Kiss, Kiss, Bang, Bang (2005)
Clever und unterhaltsam | Direktlink  | Ich hatte im Vorfeld Bedenken hinsichtlich der Verständlichkeit einer nicht-untertitelten OV bei einem solchen Film. Die schlechte Nachricht: ich hatte sie ein gutes Stück weit zu Recht. Die gute Nachricht: der Film macht auch Spaß, wenn man nicht jeden Wortfetzen versteht. Dafür sind in erster Linie die stilsichere Inszenierung, der Dialogwitz und die Erzählstruktur samt selbstreflexivem Erzähler verantwortlich. Gerade letzteres sorgt für einen angenehm ironischen Unterton - wobei Black allerdings clever genug war, diesen Clou nur pointiert und nicht im Übermaß einzusetzen. Neben Spaß und Action haben sich allerdings auch einige unangenehme Szenen eingeschlichen, in denen der Film nicht nur seinen Darsteller, sondern auch seine Zuschauer, nun ja, richtig bei den Eiern packt. Unbedingt erwähnen möchte ich noch: schönster Vorspann, den ich seit langem gesehen habe (ja, im ernst: ich mag es, wenn Filmemacher solche Möglichkeiten nutzen und die Anfangs-Credits nicht nur als Pflichtübung betrachten!), und schönster Schlusssatz, den ich seit langem gehört habe ("to the good people in the Midwest:..."). Ein abschließendes Urteil möchte ich mir trotz allem aber dennoch erst bilden, wenn ich eine untertitelte oder synchronisierte Fassung gesehen habe. | Jimmy_Conway sah diesen Film im Cinema, München | | 31.07.2005, 20:36 | | |
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Black is back! | Direktlink  | Nach 9 Jahren das erste Lebenszeichen von Dialog-Gott Shane Black. Der Mann, der durchschnittliche Actionthriller wie LAST BOY SCOUT und LONG KISS GOODNIGHT mit seinem herrlichen Sarkasmus aufbrezelte, legt mit seinem Regiedebüt eine herrlich gelassene Raymond-Chandler-Hommage hin, die so selbstbewusst-selbstreferentiell daherkommt, dass das SAT-1-Unwort "FilmFilm" endlich eine angemessene Bedeutung bekommt.
Robert Downey Jr., der endlich wieder spielen darf und seit ALLY MCBEAL nicht mehr so gut war, gibt eine köstliche Vorstellung als erfolgloser Kleinkrimineller/Schauspieler/Privatdetektiv/Erzähler, der von einer Verwicklung/Verletzung in die nächste stolpert und sich auch immer mal wieder die Freiheit nimmt, den Film anzuhalten, Nebenhandlungen und Rückblenden einzuflicken und selbstironische Kommentare abzugeben.
Insbesondere im entspannten ersten Drittel gerät der Film dabei fast auf eine Ebene mit Genreparodien im Stil von NAKED GUN, die immer ein bisschen cleverer sind als der Rest. Diese Cleverness gefährdet dann zeitweise auch die Handlung des Films, die nicht gerade seine Stärke ist - zu schnelle Entwicklungen und Oneliner lenken nur unzureichend von den Logiklöchern im Plot ab.
Aber was soll's, diesem Film schaut man ohnehin am liebsten zu, wenn er ziellos durchs Genre spaziert und links und rechts ein paar scharfe Bemerkungen, Gags und Verfolgungsjagden fallenlässt.
Fazit: Grandiose Unterhaltung mit bestens aufgelegten Darstellern, scharfsinnig-witzigen Dialogen und etwas harter Action. Definitiv einer der coolsten Filme der letzten Jahre. | Herr_Kees sah diesen Film im Metropol, Stuttgart | |           04.08.2005, 15:41 | | |
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| Direktlink  | Ich kann mich den vorherigen Kritiken nur anschließen. Dies ist ein klasse Eröffnungsfilm. Witzige Charaktere (Downey Jr. ist klasse, und auch Michelle Monaghan spielt super, was sie bald neben Tom Cruise in MI:3 beweisen kann!), intelligente Dialoge, bei denen man allerdings wirklich gut Englisch sprechen muss, einen klasse Jazz-Soundtrack, und einige coole Zitate und story-twists. Besonders überzeugend war der originelle off-Erzähler, der immer wieder in die Handlung eingreift. Alles in allem erinnert das an Tarantino, aber es ist viel besser, weil witziger und origineller! | Parzival | |           05.08.2005, 13:49 | | |
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Spiel, Spaß, Spannung, gute Laune. | Direktlink  | Ich kann mich all meinen Vorrednern nur anschließen: dieser Film ist eine einzige Unterhaltungs-Bombe, zum Bersten voll mit trockenem Humor, bösartiger Situationskomik, Referenzen auf dies und das und jenes, farbenfrohen (und überwiegend famos gespielten) Charakteren... und einer deutlich spürbaren, riesigen Lust am Erzählen.
