von Fans für Fans

Tell Me Something

Review

von Alan Smithee
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Lange traurige Blicke in ebensolangen Einstellungen, unterkuehlte Liebes-
geschichte und spaeter unlogische Handlung. Nicht mein Fall
Alan Smithee
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart



Review

von Mirco Hölling
Permalink
Tell me Something (1999)

Regie: Yoon-Hyun Chang


Korea entwickelt sich zu einer ernstzunehmenden Filmnation, was man daran merkt, daß sie auch in der Lage sind, gut erzähltes Mainstream-Kino zu produzieren.

Tell me something ist so ein Fall. Natürlich hat man das alles schon mal gesehen, was dort passiert:
Ein Cop jagt einen Serienkiller und gerät auf der Jagd an eine geheimnisvolle Schönheit, der er mehr und mehr verfällt.

So manch einer scrollt jetzt weiter, weil er denkt: GÄHN!!!

FEHLER!!!!
Der Film ist gut. Die Filmgeschichte wird durch Tell me Something sicherlich nicht neu verfaßt werden müssen und Seminare an den Filmhochschulen dieser Welt wird er auch nicht füllen, aber er macht Spaß.

Die vermeintlich unspektakuläre Geschichte wird durch seine großartigen Schauspieler getragen, allen voran Suk-kyu Han, der schon Shiri vor dem Absturz rettete. Weiterhin kann man auf der Habenseite eine sehr stimmungsvolle Fotografie verzeichnen, die einen in den Sog dieses Films eintauchen läßt. Die Bilder sind düster, jedoch klar. Man ist zwar durchaus an Se7en erinnert (vor allem durch den Regen), jedoch emanzipiert sich der Film sowohl optisch als auch inhaltlich recht schnell von seinem deutlich erkennbaren Vorbild.

Auffallend ist, daß der Film in puncto Gewalt recht explizit zur Sache geht. Es handelt sich zwar nicht um eine Splatterorgie, aber die Gewaltdarstellungen sind nüchtern und sachlich, was das Empfinden nur noch verschlimmert.

Spannung und Action werden auch geboten, gesteigert durch einen wirklich tollen Score, der kurioserweise auch auf zwei Stücke zurückgreift, die erst kürzlich im US-Kino für Furore sorgten: Schostakowitsch's Jazz-Suite Nr.1 (Eyes Wide Shut) und Nick Caves Song aus der Scream-Triologie. Entscheide selber, welcher Musikeinsatz der bessere ist. Meiner Meinung nach geht der Oscar hier eher ins Land der frühaufgehenden Sonne.

In Verbindung mit einerm überraschenden, dramatisch wirkungsvollem, jedoch nicht ganz realistischen Showdown mit entsprechend unerwarteter Auflösung ergibt sich ein rundes Kinovergnügen, für alle, die Spannungskino lieben.

Mirco Hölling (09.10.2000)
Mirco Hölling
sah diesen Film im Cinemaxx, Hamburg

31.07.2002, 17:21




Alle Bewertungen im Überblick:
Alan Smithee
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todaystomorrow
Review zeigen (SPOILER!)
Mirco Hölling
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Mercy-Sky
albi68
MarxBrother81
XhellbroX
acw21
Shaddowfox

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