von Fans für Fans

Super

Wo Super drauf steht, ist auch Super drin!

von Edwinita
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Eigentlich weiß ich nicht, wo ich beginnen soll... ist es der gekonnte Wechsel zwischen Komödie und Drama, das Spielen mit den Erwartungen und Sehnsüchten des Zuschauers, die witzigen, vielschichtigen Dialoge? Ist es der geniale Cast und vor allem das Herzblut, das der Regisseur im Q&A gezeigt hat oder die Handlung, die auf so vielen Ebenen funktioniert? Teilweise vollkommen überdreht und doch so treffend beobachtet und vielfach überraschend. Es bleibt nur zu hoffen, daß es dieser tolle Film in die Kinos schafft. Die DVD gehört auf jeden Fall in jede Sammlung/Aussteuer!
Edwinita
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

20.08.2011, 21:49


You don't butt in line!

von Lovecraft
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Mach Platz, Kick Ass, hier kommt der Crimson Bolt! Noch durchgeknallter, noch dilettantischer, noch blutiger! Was hat Durchschnittstyp Frank (toll verkörpert von Rainn Wilson) außer einem grauenvoll zusammengenähten Kostüm zu bieten? Superkräfte? Keine! Superwaffe? Eine Rohrzange - gerne auch gegen Vordrängler in der Kinoschlange eingesetzt. Immerhin hat er mit Boltie einen Sidekick an der Seite, der seinesgleichen sucht. Zumindest an Verstörtheit!

"Whoa, what are those?" - "I'm not sure if I'm doing it right. If I am... bombs."

Quasi "Kick Ass" für erwachsene Geeks, wie es der Regisseur so treffend ausdrückte. Eine temporeiche Mischung aus Slapstick, schwarzem Humor und einem Hauch Drama. Ellen Page spielt umwerfend. Große Zustimmung im randvollen Kino - Highlight!
Lovecraft
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

21.08.2011, 09:25


Der Auserwählte

von landscape
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Schön, wie hier der Held (ähnlich wie in Chabons Kavalier & Clay) überlegt, was genau einen Superhelden ausmacht und welche Kräfte er haben sollte, um endlich dem ganzen Scum Grenzen aufzuzeigen. Denn jeder, der es wirklich will, kann Superheld sein. Das verleiht der Story eine angenehme Tiefe, und die Detailverliebtheit hat mir sehr gefallen.
Irgendwann kommt Frank die Erkenntnis, dass man ohne Waffen nicht weiterkommt - und die Einkaufsszene im Waffenladen ist eines der großen Highlights in diesem sehr gelungenen Film.
Und als sich dann nach gesteigerter Berühmtheit noch ein Sidekick findet, wird es noch eine Spur überdrehter, denn Ellen Page, die - wie wir in der Fragestunde erfahren konnten - eigentlich sehr still und ruhig ist, haut sich hier richtig voll rein. Mit fast pubertärem Spaß.
Der übertrug sich auch aufs Publikum, danke für den Film und danke für den großen Saal!
landscape
sah diesen Film im Cinemaxx 1, Hamburg

22.08.2011, 00:09


Shut up, crime !!

von sirolaf
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Wow. Was hier für ein Bilderreigen entfesselt wird, ist einfach unglaublich. Alleine der Auftritt von Nathan „Castle" Filion als Jesusverschnitt im Bibel-TV ist das Eintrittsgeld wert.

Zusammenfassend kann man sagen: Ja, alles Gute, was man über diesen Film hört, stimmt tatsächlich. Und wenn doch jemand was Schlechtes schreibt, bekommt er was mit der Rohrzange übergebügelt. :-)

Pflichtfilm !!!!
sirolaf
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin

25.08.2011, 03:04


Super klasse

von todaystomorrow
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Natürlich: Mit seinem Titel lassen sich jede Menge blöde Wortspiele wie in meiner Review-Überschrift anstellen. Aber das war dann auch schon ungefähr das einzige „Problem", das SUPER hat. Ansonsten handelt es sich hierbei um einen der ganz wenigen Filme, die einfach alles richtig machen. Einen Film, der grandios unterhält, nie vor Konsequenz zurückzuckt, tief berührt, dabei niemals kitschig ist, einen lachen lässt, grundehrlich und sympathisch ist und vor Phantasie nur so überströmt. Ich habe mir eben die britische DVD bestellt und werde sie nach Erhalt vermutlich 100 Mal in Folge ansehen, weil ich von den fantastischen Charakteren, der bewegenden Story und der schieren Kreativität ihrer Umsetzung gerade einfach nicht genug bekommen kann.

