende Geschichte und tut dies durch Beschränkung auf die ihm zur Verfügung stehenden Mittel auf eine geniale Art und Weise - durch Auslassung.
Fazit: Immens spannender "High-Concept"-Thriller für alle, die im Kino gerne ihr Gehirn arbeiten lassen. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           06.08.2005, 15:25 | | |
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Einfach nicht denken | Direktlink  | Wenn man von einem Film vorher schon liest, dass niemand ihn versteht, dann hat man die Möglichkeit, krampfhaft bemüht zu sein, jedes Wort zu verstehen und über den Sinn zu grübeln oder man läßt es gleich, auch eingedenk des Umstandes, dass die eigenen Englischkenntnisse begrenzt sind.
Ich habe mich für letztere Option entschieden, was mir leicht fiel, denn wer eine gewisse Liebe zu den Filmen von Hal Hartley hegt, wird auch diesen reduzierten Film mögen, der von einem gewissen Shane Carruth quasi alleine auf die Beine gestellt wurde.
Selbst ohne sich groß um die Dialoge zu kümmern hat der Film eine spürbare Dramaturgie, versteht man, ohne dass Worte nötig wären, berührt hat mich dabei grade die Musik, ebenfalls von Herrn Carruth, die trägt, treibt, bewegt.
Ein brillantes geschlossenes Konstrukt, das nicht einfach nur gut ist für wenig Geld, sondern gut grade wegen der fehlenden Mittel.
Konzentration auf das Wesentliche.
Ein Film wie ein geschlossener Raum. | QuintenQuist sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg |           25.08.2005, 11:41 | | |
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