von Fans für Fans

The Vanishing

Wie kann man aus dem Film so ein bescheidenes Remake machen?

von FFFler
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Was Anfangs wie eine Version von Breakdown aussieht, beginnt den Zuschauer schnell zu fesseln und hat mehr zu bieten als man auf den ersten Blick glauben mag. So gefällt neben der guten Geschichte (die Genreuntypisch auch würdig zu Ende gebracht wird) vor allem die verschachtelte Inszenierung, die für den ein oder anderen Aha-Effekt sorgen kann. Da auch die Darsteller überzeugen kann ich mich den größtenteils überschwänglichen Meinungen nur anschließen und bin schon sehr gespannt auf das Remake mit Kiefer Sutherland (auch wenn ich ihn gerne in der anderen Rolle gesehen hätte).
FFFler

07.09.2007, 08:59


Ich lass meine Freundin nie mehr allein!!!

von Leimbacher-Mario
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Ein Urlaub mit der Freundin – eine fremde Stadt erkunden, mit dem Auto hin, schon die Fahrt bleibt meist positiv in Erinnerung. Stops an Raststätten gehören natürlich dazu. Nach "Spoorlos", einem niederländischen Film von George Sluizer aus meinem Geburtsjahr 1988, wird man sich aber dreimal überlegen, ob man seine Liebste aus den Augen lässt. Der vorausdeutende, atmosphärische Beginn & das niederschmetternde, tiefdunkle Finale dieses aufwühlenden Horror-Thrillers gehören mit zum Besten, was das europäische Horrorkino je hervorgebracht hat. Zwischendurch gibt es ein paar Hänger & vielleicht ist der Film minimal zu lang – aber mehr als effektiv, verfolgend & Augen öffnend ist er auch so!

Die Geschichte über einen Mann, der drei Jahre seine Frau sucht, die an besagter Tankstelle gekidnappt wurde, ist einfach aufwühlend & so unangenehm realistisch. Traurig & herzzerbrechend – für jeden mit Partner erst recht. Ähnlich wie bei Hitchcock damals manifestiert sich der Horror in einer hellen, alltäglichen, eigentlich ungefährlichen Situation. Das ultimativ Böse erscheint in der Gestalt eines unscheinbaren Familienvaters, den wir auch noch recht ausführlich vorgestellt kriegen. Und das ist auch der große Sinn des etwas langsamen Mittelteils – der Entführer wird als schlauer, übender, berechnender Mensch gezeigt. Gestört & gefährlich, aber unübersehbar ein Mensch. Die finale Konfrontation kann man als unrealistisch ansehen – so oder so bringt sie einen aber zum Nachdenken & Diskutieren. Würde ich mich darauf einlassen? Würde ich meine Freundin so lange suchen? Würde ich den möglichen Killer sofort selbst umbringen? Essentielle Fragen, psychologisch tiefgründige Charaktere, eine faszinierende, simple Geschichte, die wahrhaft Angst macht. Solch ein Schicksal & Unglück wünscht man seinem größten Feind nicht. Zutiefst (un-)menschlich & doch allgegenwärtig lauernd. Eine traumgleiche Fabel, fest verankert in der Realität, mit einer unserer tiefsten Urängste spielend. Diabolischer Wahnsinn!

Fazit: der wahre Horror, verankert in so einer alltäglichen, realistischen Art. Grausam, furchtbar, angsteinflößend – mit einem legendären Tiefschlag-Final-Punch!
Leimbacher-Mario

14.04.2016, 10:12




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