von Fans für Fans

uwantme2killhim?

For Queen and Country

von Lovecraft
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Mark ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Teenager, bis er - wie auch der staunende Zuschauer - durch seine Chatbekanntschaft Rachel in einen Strudel bedrohlicher Ereignisse gesogen wird, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Spätestens wenn sich der scheinbar allwissende britische Geheimdienst einschaltet, ist die Story brandaktuell geworden - Edward Snowdon sei Dank. Die Handlung dieses fesselnden britischen Thrillers ist derart aberwitzig, daß es nicht verwundert, daß sie sich zu weiten Teilen so in der Realität zugetragen hat. Viel Stoff zum Nachdenken.
Lovecraft
sah diesen Film im Cinestar 3, Berlin

27.08.2013, 08:01


Nach dem Film ist vor dem Film

von Christian
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Mal wieder so eine positive Überraschung in der Fresh-Blood-Sektion. Vielleicht auch nur für mich, denn eine Regel des Films war es ja, möglichst wenig über ihn zu wissen...

Die Weinsteins haben auf jeden Fall wieder ein gutes Näschen gehabt, wie man im Abspann erfuhr. Mit den Editors und Jake Bugg im Soundtrack macht man zur Zeit ebenfalls nichts falsch, um die britische Crowd zu pleasen.

"Based on a true story" haben wir auch schon oft gelesen. Aber diesmal ist es wirklich so, dass das Gehirn erst richtig anspringt, wenn es auf der Leinwand schwarz wird. "What the fuck..." Nichtmal unbedingt, wenn man die reine Auflösung sieht, sondern vor allem sich langsam erschließen will, was da in den drei Monaten wirklich so passiert ist. Das Leben schreibt einfach die besten Geschichten. Wäre es erfunden, hätte man es wahrscheinlich als unrealistisch abgestempelt.

Anyway, schön, dass es so nachwirkt. Die beiden jungen Hauptdarsteller tragen mit ihren glaubwürdigen Leistungen ebenfalls dazu bei.

Tolle Story, gut umgesetzt ohne große Effekte. Die Briten können es!
Christian

28.08.2013, 01:49


Verloren im World Wide Web

von Michaela
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Immer wieder gibt es Filme mit dem Thema Internet, Online-Chatten und dessen Auswirkungen. Auch dieser Film beschäftigt sich mit dem Einfluß des Internets auf einen Jugendlichen, der eigentlich aus guten Verhältnissen kommt und dem die Welt offen steht. Seine Welt gerät jedoch aufgrund einer Internet-Bekanntschaft völlig aus den Fugen. Die beiden Hauptdarsteller sind ziemlich überzeugend, und auch die Geschichte ist unglaublich, vor allem vor dem Hintergrund "based on a true story". Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Ganze nicht sehr berührt hat und ich finde, dass es sich eher um einen mittelmäßigen Thriller handelt, vielleicht weil die Geschichte ein wenig zu glatt erzählt wurde.
Michaela
sah diesen Film im Cinema, München

30.08.2013, 00:14


Ins Netz gegangen

von todaystomorrow
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Für mich die bisher wohl größte Positiv-Überraschung des Festivals: Ein auf unglaublichen realen Geschehnissen basierender Film über Liebe, Freundschaft, Verrat und Manipulation unter Jugendlichen sowie das realitätsersetzende und -zersetzende Potential des Internets.

Kann sein, dass UWANTME2KILLHIM? nicht mehr ansatzweise so beeindruckend ist, wenn man die echte Story kennt, an der sich der Film offenbar sehr genau orientiert (wenn man mal davon absieht, dass er die Handlung von Manchester nach Nordlondon verlegt). Genießt man ihn jedoch ohne Vorkenntnisse, kann er einen geradezu umhauen. Denn die Auflösung der Frage, warum ein 16-jähriger, populärer Schüler ohne kriminelle Vorgeschichte oder bekannte psychische Probleme in Mordabsicht mit einem Messer auf einen Freund losgeht, ist so bizarr und schockierend, dass man sie jedem Drehbuchautor als unglaubwürdig, ja, an den Haaren herbeigezogen vorwerfen würde.

Deshalb will ich hier auch gar nichts weiter über die Details verraten, alles Nötige steht bereits im Programmheft. Verraten muss man allerdings, dass der Film von seinen beiden Hauptdarstellern exzellent gespielt ist und er seine Story sehr schlau vermittelt: Unterbrochen von mehreren Zeitsprüngen wird die Tragweite des Geschehens Schritt für Schritt aufgedeckt, was dafür sorgt, dass die Spannung bis zum finalen Höhepunkt nie nachlässt.

Dieser sorgt dann, wie gesagt, für reichlich ungläubiges Kopfschütteln. Umso mehr, wenn man sich noch einmal die realen Hintergründe des Ganzen verdeutlicht.

Tut euch den Gefallen und seht euch den Film an, aber lest vorher möglichst wenig darüber. Ihr werdet extrem gut unterhalten, und ihr werdet euch so sehr wie lange nicht mehr wundern über Menschen und das, was sie zu tun in der Lage sind.

Fesselnder Jugendthriller mit außergewöhnlicher Auflösung und hervorragendem Cast: dicke 7 Punkte von meiner Seite.
todaystomorrow
sah diesen Film im Metropolis 9, Frankfurt

08.09.2013, 04:16


Interessante Hintergrundgeschichte und gute Schauspieler, aber insgesamt vorhersehbar

von ArthurA
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Nach acht Jahren Auszeit kehrt der Regisseur Andrew Douglas mit seinem ersten Spielfilm seit dem Amityville-Horror-Remake zurück. Auch hier beruft sich der Film auf eine wahre Begebenheit, die trotz Abwesenheit übernatürlicher Elemente nicht minder verblüffend und schockierend ist. Auch wenn die Namen der Beteiligten verändert wurden, soll sich die Geschichte mehr oder weniger so wie dargestellt zugetragen haben. Während sich an der Inszenierung wenig aussetzen lässt und das Schauspiel der beiden Jungdarsteller Jamie Blackley und Toby Regbo sehr überzeugend ist, leidet der Film daran, dass der so geheimnisvoll aufgebaute Ausgang der Geschichte, erfahrenen Zuschauern nach spätestens 15 Minuten schmerzhaft offensichtlich ist, wodurch der Film einen Großteil seiner Spannung einbüßt. Keine Frage, die Geschichte, auf der der Streifen basiert, ist mit Sicherheit faszinierend und die Einordnung in die erste Hälfte des letzten Jahrzehnts hilft dabei, zu verstehen, wie so etwas sich zugetragen haben könnte (als die Internetnutzer noch unerfahrener und gutgläubiger waren). Dennoch ist durch die Tatsache, dass man als Zuschauer allen Beteiligten scheinbar weit voraus ist, keine der Entwicklungen wirklich überraschend.
ArthurA
sah diesen Film im Cinedom 9, Köln - Original-Review

16.09.2013, 00:10




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