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They Came Back (2004)
Make them die slowly... | Direktlink  | Vorab folgendes Statement: Ich bin durchaus ein Fan (zumindest manchmal) von langsamen, ruhig erzählten und gefühlvollen Filmen. ABER...
...They Came Back entpuppte sich, nach großer (Geheimtipp-)Vorfreude als totale Schlaftablette. Die Idee der "Rückkehrer", die resozialisiert werden sollen ist durchaus genial, aber die Umsetzung war schlicht und ergreifend total ermüdend. Hätte ich diesen Film an einem Dienstag um 22:30 Uhr auf Arte entdeckt, hätte er mir sicherlich besser gefallen, als auf dem FFF 2005.
Warum? Nach anfänglicher Spannung durch die langsam, aber intensiv gefilmten Bilder und die Off-Stimme flacht der Film mehr und mehr ab. Anstatt zu versuchen die angekratzten Schwierigkeiten des Wiedersehens und der Reintegration zu vertiefen und somit den Zuschauer Teil werden zu lassen, verfällt der Film mehr und mehr in pseudo-künstlerische Klischees und verflacht im letzten Drittel total.
Was ist die Message? Sollen wir die Toten ruhen lassen? Ist das Abschiednehmen beim zweiten Mal schwieriger? Ich weiß es wirklich nicht...
Fazit: Schade, daß so eine geniale Idee so halbdurchdacht verschwendet wird! | Tetsuo sah diesen Film im City, München |           04.08.2005, 15:49 | | |
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They should have stayed where they were | Direktlink  | LES REVENANTS einen Zombiefilm zu nennen, ist ein gewagter Schritt. Der Film ist eher eine Metapher über das Abschiednehmen von den Toten. Denn trotz des realistischen Umgangs mit der Tatsache, dass an einem Tag ohne nähere Erklärung 70 Millionen Menschen in bester Gesundheit und vollständig bekleidet von den Friedhöfen wieder auf die Erde zurückkehren, bleiben zu viele Dinge unausgesprochen und unbeleuchtet, um den Film in einer nachvollziehbaren Realität zu sehen.
Entsprechend behandelt der Film denn auch mehr Themen wie Kommunikation, Liebe, Verbundenheit und Loslassen (können). Das heißt im Klartext: wenig Spannung, viel Dialog, viel Ruhe und Langsamkeit, kein Blut, keine Action.
Für einen abendfüllenden Spielfilm wird die Idee zu langatmig entwickelt und letztendlich höchst unbefriedigend gelöst.
Fazit: Anregender Stoff für einen Kurzfilm oder einen Roman, als Film nicht ergiebig genug bzw. nicht interessant genug entwickelt. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol, Stuttgart |           08.08.2005, 19:14 | | |
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Wie ist das, wenn man tot ist? | Direktlink  | Ja, wir haben es hier nicht mit einem typischen Zombiefilm zu tun. Kein Blut, keine Gewalt, kein Horror, oder Terror!
Die Bilder entfalten sich langsam, aber zielsicher. So breitet die omnipräsente Kühle des Werkes einen Schleier von Tristesse und Melancholie über den Zuschauer und packt ihn direkt an Herz und Kopf. Aber nur, sofern man sich darauf einzulassen vermag!
Eine geniale Idee wird hier in aller Ruhe zur Entfaltung gebracht und nicht eine Sekunde des Gezeigten war zu viel, oder unnötig. Die Macher ließen sich genau die Zeit, die dieser außergewöhnliche Film benötigt und volbringen damit beinahe ein Wunder:
Ein dem Fantasy Film Fest absolut würdiger Film, der dem Großteil des FFF-Publikums kaum zusagen mochte und eher belächelt wurde.
Schade, denn dieser Film ist in der Tat wie ein gutes Buch!
Ein sich zum meiner Meinung nach genialen Ende hin positiv quälend entwickelnder Plot, nur aus Handlungsfragmenten bestehend und so dem Rausch der poetischen Bilder ebenso verpflichtet wie der Bereitschaft des Zuschauers, mit den Protagonisten mitfühlen zu wollen.
Das Ganze von perfekt geschriebenen, gehaltvollen Dialogen getragen und eindringlich gespielt.
Wer sich schon einmal ernsthaft gefragt hat, wie es denn wäre, wenn die zurückkämen, die wir geliebt verloren haben, so muß er diesen Film sehen, darf aber keine Antwort auf brennende Fragen erwarten - dieses Meisterwerk beantwortet sie nicht, es stellt sie und baut sich um sie herum auf.
Eine Allegorie auf das Leben, den Tod und das Ungewisse dazwischen.
