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Wu ji - The Promise (2005)
Das Schlimmste das Asien seit Jahren verbrochen hat! | Direktlink  | Meine Güte, was war denn das für ein Scheiß! Fingen die ersten 5 (!!!) Minuten noch ganz gut an, sind die restlichen 115 Minuten einfach nur für die Tonne! Die Story ist bescheiden, die Darstellerleistungen leider ebenfalls; was den Film jedoch so vernichtet ist wohl eine der schlechtesten Inszenierungen, wenn nicht die schlechteste Inszenierung, die ich bisher in einem asiatischen Film gesehen habe. Die Kamerafahrten sind grottig, die Optik ebenfalls. Die Effekte kommen einen so vor, als würde man ein 10-Jahre altes PC-Spiel ansehen. Könnte man da theoretisch noch ein Trashfaktor sehen, wird diese Möglichkeit doch aufgrund der nervigen Dialoge/Charaktere/Geschichte und der Tatsache, dass der Film sich viel zu ernst nimmt, schnell zunichte gemacht! Einfach nur Schrott und ich liebe solche Filme normalerweise! Lasst bloß die Finger davon! | FFFler |           23.02.2006, 02:33 | | |
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| Direktlink  | Was, bitteschön, war denn das?! Dass einer der bekanntesten und profiliertesten Regisseure Chinas in die Fußstapfen seiner erfolgreichen und wie er eher für anspruchsvolle Dramen bekannten Vorgänger Ang Lee ("Tiger & Dragon") sowie Zhang Yimou ("Hero", "House of Flying Daggers") treten will und daher auf den fahrenden Martial-Arts-Zug mit aufspringt, daran ist nichts Verwerfliches. Im Gegenteil, für den Zuschauer stellt das sogar einen Grund zur Vorfreude auf den Film dar.
Aber mit so einem schrägen, quietschbunten, kitschigen, vollkommen überzogenem und kalkuliert wirkendem CGI-Spektakel (mit 35 Mio. Dollar Produktionskosten der bisher teuerste Film Chinas) ohne jeden Tiefgang hätte ich eigentlich nicht gerechnet. Hatte Yimou seine Farbästhetik und Vorliebe für wehende Blütenblätter und geblümte Wiesen schon fast auf die Spitze getrieben, so präsentiert uns Chen Kaige hier einen halluzinogenen Rausch, der in seiner ins Groteske übersteigerten Art schon in den ersten Filmminuten ins unfreiwillig Komische und Peinliche abdriftet. Kann man die - vorsichtig ausgedrückt - eigenwilligen Kostüme und Kulissen noch mit etwas Wohlwollen als "interessant" bezeichnen, so hat die Geduld danach aber fix ein Ende.
Kitsch ist schön und gut, aber wirklich jede Szene mit computeranimierten Blüten und sonstigem vollzustopfen, muss wirklich nicht sein. Und eine gewisse realistische Selbsteinschätzung, ab wann eine Szene lächerlich wirkt, könnte man von einem erfahrenen Filmemacher ebenso erwarten.
Eine Standard-Dreiecks-Liebesgeschichte von der Stange, die in solchen Filmen zur Grundausstattung gehören zu scheint, ist - zumindest wenn sie derartig lieblos und mit Dialogen aus der Tonne umgesetzt ist - ebenfalls überlflüssig wie ein Kropf. Dumm nur, dass sich der gesamte Film darum gruppiert.
In den ersten zehn Minuten dachte ich allen Ernstes, The Promise wäre eine Parodie auf das Genre oder zumindest gespickt mit Selbstironie. Mit der Zeit bin ich dahintergekommen, dass alles anscheinend todernst gemeint sein soll. Das ist bedauerlich, denn - soviel steht fest - als Komödie funktioniert The Promise gar nicht schlecht, und als Komödie in der Art der Stephen-Chow-Filme hätte der Film auch noch eine gewisse Existenzberechtigung. In einer Actionsequenz am Anfang, als eine der Hauptpersonen vor einem Rudel computeranimierter Stiere in einem Tal an einer steilen Felswand entlang mit ungefähr 150 km/h davonrennt, sieht das auch ganz ähnlich aus wie die vergleichbare Stelle in "Kung Fu Hustle", in der Chow in ähnlich übertriebener (dort aber witzig gemeinter) Art vor der dauernd zigaretterauchenden und schlagkräftigen älteren Dame die Flucht ergreift, worauf diese die Verfolgung aufnimmt. Später in The Promise zeigt sich, dass diese Sequenz keinen Einzel-, sondern den Normalfall darstellt und das Ganze bar jeden (beabsichtigten) Humors ist.