Eine Film-Noir-Geschichte in einem Nicht-Film-Noir-Setting, sich in teilweise atemberaubendem Tempo durch unterschiedlichste Handlungsstränge schlängelnd, immer wieder vorangetrieben durch Dialoge (und Off-Monologe), die so fies und gnadenlos zynisch sind, daß man nur noch den Kopf schütteln mag. Dabei sollte man sich allerdings kurz fassen, denn sonst verpaßt man schon die nächste Unglaublichkeit.
Sicher, die Handlung hat ein paar Lücken, aber letztendlich steht sie auch wirklich nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es hier darum, dem Publikum verschiedenste Figuren vorzuführen und es miterleben zu lassen, in welche Schlamassel diese permanent geraten, mit welchen - teils erstaunlich brutalen - Ereignissen sie konfrontiert werden und was sie daraus machen. Daß sich dabei die unterschiedlichsten Charaktere und "ihre" Handlungsinhalte näher und näher kommen, sich ineinander verweben und schlußendlich ein faszinierend facettenreiches Bild der Abgründe Los Angeles' zeichnen, geschieht auf so elegante und vor allem unterhaltsame Weise, daß man fast automatisch begeistert und bewundernd vor sich hin grinst. Erzählkunst der Sonderklasse, die hier lustvoll zelebriert wird.
Falls der Film allerdings tatsächlich, wie dem Programmheft zu entnehmen, als Shane Blacks Abrechnung mit der Filmindustrie, als sein "Fuck You" an Hollywood gedacht ist - dann hat er meiner Meinung nach leider versagt. Zumindest beim ersten Sehen jedenfalls lassen der überbordende, fiese Humor und die rasante Skurrilität der gezeigten Ereignisse kaum zu, daß man eine solche Message herausliest.
Wie auch immer: Für mich ist "Kiss Kiss Bang Bang" ein grandioses Filmerlebnis, eine wahre Perle, die sich kein Liebhaber ungewöhnlicher Situationen bzw. ungewöhnlich erzählter Geschichten entgehen lassen sollte. Mit Sicherheit der beste FFF-Eröffnungsfilm seit vielen Jahren, vielleicht sogar seit "Scream". Am liebsten würde ich ihn gleich noch mal sehen. Und noch mal. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt | |           11.08.2005, 03:52 | | |
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| Direktlink  | Holla, was für eine Eröffnung, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Luftig leicht fängt der Film mit angenehmen Loungeklängen und coolem Titelvorspann an, nur um sich dann im Morast von Hollywood zu suhlen. Jeder spielt hier seine Rolle, ob gewollt oder ungewollt, und der ganze Film dreht sich um Bluffen und Täuschen (auch die beste Szene des Films wird eingeleitet mit den Worten "Du glaubst ich bluffe?! Du glaubst ich bluffe?!"). Zwischenzeitlich spielt der Film auch mit sich selbst, kehrt das gerade Gezeigte ins Gegenteil um oder bleibt einfach stehen, um sich zu fragen, was die Szene eigentlich gerade sollte...!
Ach ja - eine Geschichte wird auch noch erzählt. So richtig verstanden hat die von uns keiner, weil das Genuschel nicht immer einfach zu verstehen war. Aber das macht nichts, was hier an Wortspielereien und absurden Situationen drin ist, reicht für drei Filme. Bei der deutschen Fassung werden wir die Story sicher besser verstehen, aber die Synchro wird sicher auch einiges versauen. | GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom, Köln | |           11.08.2005, 11:55 | | |
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Filmfeststart! Bang! Bang! | Direktlink  | Endlich mal wieder ein würdiger Eröffnungsfilm mit Blut, Spaß, Action und einer dezenten Prise Sex. Wenn ein Film so gelobt wird, wie in den vorangegangenen Rezensionen, schraubt man automatisch die Erwartungen ziemlich hoch und wird meist enttäuscht. Diesmal nicht! Ein fieser Film-Noir mit Independent-Look aus der Mainstream-Ecke. Glänzende Darsteller, allen voran der fette Val und der von naturaus degenerierte Uns-Drogenschwein-Robert Downey jr., der wahrscheinlich schon schlimmere Wochen in Echt hinter sich hatte und man ihm deswegen den Most-Tortured-Man nach Sean Penn in U-Turn zweifelsohne abnimmt.
Meine Haare sind fettig, die Achseln stinken, mein IQ ist auf Low-Level - das Fantasy Film Fest kann beginnen!!! | Eraserhead sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt | |           11.08.2005, 12:34 | | |
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Lachrausch | Direktlink  | Der Film ist ein riesengroßer Spaß, ein lupenreines Gag-Feuerwerk,
vollgestopft mit messerscharfem Dialog-Witz, das so rasant abgebrannt wird,
daß es manchmal schwer fällt jedem Handlungsstrang zu folgen. Ein grandioser
Robert Downey Jr. feiert hier sein lange verdientes Comeback. Fast hat man
das Gefühl das Downey in seinen Schlabberklamotten die letzten 15 Jahre den
Kokain-Rausch aus "Less Than Zero" ausgeschlafen hätte um nunmehr reichlich
verwirrt erneut durch die Kulissen des gleichnamigen Films aus den 90ern
gejagt zu werden, ohne richtig zu begreifen, wie ihm eigentlich geschieht.