Herausragend! | Rohrkrepierer sah diesen Film im Cinecitta', Nürnberg |           09.08.2005, 10:24 | | |
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Lebst du noch oder stirbst du schon? | Direktlink  | Ein Thriller? Ein SciFi-Film? Ein Drama? Schwer zu sagen, und eine solche Kategorisierung ist ja eigentlich auch alles andere als wichtig. In diesem Fall wäre es aber vielleicht doch ganz gut, wenn das Publikum vorab einschätzen könnte, was es da geboten bekommen wird. Das würde helfen, falsche Erwartungen, und damit leicht Enttäuschungen, zu vermeiden. Aber auch dem Film selbst hätte es vielleicht nicht geschadet, wenn er sich klarer für eine Richtung entschieden und diese fokussiert hätte. So aber blieb er für mich vor allem eins: schwammig.
Zwar präsentiert er eine ziemlich außergewöhnliche Idee. Diese aber - für meinen Geschmack - auf nicht ausreichend außergewöhnliche Weise. Meine Kritik hat dabei weniger mit dem sehr niedrigen Erzähltempo des Films zu tun oder gar mit mangelnden Action- bzw. plakativen "Schock"-Szenen. Jenes trifft etwa auch auf den durchaus geistesverwandten japanischen "After Life" (FFF 2000) zu, der mich trotzdem recht begeistern konnte. Der Unterschied: "After Life" schaffte es von Anfang an mühelos, den Zuschauer in den Bann der hier vorgestellten, bizarren Situation zu ziehen und dadurch fast automatisch das Nachdenken über diese Situation und ihre Konsequenzen für einen selbst einzuleiten. "They came back" aber verbleibt fast die ganze Zeit über viel zu "normal": Die wiederauferstandenen Toten wirken zu sehr wie nur unterkühlte, langsame Lebende; die Lebenden wiederum reagieren viel zu abgeklärt auf die eigentlich ja unfaßbare Tatsache, daß sie auf einmal von laufenden Leichen umgeben sind. So war es zumindest für mich sehr schwer, die Prämisse des Films als solche zu realisieren und tatsächlich in die Stimmung zu kommen, mir entsprechende philosophische Fragen zu stellen.
Beschäftigt man sich in Ruhe mit der Ausgangssituation und den Inhalten des Films, gibt es da ja schon einige große Themen, die er anreißt: Was würde ich tun, wenn eine für immer verloren geglaubte Person zurückkäme? Was unterscheidet einen lebenden wirklich von einem toten Menschen, was macht das Mensch-Sein wirklich aus? Leben wir, um zu leben, oder brauchen wir Aufgaben, Regeln, Verhaltensmuster, um uns wie Menschen zu fühlen? Keinesfalls leichte Kost, und nicht eben das Feld, in das sich ein gewöhnlicher FFF-Film hineinwagt.
Das ist "They came back" auch hoch anzurechnen. Aber, wie gesagt: die Beschäftigung mit diesen Fragen begann für mich erst weit nach dem Sehen des Films; und um sie überhaupt einzuleiten, hätten auch die ersten 20 Minuten der Geschichte gereicht. Der Film kommt nicht so recht auf den Punkt und schafft es bei aller Langsamkeit und Melancholie nicht, die wohl beabsichtigte Atmosphäre zu erzeugen. Keine Poesie, keine Magie, stattdessen viel Zähflüssigkeit und eine allzu oft nur distanzierte Wiederholung seiner Aussagen bzw. Überlegungen, statt tiefer in sie einzutauchen, sie unmittelbar nachvollziehbar zu gestalten.
Für alle, die sich gerne mit den großen Fragen unserer Existenz auseinandersetzen, ist "They came back" sicherlich eine Empfehlung wert. Als Film ist er mir jedoch bei weitem zu akademisch und trocken gehalten, um wirklich Lust auf eine solche Auseinandersetzung zu machen. Zusammengenommen ist er schwierig zu bewerten. Da ich mich aber weder gut unterhalten noch von ganz neuen Gedanken beeindruckt fühlte, kann ich nur 5 von 10 Punkten vergeben. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           13.08.2005, 14:09 | | |
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| Direktlink  | Was wäre, wenn plötzlich alle Verstorbenen der letzten zehn Jahre zurückkommen würden? Allerdings nicht verwest und verfault, wie man es normalerweise erwarten würde, sondern ein bisschen lethargisch zwar, aber ansonsten kerngesund? Wie können diese Menschen wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden? Was für politische, soziologische, psychologische, religiöse, ökonomische, rechtliche und natürlich philosophische Konsequenzen ergeben sich daraus?
