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Reviews zum Film The Scouting Book for Boys (2009)
| Direktlink  | Ja ja, mal wieder so ein Film, der man nicht unbedingt auf dem FFF erwarten würde (Hallam Foe vor zwei Jahren ist eine gute Parallele). Wenn man sich aber darauf einlässt, bekommt man gleich das erste Highlight des Festivals geboten...
Innerhalb weniger Minuten wird man reingezogen in den Kosmos von David und Emily, zwei 14 Jährige, deren Freundschaft enger nicht sein kann und durch nichts betrübt werden könnte. Doch dann bekommt die Geschichte eine Wendung, die Ihre Freundschaft auf eine schmerzhafte Probe stellt...
In einem trostlosen Trailerpark in Norfolk skizziert Regisseur Tom Harper ein sehr realistisches, detailliertes Bild vom Leben in einem Milieu, wie man es eigentlich von Shane Meadows Filmen kennt. Ob es die Sehnsüchte, die Liebe, das Heranwachsen, die Unterdrückung, die Chancenlosigkeit, oder aber auch der Wunsch nach Freiheit sind - die Gefühle sprudeln bei Emily oder brodeln ganz tief unten bei David.
Shane Meadows Darling Thomas Turgoose spielt David absolut überzeugend. In fast jeder Szene des Coming-of-age-Films ist er präsent und nimmt uns als stillen Beobachter mit in seine Welt. Die Alltagsszenen sind an der Oberfläche vermeintlich unspektakulär in ihrer psychologischen Wirkung mitunter bretthart.
Dazu ein sehr passender Soundtrack von Noah and the Whale.
Freunde des britischen Kinos, Reingehen! | Christian sah diesen Film im Cinemaxx 6, Hamburg | 20.08.2010, 09:43 | | |
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| Direktlink  | Die beiden Youngstars liefern hier wirklich eine sehr überzeugende Performance ab und die englische Dorfatmosphäre passt sich dem nahtlos an. Der Regisseur beweist zudem ein fürs andere mal sein Feingefühl, und die beklemmende Stimmung nach dem Finish deutet auf die Wirkung hin, welche der Film zu entfachen vermag. Klingt nach einem erstklassigen Kinoerlebnis, ist es auch auf einer Art und Weise, auf einer anderen jedoch zieht sich der Plot fast den ganzen Film lang ewig dahin, ohne dass Grundlegendes geschieht und man erahnen kann, wo der Regisseur eigentlich hin möchte. Hinzukommt, dass dieses native gesprochene Englisch für mich fast völlig unverständlich war. Ich hätte mich zumindest sehr über Untertitel gefreut.
Wenn man sich jedoch durchkämpft, genügend Geduld beweist, Interesse für subtile, sensible Film hegt, wird man trotzdem mit einem emotional intensiven Erlebnis belohnt. | lexx sah diesen Film im Metropolis 1, Frankfurt | 29.08.2010, 11:15 | | |
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Romeo and Juliet for the Skins Generation | Direktlink  | Sehe gerade erst dass ich ja ganz vergessen habe einen Kommentar zu einem der wohl besten Filme auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest zu verfassen. Auf jeden Fall sollte man sich nicht von dem Titel abschrecken lassen, der sicherlich in vielerlei Augen alles andere als ansprechend klingen mag.
Der Film zeigt die Geschichte zweier in einem Wohnwagenviertel lebenden Teenager, die zudem die besten Freunde sind. Als das Mädchen mit ihrer Mutter wegziehen soll, will sie das nicht gefallen lassen, reißt aus und versteckt sich in einer nahe gelegenen Höhle am Strand. Ihrem besten Freund, der sie in der Zeit mit Lebensmitteln versorgen soll, ist das gerade recht, will er doch insgeheim mehr von ihr und kann nun mehr Zeit mit ihr verbringen. Doch in der Stadt geht man in der Zwischenzeit von dem Schlimmsten aus und macht sich fieberhaft auf der Suche nach dem jungen Mädchen.
Mehr soll nicht verraten werden, lebt der Film doch von seiner Geschichte und vor allen Dingen von seinen hervorragenden Charakteren. Diese sind nah am Leben gezeichnet, verhalten sich dementsprechend entgegen aller Hollywoodkonventionen auch mal unsympathisch und glaubhaft gegen den Streich. Der große Trumpf ist dabei natürlich die Besetzung der beiden Hauptdarsteller, denn der aus This is England bekannte Thomas Turgoose und seine weibliche Kollegin Holliday Grainger harmonieren hervorragend miteinander und schaffen es ihre emotionale Zerrissenheit glaubhaft auf die Leinwand zu bringen. Das Ganze ist von Regiedebütant Tom Harper, der sich bislang nur für die Serien Misfits und This Is England '86 auszeichnen konnte, hervorragend in Szene gesetzt, hat wundervolle Bilder und eine fantastische Kameraführung zu bieten. Und dass ich die tolle Band Noah and the Whale, die hier im Alleingang für die passende Musikuntermalung sorgt, gefunden hab ist natürlich nochmal ein zusätzlicher Bonus. Dass das Ganze zudem nicht besser enden könnte und der Zuschauer 100 Minuten emotional mit den Charakteren mitfiebert und -leidet rundet The Scouting Book for Boys hervorragend ab. Ein echter Geheimtipp und eine unbedingte Weiterempfehlung! | FFFler sah diesen Film im Cinestar 7, Berlin - Original-Review | 04.10.2010, 15:48 | | |
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