Die Weihnachts-Partyszene, inklusive Swimmingpool, künstlichem Schnee und
Kuss auf die Wange dürfte jedenfalls als astreine Hommage an jenen Film
gemeint sein und macht, wie so vieles, richtig Laune. An seiner Seite fläzt
sich Michelle Monaghan durch die Geschichte und sieht dabei so rattenscharf
aus, daß selbst die Schnitten aus Sin City vor Neid verblassen könnten.
Es ist unmöglich sich jeden flotten Spruch aus diesem Meisterwerk zu
behalten, zu hoch ist das Tempo das hier vorgegeben wird, und während man
noch am Ablachen ist, kann man bereits Beobachten wie einem die Handlung an
der übernächsten Biegung davonrennt. Dieser Film verlangt volle
Aufmerksamkeit und ich hatte bedingt durch die 3 "Mississippi Planter's
Punch" die ich kurz zuvor unten an der Bar geniessen durfte, reichlich
Probleme auf der Spur zu bleiben. Ein absoluter Hochgenuss und Highlight,
uneingeschränkt empfehlenswert! | Alexander sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt | |           12.08.2005, 09:41 | | |
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Schade.... | Direktlink  | Wenn ich nach dem gehen würde, was ich über den Film schon gutes gelesen hab, müsste es eine ziemliche Granate sein.
War es aber leider nicht. Val Kilmer war für mich das Highlight im Film, über ihn konnte ich oft lachen. Robert Downey Jr......schauspielerisch einwandfrei, schade, dass ich bei seiner Aussprache oft nicht alles verstanden habe.
Die Story fand ich nicht sonderlich spannend, es kam mir vor, als liefe der Film Stunden. Und diese Längen sind der Grund für mich, den Film nicht besser bewerten zu können. | Szaltax sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg | |           18.08.2005, 10:54 | | |
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Buddies | Direktlink  | Ich mag diese Actioner der 80er Jahre, in denen sich irgendwelche Freaks zusammenraufen und eine Mafiabande oder einen Kaffeelaaden plattmachen, und selbst, wenn man nicht weiß, was Shane Black mal geschrieben hat, er hat sich die Filme gut angesehen, so dass man The last Boy Scout und Lethal Weapon leicht als Referenzen ausmachen kann.
Die großen Unterschiede liegen dann darin, dass Kiss Kiss dank eines Off- kommentars sehr sehr sebstreferentiell und -ironisch daherkommt und außerdem nicht übertrieben viel Action bietet.
Die kommt eher durch Robert Downey auf, der die Hauptrolle spielt neben Val Kilmer, was toll ist, ein weiterhin charismatischer Plapperkopf, unterstützt von brillanten L.A.-Bildern und einigen absurden Ideen.
Den Versuch des Programmheftes, die fantastischen Filme, zu denen Black die Bücher schrieb, madig zu machen, darf man getrost ignorieren.
Dieser hier ist nicht so zynisch wie Last Boy Scout und hat nicht die wilde Action eines Lethal Weapon und auch ein Vergleich mit The long Kiss Goodnight, wahrscheinlich einem der besten Actioner der vergangenen 25 Jahre, wäre unfair.
Das kann und will dieser Film nicht leisten, er ist woanders stark, stärker, unterhaltsam und auch anrührend.
Ich mag diese Filme und ich mag es, wenn so etwas mal wieder die große Leinwand füllt.
Herausragend | QuintenQuist sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg | |           19.08.2005, 09:51 | | |
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Schöne Eröffnung | Direktlink  | Eine bessere Einstimmung auf O-Ton-Filme kann ich mir auch nicht vorstellen, den roten Faden habe ich wohl noch mitbekommen, aber für Details reichen meine Sprachkenntnisse nicht.
Großer Spaß, die Story! Hat mich an Kinky Friedman erinnert, schön selbstironisch erzählt, harmlos mit einigen drastischen Szenen und einigen angenehm schrägen Bildideen. In der Summe wie Yum Yum-Suppen: aufregend, aber nicht dauerhaft sättigend.
Zu den Dialogen kann ich nicht so viel sagen, die, die ich verstanden habe, waren gut. Visuell gibt es viele starke Szenen, extreme Ausleuchtungen, und ein wenig Post-Production-Geschraube (ich sag nur "Filmriß"); mir wurde nicht langweilig.
Der Film ist nicht so aus einem Guß wie L.A. Confidential oder so, aber auch nicht rein werbeästhetisch daherkommend wie Armageddon.
Guter Eröffnungsfilm, konsensfähig wie "Verrückt nach Mary". | landscape sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg | |           19.08.2005, 11:33 | | |
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