von Fans für Fans

Save the Green Planet

Review

von Maradona
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Mannomann, was für ein Film! Ein durchgeknallter Looser entführt einen Grossindustriellen, weil er diesen für ein Alien vom Planeten Andromeda hält. SAVE THE GREEN PLANET ist eine völlig überdrehte Mischung aus Comedy, Slapstick, Thriller, Science Fiction und (typisch asiatischer) Gewaltdarstellung.
Das passt nicht zusammen? Es passt doch! Mir hat es klasse gefallen. Allerdings sollte man jegliche Mainstream-Sehgewohnheiten vorher über Board schmeissen.

Reingehen!!!
Maradona

05.07.2004, 07:36


Review

von NoSFeRaTu666
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Ich versteh's nicht, warum die Bewertungen auf IMDb.com zu diesem Film so gut sind.

Sehr selten war dieser Film witzig.

Mir selbst hat er fast gar nicht gefallen und geklatscht wurde zu diesem Film genauso wenig, wie bei The Ordeal / Calvaire.
NoSFeRaTu666
sah diesen Film im City, München

29.07.2004, 01:28


Kein Genre-Crossover sondern konzeptlos

von Der_Fluch_der_Pizza
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Das ist einer der Filme, bei dem man viel Zeit hat, darüber nachzudenken warum er so langweilig ist. Mit der Handlung hätte man gerade mal eine 20 minütige Trashkomödie ausfüllen können. Aber der Film wurde 2 Stunden lang. Und so wird aus der Komödie eine Tragikomödie ohne Charakterzeichnung, was nicht so gut funktioniert. Dann gibts noch den Konkurrenzkampf zwischen 2 Polizisten, was auch nicht sehr originell ist.
Der_Fluch_der_Pizza
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

31.07.2004, 10:40


Seiltanz

von Herr_Kees
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Ganz schön fies: Was als harmlose Beklopptenkomödie beginnt, entwickelt sich unerwartet zum knallharten Torture-Terror à la INTRUDER, schlägt noch ein paar abgefahrene Haken Richtung Copmovie und SF, erklärt uns in USUAL SUSPECTS-Manier kurz die Geschichte der Welt und lässt sich dabei auch noch von ein paar wunderschönen Versionen von "Somewhere over the Rainbow" begleiten. Eine echte Entdeckungsreise durch Genres und Emotionen.

Fazit: Hier steckt alles drin, was das Fantasy Filmfest ausmacht. Asienfilmvorkenntnisse können allerdings nicht schaden.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

01.08.2004, 19:30


Way over the Rainbow...!

von todaystomorrow
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Ein sehr sehr seltsamer Film - und für mich der bislang absolut beste des FFF2004. Denn hier haben wir endlich mal wieder etwas wirklich Bizarres, das dabei aber stets unterhaltsam bleibt; etwas, das Sehgewohnheiten sprengt, ohne dabei auf die Nerven zu gehen; etwas, das eine universelle Aussage über eine Story transportiert (und sie nicht nur dran klatscht); etwas, das extrem bewegt, und dabei nur sehr selten kitschig wird.

Anfangs noch als albern bis debil zu goutieren, wird "Save the green Planet!" nach kurzer Zeit schon hauptsächlich zum Drama über einen verstörten und vom Schicksal gebeutelten jungen Mann, der überzeugt ist, nur er würde die Bedrohung der Erde durch Aliens vom Planeten Andromeda erkennen und aufhalten können - und der einen Großindustriellen, den er für einen führenden Kopf der außerirdischen Invasionsmacht hält, entführt und in seinem Keller gefangen hält. Zwar bietet der Film nach diesem stimmungsmäßigen Umschwenken noch eine ganze Zeit lang immer wieder zum Schreien komische Situationen, doch offenbart er dem Zuschauer gleichzeitig immer mehr von den Problemen und Schicksalsschlägen, mit denen die Hauptfigur konfrontiert wird und wurde. So kann man zwar auch nach dem ersten Drittel des Films des öfteren lachen (oder muß es sogar, angesichts der Absurdität des Dargebotenen), dabei wird einem aber beständig stärker bewußt gemacht, daß alle seltsamen Handlungsweisen der Hauptfigur vor allem in ihrer tragischen Vergangenheit begründet liegen. Man kann kaum anders, als Mitleid mit und Verständnis für unseren (Anti-) "Helden" zu haben, und so senkt sich, trotz aller Schrägheit, langsam aber sicher eine schwere Melancholie und auch ein Gefühl von nachvollziehbarer Verzweiflung über das Geschehen.