Damit kommen wir zu einem der Hauptkritikpunkte. Der Film greift ständig und zu allen sich bietenden Gelegenheiten zu Computereffekten, doch sind diese sehr schwach umgesetzt. Das fängt schon an bei den bereits erwähnten Stieren und zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Vieles wirkt wie aus "Herr der Ringe" abgeschaut, z.B. in den Schlacht- und Massenszenen, aber eben nur unzureichend umgesetzt. Die Kampfszenen an sich sind eine Schande für das asiatische Kino. Kampfszenen mit massiver Computerunterstützung wie in Hollywoodfilmen, in denen irgendwelche ganz normalen Schauspielerinnen plötzlich wie Martial-Arts-Expertinnen wirken, sind ohnehin meist reizlos, aber wenn Computereffekte, Wirework und Choreographie schlecht sind, ist es doppelt ärgerlich. Man kann lange über seelenlose Effektespektakel der Marke "Van Helsing" aus Hollywood schimpfen und als Gegenbeispiel asiatische Actionfilme heranziehen, in denen natürlich alles ganz anders und viel besser ist. Alleine wird einem solchen Argument durch Werke wie The Promise die Grundlage entzogen. Dieser Film ist genauso seelenlos wie die Kollegen aus Hollywood, nur sind die Effekte wesentlich schlechter.
Dabei ist ja nicht alles schlecht. In der zweiten Hälfte gewinnt der Film wenigstens ein bisschen an Sustanz, und die Kameraarbeit ist schon nicht zu verachten. Auch ziehen sich einige der Darsteller(innen) achtbar aus der Affäre. Wenn man Kaiges Spektakel jedoch mit "Tiger & Dragon", "Hero" oder "House of Flying Daggers" oder auch HK-Filmen der 80er- und 90er-Jahre wie "A Chinese Ghost Story", "The Bride with White Hair" oder einigen Klassikern von Tsui Hark vergleicht, zieht The Promise in jeder Hinsicht weit den Kürzeren. Hier gibt es gar nichts, was man anderswo nicht schon um viele Klassen besser gesehen hätte, und somit ist The Promise für jeden, der sich etwas von dem Film erwartet hatte, ein Schlag ins Gesicht. 4/10 | Herbert.West sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart |           18.03.2006, 14:57 | | |
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Banale Grande! | Direktlink  | Was war ich auf diesen Film angefixt als ich den Trailer im Februar auf der Berlinale gesehen hatte! Was war ich ernüchtert als ich dann aus dem Kino kam! Als großer Fan fliegender Asiaten war Wu Ji - The Promise für mich natürlich Pflichtprogramm, aber am Ende war es dann tatsächlich eher Pflicht als irgendwas Anderes.
Die großen Vorbiler Hero und Tiger & Dragon fest im Blick, versucht Wu Ji ständig, auf nachdenklich und kontemplativ zu machen, um dabei so richtig gnadenlos abzuschmieren. Das liegt vor allem daran, dass das sich entspinnende chinesische Märchen zwar ganz hübsch, aber eben auch augenzumhimmelverdrehend banal ist. Natürlich könnte das damit zu tun haben, dass man hierzulande nur die um ca. 20 Minuten gekürzte internationale Fassung zu sehen bekommt (Auf der Berlinale wie auch in den Fantasyfilmfest-Nights) - Dagegen spricht allerdings, dass auch in beinahe allen anderen Aspekten des Films eine haarsträubende Lücke klafft zwischen großen Ambitionen und tatsächlich vorhandenem Talent. Sicher hatte man sich mit den Special Effects viel vorgenommen, aber das Ergebnis sieht nun mal verdammt nach Playstation aus und reißt einen deshalb ständig aus der Handlung. Klar wollte man den Film durch Komponist Klaus Badelt Hollywood-tauglich machen, bekam aber leider nur einen plärrenden Fluch der Karibik-Soundtrack von der Stange. Und die Dialoge kommen im Drehbuch bestimmt toll tiefsinnig rüber, nur wirkt das auf der Leinwand über weite Strecken unfreiwillig komisch (im tragischen Finale hat der ganze Saal, knapp 1000 Leute, gebrüllt vor Lachen).
Auf der Haben-Seite gibt's immerhin traumhaft schöne Kostüme, sehr gute Kameraarbeit (Peter Pau!) und beeindruckende Landschaftsbilder zu vermelden.
Trotzdem ist Wu Ji nur ein sich selbst viel zu wichtig nehmender Huihuibumms, der problemlos auch als typischer RTL-Eventfilm durchgehen würde, sprich: Kurzweiliger Trash. Für die zwei Leute, die ihr Lebtag weder einen Hongkong-Reißer aus dem Tsui Hark-Umfeld gesehen haben noch die erwähnten Vorbilder Hero oder Tiger & Dragon kennen, könnte Wu Ji eine Erfahrung sein. Aber auch denen zeigt man besser erst mal A Chinese Ghost Story und The Bride With White Hair. | Lari-Fari |           24.03.2006, 01:03 | | |
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