Dabei kann man gar nicht deutlich genug sagen, dass SUPER mit dem nur leicht schrägen Mainstream-Gag eines KICK ASS absolut nichts gemein hat. Gefühlt sind wir hier eher bei NAPOLEON DYNAMITE, meinetwegen auch EAGLE VS. SHARK mit einer dicken Portion SCIENCE OF SLEEP: Independent-Kino, das seine Figuren liebt und sie auch für etwas stehen lässt; das die Position der Schwachen und Uncoolen ergreift; das radikal moralische Werte hoch hält und dabei einen Scheiß auf gesellschaftlich akzeptierte Spielregeln gibt - und bei all dem noch das Kunststück vollbringt, ohne Ende Spaß zu machen.

Hier ist nichts glossy und schön, wir befinden uns in einer realistisch schmutzigen Welt, in der es brutal und ungerecht zugeht. Aber auch einer Welt, in der jeder ein Superheld sein kann - egal, wie hässlich, korpulent und als jämmerlicher Loser gebrandmarkt er ist. So lange er nur an Gerechtigkeit glaubt und ein Ziel hat, braucht er keine Superkräfte. Mut und Leidenschaft sind das, was zählen. Und davon hat Frank mehr als genug, als seine wunderhübsche Frau Sarah das triste Leben mit ihm für den schmierigen High-Society-Drogendealer Jacques verlässt. Inspiriert vom christlichen Superhelden „The Holy Avenger" zieht er als „Crimson Bolt" in einen aussichtslosen Kampf, das Böse unter den Menschen zu besiegen und seine Frau zurückzugewinnen.

Dabei macht er keine Gefangenen, und der Film, wie erwähnt, auch nicht: Hier wird zugeschlagen und das Blut spritzen gelassen, wie man es weder von ähnlich verorteten Grotesken noch Dramen oder Tragikomödie sonst kennt. Immer wieder begeistert SUPER außerdem durch liebevolle kleine, überdrehte Ideen auch im Detail - alleine die vollständig gezeichnete Titelsequenz bekam in Frankfurt zu Recht einen Sonderapplaus.

Ein toller Soundtrack, eine phänomenal aufspielende, unendlich süße Ellen Page als Crimson Bolts wahnwitziger Sidekick „Boltie", ein knalliger Showdown und ein selten schlüssiges Ende, das erneut ganz eindeutig Position bezieht und der Geschichte einen viel höheren Wert als nur den einer Geschichte verleiht - all das macht das Erlebnis SUPER komplett und hat ihm definitiv einen bleibenden Platz in meinem sentimentalen Filmherzen beschert.

So, ich muss los, Ellen Page heiraten.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt

28.08.2011, 03:16


Auf das Kaninchen gekommen

von GeorgeKaplan
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Auch auf die Gefahr hin, die angekündigte Rohrzange in die Fresse zu bekommen: Liebe Leute, kommt bitte mal runter. Nicht jeder Kinozuschauer ist ein Nerd, nicht jeder flippt bei den „Sehnsüchten", die der Film erfüllt und bei einer „Handlung, die auf so vielen Ebenen funktioniert", gleich aus. Wobei ich mich frage, welche Sehnsüchte hier bitteschön erfüllt werden? Und welche Handlung hier so unglaublich vielschichtig sein soll? Ein Totalversager wird zum vermeintlichen Superhelden, weil er glaubt, das Herz am rechten Fleck zu haben, und sorgt für Recht und Ordnung. Oha. Ne, ernsthaft? Das ist es? Der GRAN TORINO der Comic-Strip-Generation?

Bringen wir die Dinge zurück zu den Wurzeln. SUPER ist ein Film eines Filmbesessenen. Ein Film, der sichtbar mit Herzblut gedreht ist, der an sich glaubt. Und SUPER ist auch gute Unterhaltung, zweifelsohne. Aber bitte, die Jesus-Verarsche ist nun wirklich nicht originell. Sowas dreht man in der Schüler-Video-AG und schämt sich ein paar Jahre später dafür. Oder lacht über sich selbst und lässt andere dran teilhaben. Aber den Film deswegen gleich in den Filmkunsthimmel zu heben? Und das so rührige, stimmungsvolle Ende, welches „der Geschichte einen viel höheren Wert verleiht"? Öhm, ja, alles wird gut, aber ganz knapp am Ultrakitsch vorbeigeschrammt heißt nicht, dass alles - äh - super ist. Das Kaninchen ist dann gleich noch der Hundeersatz. Obwohl das ja nun wirklich nichts dafür kann. Das ist wirklich - ach lassen wir das.
GeorgeKaplan
sah diesen Film im Cinedom 9, Köln

29.08.2011, 01:10


Shut Up Crime!