Diese beiden eigentlich entgegengesetzten Genres, Komödie und Drama, sind aber längst nicht alles, was "Save the green Planet!" zu bieten hat. Da wäre außerdem ein vorübergehend heftig aufflackerndes Maß an körperlicher Gewalt und abstruser Foltermethoden zu nennen, die auf den ersten Blick ja eigentlich überhaupt nicht in diese Phase des Films und das hier vermittelte fröhlich-dämliche Feeling hineinpassen - aber ultimativ auch dazu beitragen, die Stimmung beharrlich zu verdüstern. Dann wird das ganze eine Zeit lang in der Hauptsache zu einem Cop-Film mit sogar Serienkiller-Movie-Anklängen - aber auch hier kann man den tragischen Hintergrund des ganzen kaum vergessen, weil immer neue Details des Leidens der Hauptfigur ans Tageslicht gekehrt werden.

Und wenn man dann irgendwann überzeugt ist, daß es hier eigentlich nur um durch dieses Leiden hervorgerufene Wahnvorstellungen und daraus entstehende dramatische Konsequenzen geht, dann... ja, dann hebt der Film völlig ab und wirbelt in SciFi-philosophischen Exkursen mal eben ganz kurz alle Interpretationen durcheinander... setzt sie dann scheinbar in den Ausgangszustand zurück, nur um gleich wieder loszulegen. Und bietet nebenbei noch eine wunderbare Hommage an/Persiflage auf "2001 - A Space Odyssey".

Ein Film, dessen Inhalt sich trotz aller Mühen kaum in Worte fassen läßt, verheißt gutes, und "Save the green Planet!" löst das ein: indem er den Zuschauer auf eine wirklich wilde Reise mitnimmt. Eine Reise, die zwar nur unbeschwert und locker beginnt, dann eine Zeitlang das Tempo herausnimmt und in ein Drama umkippt, irgendwann aber in einer so fremden und seltsamen Gegend unterwegs ist, daß einem nur noch der Mund offenstehen kann.

Jeder, der von einem Film endlich mal wieder richtig "geschickt" werden möchte, sollte sich dieses bizarre Ereignis nicht entgehen lassen. In der Tat, bizarrer kann ein Film kaum werden, ohne Trash zu sein (und "Save the green Planet!" ist im Gegenteil, gerade in der zweiten Hälfte, mit relativ hohem Aufwand umgesetzt); und daß er dabei gleichzeitig auch noch eine Story, eine "Moral" und Emotionen von der Kraft eines Tritts in die Magengrube vermittelt, macht das ganze noch viel unglaublicher - und empfehlenswerter.

Wer sich noch nicht viel mit asiatischen Filmen beschäftigt hat, wird das vermutlich etwas anders sehen. Denn schon an die üblichen "Stimmungsschwankungen" im Asia-Kino muß man sich erst mal gewöhnen... aber "Save the green Planet!" potenziert die ins Unermeßliche! Was ich wiederum genial abwechslungsreich und mitreißend fand. Lediglich der Anfang war mir ein wenig zu albern und das Ende ein wenig zu blöd, darum gibt es einen kleinen Punktabzug. Was aber immer noch 8,5 Punkte bedeutet - und einen klaren Festivaltip für Experimentierbereite.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt

08.08.2004, 03:56


Mehr Witz bitte!

von Umelbumel
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Ich habe mir Save the green planet anders vorgestellt. Am Anfang fängt er genau so an wie ich vermutet habe: verdammt lustig, schräge Einfälle und alle möglichen Genres gemixt in einem Film. Dann baut er aber stark ab, wird mir zu brutal (ich habe wirklich nichts gegen Brutalität aber in den Film passt es gar nicht rein) und es wird eher zu einer Art "Hide and Seek". Die Leuten, die aus dem Kino kamen, wurde diese Frage gestellt: Beschreibe den Film mit einem Wort. Es kamen diese Antworten: Scheiße, OK, pfffft, Verwirrend, Hammer! (das sind die, die ich aufgeschnappt habe) Jeder sieht diesen Film sicher anders (ich bin ein pffft Typ) aber mehr Witz und weniger Tragik hätten sicher gut getan!
Umelbumel
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg
 
