von Fans für Fans

Victor Crowley

Let's bury the Hatchet

von Herr_Kees
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Ein Reboot soll es laut Regisseur Adam Green sein, vielleicht, weil das seit einer Weile schick ist, allerdings ist VICTOR CROWLEY ganz offensichtlich HATCHET IV, die "Story" knüpft an den ersten Film an und es tauchen auch Darsteller aus Teil 1 wieder auf.

Der Film wird vermutlich den Fans der Reihe gefallen, denn er ist gemacht für alle Nostalgiker, die sich an "handgemachten" Effekten mit Schaufensterpuppen und Blutschläuchen vor Pappstudiokulissen nicht satt sehen können. Für alle anderen ist das hier schlichtweg Billigware aus der Funsplatterschublade. Wobei der Splatterfaktor hier deutlich geringer ausfällt als bei manchen der vorigen Teile und der "Fun" nur manchmal wirklich zündet.

Man merkt VICTOR CROWLEY an, dass er von Genrefans gemacht ist und Adam Green hat bei seinen besseren Filmen wie FROZEN offenbar gelernt, dass man Todesszenen nicht nur geschmacklos inszenieren kann, sondern auch so, dass sie einigermaßen zu Herzen gehen. Nichtsdestotrotz eine überflüssige Wiederbelebung eines zu Recht totgefilmten Genres, dem aber – wenn man der Szene im Abspann glauben darf – das nächste Sequel schon bald folgen wird.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

13.09.2017, 01:01


Wie gewohnt mit starkem Rotstich

von Roughale
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Da ist er wieder, der Killer mit dem Hackebeil und der Hackfresse. Was man da erwarten kann, sollte nach 3 Teilen klar sein, wer die mochte, der wird auch diesen mögen, und andersrum stimmt das auch. Keine sonderlich innovative Story, aber stimmig durchgezogen und mit einigen gut gelungenen Splatterszenen gewürzt - so macht auch dieser Überraschungsteil viel Spaß und der Saal hatte eine gute Atmosphäre - sowas gehört einfach zum FFF.
Roughale
sah diesen Film im Savoy, Hamburg

14.09.2017, 11:04


Old Hackfresse is back!

von D.S.
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Wer auch nur einen der drei Vorgängerfilme um den "Bayou Butcher" gesehen hat, der weiß genau, was er bei VICTOR CROWLEY zu erwarten hat: Oldschool-Hack'n'Slash mit Kane Hodder, dessen Verkörperung des titelgebenden Killermonsters sich als seine – nach Jason – zweite ikonische Rolle herausgestellt hat.

Zwar hat sich in dieser Überraschungs-Fortsetzung der Reihe das Pendel deutlich vom Splatter hin zum Humor bewegt: Nach der Eröffnungssequenz dauert es ungefähr bis zur Mitte des Films, bis Crowley überhaupt wieder in Erscheinung tritt. Der Weg dorthin ist vorwiegend mit Witzen gefüllt, von denen die meisten zumindest in Festivalatmosphäre durchaus Spaß machen, sowie mit kleinen Hommagen an die Vorgängerfilme sowie das Genre als solches.

Als Letzteres bzw. als freundliches Nicken in Richtung der Fans kann man etwa auch die Entscheidung werten, Slasher-Legende Felissa Rose (!) in einer prominenten Nebenrolle als ignorante Agentin zu besetzen – und im Cast auch Platz für Genreliebling Tiffany Shepis zu schaffen. Cameos von Darstellern aus den vorherigen Teilen, wie etwa Tony Todd, runden die Sache ab.

Der Höhepunkt des Films ist aber natürlich jeder einzelne Auftritt von Mister Crowley selbst, der wie eine Urgewalt über das Häufchen Unglückseliger hereinbricht, das seine Ruhe in den ewigen Sümpfen Louisianas stört. Auch, wenn er nicht so viel Screentime bekommt, wie man hätte denken können: Er macht mal wieder definitiv keine Gefangenen und rockt das Haus.

Für Slasher-Fans im Allgemeinen und Fans der Reihe im Besonderen ist VICTOR CROWLEY deshalb beim FFF ganz klar eine Pflichtveranstaltung. Wer allerdings tatsächlich bis heute noch keinen der Vorgänger gesehen hat, sollte das vielleicht besser vor der Sichtung nachholen. Denn der Film nimmt auf sie in mehrfacher Hinsicht Bezug, vor allem in der Figur des Andrew Yong, der als Einziger (?) das Massaker im dritten Teil überlebt hat – und dessen Darsteller Parey Shen in den beiden ersten Teilen andere Rollen gespielt hat.

Wie auch immer: Für das, was er ist und sein will, ist VICTOR CROWLEY mehr als gelungen. 7 von 10 Punkten.
D.S.
sah diesen Film im Cinestar, Frankfurt

22.09.2017, 03:16




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