von FFFler
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Wenn man von Super hört, dann fällt oft der Vergleich zu Kick-Ass, nur dass in diesem Falle das Ganze von einer realistischeren Seite betrachtet wird. So kann man das im Grunde stehen lassen. Die Geschichte handelt von einem Mann, der seine drogensüchtige Frau an einen Dealer verliert, sie wieder zurückholen möchte, dafür in ein Superheldenkostüm schlüpft, um den bösen Buben das Handwerk zu legen. Was den Film schon von Beginn an so stark macht ist der hervorragende Mix aus Comedy und Drama, so dass der Zuschauer bei dem mutigen und kompromisslosen Handlungsverlauf trotzdem irgendwie ein Lächeln im Gesicht hat. Trotz einiger inszenatorischer Spielereien liegt der Fokus auf der Geschichte und ihren Figuren, die gut ausgearbeitet sind und deren Entwicklung hervorragend zu Ende gebracht wird. Das Darstellerensemble muss sich mit Ausnahme der blassen Liv Tyler nichts vorwerfen lassen, Ellen Page ist einmal mehr hervorragend, und auch die Titelmelodie wird der Zuschauer so schnell nicht mehr aus seinem Kopf bekommen. Kurz gesagt hat James Gunn den schwierigen Spagat zwischen Drama und Superheldenkomödie hervorragend gemeistert und schlägt damit gar den oft zitierten Vergleichsfilm Kick-Ass.
FFFler - Original-Review

29.08.2011, 11:47


Fast Super!

von mdbnase
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Nachdem 'Kick Ass' schon einen Loser als Möchtegern-Superhelden für's Mainstreamkino präsentiert hat, kommt nun die Grindhouse-Version daher geschlichen. Voller Zynismus und mit offensichtlichem No Future Gedanke schickt uns dieser in eine kaputte, weil alltägliche Welt.
Der Film großartig besetzt und die Darsteller, allen voran Ellen Page und Rainn Wilson gehen in ihren Rollen wahrlich auf. Die Story geht zügig voran und verhohnepiepelt alles, was man aus den Helden-Filmen so kennt. Aber nicht auf die alberne Art, sondern mit Zynismus und auch Nihilismus. Die Charaktere sind im richtigen Maße überzeichnet, obwohl sie doch ziemlich brachial zu Werke gehen. Das gesamte Ambiente ist deprimierend, dreckig und verkommen und trotz eher bemitleidenswerter Figuren schämt man sich nicht, über deren (z.T. brutalen und blutigen) Exzesse zu lachen. Hier hat die frühere Zusammenarbeit des Regisseurs und Autors mit der New Yorker Trash-Company Troma deutliche Spuren hinterlassen. Der derbe Humor ist aber nicht kontinuierlich durchzuhalten und so gibt es ein auch paar 'kurze Längen' im ersten Drittel. Auch finde ich die glücklicherweise nur kurzzeitig eingesetzten Comic-Einblendungen bei den Schlägereien (so wie in der Batman-TV-Serie) irgendwie doof. Arg viel mehr kann man an dem Streifen aber nicht aussetzen.

Fazit: saulustig, saugut besetzt und einfach zum schiessen!
mdbnase
sah diesen Film im Metropol 1, Stuttgart

05.09.2011, 00:53


Gar nicht so super.

von lexx
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Auch wenn ich nun als Spalter verschrien werde, dieser Film war nichts, nichts für mich. Was nett und liebevoll beginnt und Hoffnung auf eine Granate macht, will dann doch irgendwie kein Feuerwerk zünden. Die Idee des Loser-Helden empfinde ich jetzt auch nicht besonders originell, wobei der Ansatz hier durchaus frisch und unverbraucht daherkommt. Insgesamt ist das Gebotene dann aber doch etwas zu naiv für mich, richtig geniale Ideen sprudeln nicht gerade wie im Sektglas. Ellen Pages Overacting empfinde ich zudem als immens nervig, klar ist das gewollt, aber ob ich gewollt in der Nase bohre oder nicht, macht auch keinen großen Unterschied. Na ja, insgesamt ein super nerdiger Film für Supernerds, wobei, so richtig schön kaputt, krank und sinnlos ist das nicht, wäre schön, wenn es das wäre, da ist den Japanern halt nichts vorzumachen. Dafür aber schön splattrig, muss ja irgendwie kompensiert werden, was nicht da ist.
lexx

12.01.2012, 16:07




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Kommentar von Herr_Kees :
Sidekickass
Oberflächlich ein weiteres "real superhero" Movie à la KICK-ASS und DEFENDOR, im Kern ein überraschend deprimierendes Drama mit Momenten von Hysterie und harter Gewalt - wie seine Helden tragisch und unausgeglichen.
06.09.2011, 11:05

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