19.08.2004, 15:35


Saviour of the FFF '04

von Mirco Hölling
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Ohauaha!!! Was war denn das? Ließ die Storyline doch eher liebevollen Trash vermuten, haut einen dieses bösartig-ironische Machwerk völlig aus den Pantinen. An diesem Film stimmt fast alles. Anfangs wiegt man sich noch in der Sicherheit, einen professionell produzierten und komplett überdrehten Trash- und Slapstickfilm zu goutieren. Büchse Bier auf und ab geht's. Und dann kommen die ersten Wechsel im Erzählstil: Die Folterungen des vermeintlichen Aliens sind für einen Spaßfilm irgendwie eine Spur zu hart, und das Leid des eigentlich sehr unsympathischen Opfers tut fast physisch weh, dann bekommt der Film eine Komponente, die man gar nicht erwarten konnte, entpuppt sich doch alles als ein Rachekomplex eines vom Leben total verarschten armen Wichtes, der den für sein Schicksal Verantwortlichen mittels seiner absurden Folterungen eine Alienverschwörung nachweisen will. Und dann...?? Ja, dann kommt alles doch wieder total anders und unerwartet.

Immer, wenn man glaubt, erfasst zu haben, was SAVE THE GREEN PLANET nun wirklich für ein Film ist, dreht sich alles wieder in eine völlig andere Richtung. Sein und Schein wird permanent gegeneinander gestellt und das mit einem Feuerwerk an Ideen, wie man es selten auf der Leinwand gesehen hat. Immerhin beinhaltet dieser Film die wohl beste 2001 - A SPACE ODYSSEY-Hommage, die ich jemals auf einer Kinoleinwand erblicken durfte. Und das schönste: Der Film ist angelegt wie eine Großproduktion. Die Production Values sehen erstaunlich teuer und aufwendig aus, obwohl der Film die Bösartigkeit und Durchgeknalltheit einer Indie-Produktion aufweist. Wenn der Film dann seine ernsten Momente hat und das Drama in den Vordergrund stellt, bemerkt man die Güte der Darsteller und die Professionalität der Inszenierung.

Prompt folgt natürlich wieder eine ironische Brechung der unglaublichen Art, der eine Splatterszene der fiesesten Art folgt, worauf sich dann schlussendlich erneut ein unglaublicher Plottwist reiht, der regelrecht rührt. Danach geht alles wieder von vorne los.

Ein Freund, der den Film bereits Anfang 2004 in Rotterdam erblicken durfte, meinte vor meinem Kinobesuch "Schnall Dich an!". Ich möchte ergänzen "Rauchen und trinken einstellen!", denn dieser Film ist Droge genug. Wie von einem genialischen Drogenhirn erstellt, macht er jedoch genauso süchtig wie die Stoffe, die im Hirn des Regisseurs/Drehbuchautoren gewütet haben müssen.

Mirco Hölling (23.08.2004)
Mirco Hölling
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg

25.08.2004, 11:31


Alles anders, irgendwie...

