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Adrift (2006)
Unter aller Sau | Direktlink  | Gäbe es einen Preis für das "Lustigste ernste Drehbuch", würde er wohl an diesen Film gehen. Wenn man nach 20 Minuten immer noch ein wenig Hoffnung hat, geht die von Minute zu Minute immer mehr verloren. Grund dafür ist ausschließlich das grottenschlechte Drehbuch, das nicht nur unverständliche Charakterentwicklungen bietet, sondern diese mit bescheuerten Dialogen noch mal ein ganzes Stück nach unten zieht. Die Darstellerleistungen sind ebenfalls unter aller Sau, hervorgehoben hier ganz klar Mr. Dackelblick, nachdem er sich den Kopf angehauen hat. Das einzige vernünftige im Cast war ein Baby, und das will was heißen. Zugegeben, ab und an ist es schon sehr lustig, wenn z. B. einer der im Wasser Treibenden ein Messer sucht, das er Stunden zuvor ins Meer geworfen hat, was nur eines von vielen Beispielen in diesem Film ist, dann kann man einfach nicht mehr anders als lachen. Und dies alleine sorgt für alle Punkte für diesen wirklich bescheidenen Film, den man fast noch für seine Dreistigkeit abwerten müsste, ihn unter dem Titel Open Water 2 zu vermarkten, da dieser gar nichts mit genanntem ersten Teil zu tun hat, sondern nur Lockfang betreibt. | FFFler |           13.07.2006, 14:14 | | |
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Bacardi Feeling | Direktlink  | Adrift ist ein Film, bei dessen Bewertung ich mir wirklich nicht sicher bin. Irgendwie ist er unspektakulär, hat schwache Charaktere und auch keine großartige Story, aber auf der anderen Seite gibt es einige schöne Bilder und Hans Horn schildert relativ glaubwürdig, wie die Leute sich in einer solchen (recht dämlichen) Situation wohl verhalten. Die Grundgeschichte ist eben etwas beschränkt, so wie auch die Auflösung, aber, wenn's wirklich so war, dann kann der Hans da auch nichts dran ändern. Sehen muß man diesen Film sicher nicht, er ist ja wirklich nicht besonders gut, aber auf Grund der netten Bilder und der IMO halbwegs nachvollziehbaren Charakterentwicklung ist er zumindest halbwegs unterhaltsam. | Vanilla |           27.07.2006, 21:41 | | |
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Keine Welle machen | Direktlink  | Ganz ehrlich, die derben Verrisse zum Film hier bei f3a kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Natürlich, "Adrift" ist nichts besonderes. Wer ihn verpaßt, verpaßt nichts weiter, der Film hat zu viele Schwächen, um lange in Erinnerung zu bleiben. Deshalb ist er aber noch lange nicht besonders schlecht - diverse Straffungen in der ersten Hälfte und ein paar bessere Schauspieler hätten hieraus sogar ein richtig unterhaltsames Genrestück gemacht.
A propos unterhaltsam, in dieser Hinsicht schlägt er den Pseudo-Vorgänger "Open Water" für meinen Geschmack eindeutig. Scheiterte jener in seinem authentischen Anspruch an einer mangelnden Fähigkeit, das Publikum wirklich am Drama teilhaben zu lassen und wirkte dadurch in Bild und Schnitt sehr bald nur noch sehr nervig, ist "Adrift" ein stilistisch viel konventionellerer Film. Nach der unsäglichen Anfangssequenz verläßt er sich nur noch auf die Mittel des gewöhnlichen Genrefilms, kann dabei einige Male durch schöne Bilder punkten und atmosphärisch streckenweise durchaus überzeugen.
Für mich persönlich bietet die Ausgangsidee der Handlung (jaja, "based on true Events"...) zudem ein noch höheres Maß an Dramatik als "Open Water". Dort waren die Protagonisten zwar absolut allein, hoffnungslos im unendlichen Ozean gefangen. Hier dagegen liegt die Rettung gleich nebenan - bleibt aber unerreichbar. Die Yacht, von der man fröhlich zum Schwimmen ins Meer gesprungen ist, ohne vorher die Treppe zum Einstieg herunterzulassen, ist stets im Bild; Entkommen und Geborgenheit liegen in Armesweite; "in 20 Jahren werden wir uns hieran erinnern und lachen" - aber es gibt einfach keine verdammte Möglichkeit, an Bord zu kommen.
Ich würde sagen, hier hat das Schicksal die Betroffenen wirklich gef***, und man ertappt sich unwillkürlich mehrere Male dabei, sich zu fragen, was man selbst wohl in ihrer Situation machen würde. Das kann doch nicht so schwer sein...? Ist es aber.
Man hätte dieses Drama ohne Frage noch um einiges intensiver inszenieren können. Dazu hätte es in erster Linie besserer Darsteller bedurft: wenn man schon an einen naturgemäß eher ereignislosen Schauplatz gebunden ist und inhaltlich gar nicht so besonders viel passieren KANN, wäre es wichtig gewesen, den Figuren ihre Emotionen auch abnehmen zu können. Die meiste Zeit über wirken ihre Sätze hier aber wie abgelesen, ihre Verzweiflung ist nicht überzeugend, irrationalen Ausbrüchen fehlen spürbare Gefühlswallungen, die ihnen ja zugrunde liegen müßten.
Vom Ausgang des Ganzen kann man halten, was man will; von einigen Storyelementen und Dialoginhalten ebenfalls - für mich wirkte manches hier dann doch zu konstruiert bzw. erzwungen. Ansonsten braucht man eben schon eine gewisse Schwäche für "nasse" Filme, denn die Handlung des Films bietet nun mal nur begrenzte Variationsmöglichkeiten oder Perspektiven.
Alles in allem ist "Adrift" sicher kein großer Film, aber er hat seine Momente, und schlechter als "durchschnittlich" kann man ihn nicht ernsthaft nennen. Wäre er ein wenig kürzer und besser besetzt, gäbe es fast eine Empfehlung, auch so aber immerhin noch 5 Punkte. | Dominic Saxl sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt |           31.07.2006, 04:40 | | |
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