Das ist starker Tobak für einen Zombiefilm, vor allem wenn man bedenkt, dass hier die Untoten keinerlei Appetit auf Menschenfleisch haben und niemanden anknabbern. Trotz seiner recht originellen Abwandlung der Zombiethematik bleibt They Came Back aber leider in fast allen oben angesprochenen Belangen die Antworten schuldig und schlimmer noch: Häufig genug stellt der Film noch nicht einmal die dazugehörigen Fragen. They Came Back hinterlässt trotz schöner Bilder und guter Darsteller ein etwas unbefriedigendes Gefühl beim Zuschauer. Woher kommen die Toten? Was ist ihr Ziel? Wohin gehen sie? Der Film kratzt nur an der Oberfläche und wirkt unrealistisch (natürlich abgesehen von der Ausgangsprämisse der zurückkehrenden Toten). Denn 70 Millionen "Zurückgekommene" alleine in Frankreich - das kann keine Volkswirtschaft der Welt einfach schlucken, ohne dabei zu kollabieren. Abgesehen davon, was dieses Ereignis für eine religiöse Bedeutung für viele Menschen hätte, auch für viele, die vorher keinerlei religiöse Gefühle gehegt haben. Keinesfalls jedoch würde der übliche Trott wie vorher weitergehen, sondern die Grundpfeiler unserer gesamten Existenz würden bis ins Innerste erschüttert oder noch wahrscheinlicher gleich in sich zusammenstürzen.
Was bleibt, ist ein trotzdem interessanter und origineller, optisch überzeugender, wenn auch leider oft am Rande der Langweiligkeit balancierender Film, der zu inhaltsleer ist. Mit They Came Back wurde viel Potenzial verschenkt. 6/10 | Herbert.West |           13.08.2005, 16:54 | | |
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Lasst uns recht kunstarschig sein | Direktlink  | Damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Ich liebe ruhige Filme und ich liebe französische Filme und gerne darf es auch mal etwas "leiser" sein, alles kein Problem.
Was jedoch HIER geboten wurde, löste bei mir fast schon physische Qualen aus, ähnlich der Situation, in einem Supermarkt an einer Kasse in einer langen Schlange mit lauter Rentnern stehen zu müssen, die ihre Einkäufe sämtlich mit 1 und 2 Cent-Stückchen abzählen und sich dabei noch über den letzten Mallorca-Aufenthalt verlustieren. Grausam. Das Wort "langsam" erfährt hier eine neue Dimension. Man hat das Gefühl, der Film würde auf slowmotion abgespielt. Die unendlich blassen aneinandergereihten (und dabei vollkommen austauschbaren) Kameraeinstellungen und Kaugummiszenen sind die reine Zumutung und dabei so trübe wie die Protagonisten des Films. Ich gehöre bei weitem nicht der "MTV Generation" an, der man aufgrund ihrer ultrakurzen Aufmerksamkeitsspanne vorwirft, nur noch bunte und im 3-Sekunden-Takt geschnittene Filme verstehen zu können, aber was zuviel ist, ist zuviel. Ich hatte mich für diesen Film entschieden, weil es sich ganz offensichtlich um eine neue Idee, ein neues Konzept zu handeln schien. Der Film macht nur leider nichts daraus. Das Ding nimmt sich unendlich viel Zeit, seine Geschichte zu erzählen, vergisst dabei aber vollkommen, die Charaktere einzuführen oder näher zu beschreiben, die sämtlich blasse, farblose trübe Funseln sind. Darum war es mir auch vollkommen egal, wer zurückkommt und wer nicht, wer tot ist und wer es bleibt und wer von wem warum wieder "Abschied" nehmen musste. Der Film ließ mich genauso kalt wie die Fehlfarben, in denen er gedreht worden ist. Für die mutige Idee gibt's ein paar Gnadenpunkte. | Alexander sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt |           15.08.2005, 11:11 | | |
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Gut und dennoch schlecht | Direktlink  | Gut gemachter Film, der technisch und durch die Schauspieler punkten kann. Von der Machart durchdacht und mit Können, schafft es der Film, die Ruhe und Langsamkeit als Stilmittel zu nutzen. Umso unverständlicher ist es, warum nicht die gleiche Sorgfalt in die Geschichte investiert wurde.
Wie bei einem Fragment wurde hier jede Möglichkeit, die Geschichte zu entwickeln, vergeben.
Vieles wirkt unlogisch und es hat mich sehr enttäuscht, wie die Macher sich um jegliche Erklärung und Antworten im Film gedrückt haben.
Was bleibt, sind jede Menge Bilder und eine Leere im Kopf des Betrachters. Find ich sehr fade und schade. | Sluggo sah diesen Film im Cinedom, Köln |           18.08.2005, 12:31 | | |
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Geniale Semesterabschlußarbeit | Direktlink  | Der Film langweilt kaum, obwohl er kaum was zu bieten hat. Aber es würde ein Artikel von 200 Worten reichen, um die Ideen, die in dem Streifen stecken, niederzuschreiben. Die Schauspieler und die Regie schaffen es, aus Nichts Etwas zu machen.
Zwischendurch habe ich mich gefragt, sind das Aliens? Oder kommen sie zurück, um sich zu rächen? Es gibt Momente, die das nahelegen. Durch Blicke, durch die Beobachtungen der Wissenschaftler, durch das Setting.
Insgesamt: eine geniale Semesterabschlußarbeit, aber Spielfilmlänge hat der nicht verdient. | landscape |           22.08.2005, 01:19 | | |
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