von Horowitz
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Was für ein edles Filmchen. Nichts ahnend, ohne jede Erwartungshaltung beginne ich mich auf "Save the Green Planet" einzulassen.
Die ersten Minuten prasseln relativ emotionslos an mir ab. Ein dämlich-komischer Japan-Streifen, ohne sinnreiche Handlung, Emotionen und große Momente. Es schien so, besonders der Hauptdarsteller wird als solcher Trottel dargestellt, dass man unweigerlich sehr schnell zum Schluss kommt, dass der weitere Filmablauf ausgebreitet vor einem liegt.
Weit gefehlt! Sobald die ersten Folterexkursionen und Schmerz verzehrten Schreie in Mark und Bein übergehen, hinterfragt man bereits die asiatischen Zutaten, für eine lustige Slapstickkomödie. Spätestens mit der Wandlung des vertrottelten Hauptdarsteller, in einen von vergangenen Tragödien geplagten und gezeichneten Einzelgänger, dessen grausame Taten ganz plötzlich Mitleid und Anerkennung vom Zuschauer ernten, weiß man nicht mehr, was hier passiert.
Dramatik, Komödie, blutige Action-, Folterszenen und Sc-Fi prasseln in einer nicht mehr endenden Achterbahnfahrt auf den Zuschauer nieder und diese Erfahrung bleibt haften, auch nach dem Film.
Dass das Ganze ein wenig sehr krank daherkommt und mit jedem Atemhauch seine asiatische Herkunft verrät, ist nicht allzu verwunderlich, sofern man sich in dem Milieu ein wenig Zuhause fühlt.
Zur Story sei noch erwähnt, dass der Titel "Save the Green Planet" bereits sehr viel aussagt.
Ein scheinbar geistesgestörter Mann sperrt einen, für ihn als Alien "entlarvten" Komissar, in seinen Keller ein, und erhofft sich durch ihn in Kontakt zu seiner Alienspezies zu gelangen, die irgendwo im Orbit umher treibt.
Bereits diese Beschreibung lässt eine durchgeknallte Slapstickkomödie erhoffen, aber lasst euch nicht täuschen, in Asien sind (unkritischer Spoiler) "Raum und Zeit eben anders".
Horowitz
sah diesen Film im Metropolis, Frankfurt

18.06.2005, 01:39


Somewhere, over the rainbow .....

von Michaela
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Dem Film eilt ein gewisser Ruf voraus: verrückt, brutal, schwarzer Humor. Auf der DVD-Hülle steht "Vergessen Sie Men in Black, vergessen Sie Akte X, denn hier kommt die verrückteste Alien-Jagd aller Zeiten! STGP ist ein turbulenter Ritt durch alle Gefühlszustände und ein Paradebeispiel für das ungeheure Potenzial der koreanischen Filmwelt. Neben der intelligenten und durchaus gesellschaftskritischen Doppeldeutigkeit der Geschichte begeistern vor allem die hervorragenden Darsteller und der tiefgründige Humor".

Davon würde ich die Aussage "hervorragende Darsteller" durchaus unterstreichen, auch wenn sie, typisch koreanisch und aus westlicher Sicht, überagieren. Der Vergleich mit Men in Black oder Akte X ist sowieso ein Witz. Da sind einfach Welten dazwischen. STGP spricht zwar mehrere Gefühlszustände an, aber als turbulenten Ritt würde ich das nicht bezeichnen. Um zu beurteilen, ob der Film wirklich gesellschaftskritisch ist, kenne ich die koreanischen Zustände zu wenig. Und tiefgründiger Humor? Konnte ich so nicht entdecken.

Vielleicht erwartet man manchmal zu viel von einem Film, vielleicht muss man manchmal einen Film zweimal oder öfter sehen, um seine Komplexität zu verstehen. Ich fand STGP etwas zu lang, teilweise brutal, von der Idee her nicht schlecht, aber irgendwie hat er bei mir nicht gezündet. Die Personen leiden zu viel, als dass das bisschen Humor, das vorkommt, einen zu lautem Lachen veranlasst. Vielleicht soll das aber so sein. Dass man darüber nachdenkt, was man als gegeben hinnimmt, ohne die Dinge zu hinterfragen, warum manches so ist und warum es nicht geändert wird. Und warum der Einzelne im Grunde keine Chance hat, Mißstände zu ändern.

Außerdem fand ich, dass einige Charaktere, insbesondere der "Lone Ranger" der Polizei und der junge Superbulle, zu sehr eingeführt wurden, nur um dann doch als Randfiguren zu enden. Und es dauert dann doch gefühlte vier Stunden, bis endlich der Plot-Twist kommt und somit der Clou der Story irgendwie verpufft.

Und, wie in so vielen koreanischen Filmen, wurde die Polizeitruppe mal wieder als Idioten dargestellt - sind die wirklich so dämlich (und korrupt) oder ist das nur ein Gag? Da muss man sich ja fast Sorgen machen.

Alles in allem ein interessanter Film, der mich aber nicht sonderlich überzeugen konnte.

Aber "Somewhere over the rainbow" besteht immer Hoffnung. Ein Song, der sehr gut zur Grundstimmung des Films passt, irgendwie melancholisch, irgendwie schön, und irgendwie hoffnungsvoll.
Michaela

25.02.2012, 23:51




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