von Fans für Fans

The Void

Night Of The Assault Of The Thing From Beyond

von Herr_Kees
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Irgendwo in diesem Best-of-Mischmasch besserer Filme steckt Potenzial für ein schönes Midnight Movie, doch das Regisseurteam ist nicht in der Lage, es auszuschöpfen: Statt Schrecken verbreitet der Film nur Hektik und vergisst zwischendurch einfach immer wieder, die Spannungsschraube anzuziehen, das letzte Drittel schließlich geht dann vollends im Chaos unter. Es bleiben ein paar interessante Ideen und Szenen, die für diesen Film aber eigentlich viel zu schade sind. Daher gerne mal ein Remake, dann auch gerne mit Talent vor und hinter der Kamera.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

16.01.2017, 00:13


Der siebte Kreis der Hölle... Astron-6-Style

von Leimbacher-Mario
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Nicht nur wir Fans lieben die 80er, auch die aktuelle Generation in Gang kommender Filmemacher verehrt ohne Scham & mit Stolz "The Thing", "The Beyond" oder "Hellraiser". Und in "The Void" greift ein gruseliger Kult ein Krankenhaus an, gibt es glitschige Tentakelmonster & eine Art Tor zu einer höllischen Paralleldimension - oh yeah, schnallt euch an für einen kranken Retro-Spaß, überraschend humorlos & un-Astron-6 dargeboten. Ich hätte viel mehr Trash von den genialen Machern von "Manborg", "The Editor" oder "Father's Day" erwartet, doch "The Void" ist deren bisher bester, reifster & ernstester Film. So weit das bei diesem Thema denn möglich ist ;). Und "The Thing" & Co. sind ja auch ernst angegangen, was unserem Spaß beim Schauen keinen Abbruch tut.

"The Void" schustert sich viel zusammen, ist sicher wenig innovativ & die Story ist wirrer als die Regeln von American Football. Dazu fehlen leider wirklich sympathische & gut gezeichnete Charakter - is' mir egal, is' mir egal... Denn: wie geil sieht dieses Teufelsding denn bitte schön aus & wieviel Spaß macht der Abstieg in die Hölle??? Viele Filme versuchen Retro & Nostalgie, "The Void" gelingt es. Und dabei wirken die vielen Versatzstücke nie zu sehr geklaut, von Pinhead bis Kreaturen direkt aus Silent Hill oder der eingepferchten Situation live aus einem Carpenter-Film. Ob dieser wohl stolz ist & solche Filme mag, oder sich ärgert, dass er sie selbst nicht mehr hinkriegt? Der Look ist richtig psycho, eklig & abgefahren, da kann selbst "Baskin" einpacken, die Atmosphäre dicht wie der Fangornwald & der Film einfach auf die Nase cool. Allein wegen der wahnsinnigen & handgemachten Creature-Effekte ein kleiner Horrorfilmfan-Orgasmus. Wäre er vor 30 Jahren erschienen, wäre er heute ein absoluter Nasty & Klassiker.

Fazit: eine wunderschöne Hommage an Carpenter, Barker, Fulci, Toyama (Silent Hill-Macher), King & Co... dieser mysteriöse Schleimmonster-Kult hat mich gepackt & in die B-Movie-Hölle geschleudert. Ob das alles einen Sinn hat, sei bezweifelt, doch der Weg, die Optik & die kranke Ästhetik waren hier das Ziel. Mission accomplished!
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

16.01.2017, 02:36


2001: Odyssee im carpenterschen, barkerschen, gordonschen und vor allem cronenbergschen Horrorfilm-Universum

von CineMuc
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und Gott (oder wem auch immer) sei Dank, kein "Enter the Void" (2009).
Bitte nicht missverstehen, ich mag durchaus gutes (Horror-)Arthouse (Beispielaufzählungen erspare ich Euch jetzt mal, gerne auf Anfrage ;)), aber mit "Enter the Void" konnte ich eben so gar nichts anfangen, vielleicht habe ich ihn auch nur nicht verstanden, aber egal, zurück zu "The Void" ;)
"The Void" hat in München definitiv polarisiert. Sicherlich einer der Filme, den man entweder sehr mag oder sch.... findet, ein Zwischending wird bei dem Film wohl nicht möglich sein.
Ich steh' dazu: Ich fand "The Void" toll. Punkt. :)
Ein anfangs irritierendes "what the f...", dann immer mehr metaphysisch-rauschartiges Filmerlebnis, welches man heutzutage eben, auch noch gelungen, leider fast gar nicht mehr geboten bekommt.
Hatte es schon lange Zeit nicht mehr, dass mich ein Film über die gesamte Laufzeit (okay, die letzten ca. zehn Minuten mal ausgenommen, aber dazu komme ich gleich nochmal kurz ;)) sogartig für sich einnimmt, mich Spannung/Grusel/Horror erzeugend unterhält, interessiert!
Okay, wenn überhaupt bis hier noch jemand weitergelesen haben sollte, warum dann auch noch die doch sehr hohe 9/10-Bewertung (und ich verteile sie wahrlich nicht inflationär)? Gebe zu, bin eben ein Kind der 1980er-Jahre (Jahrgang 1973) und habe Filme wie "Das Ding aus einer anderen Welt" (1982, auch dessen Original von 1951), "Re-Animator" (1985), "From Beyond" (1986), "Hellraiser" (1987) etc. stapelweise entliehen (dank verständnisvollen Videothekars tlw. gar uncut) und verschlungen. Fand es herrlich, mit "The Void" einen sich vor diesen und ähnlichen Filmen extrem tief verbeugenden (und dabei selbstständig verbleibenden) Creature-Body-Horror mit oldschool-handmade-Effekten auf der großen Leinwand zu sehen.
Dabei verzeiht man dann doch gerne das zugegeben abgedrehte, metaphysisch-philosophisch-metaphysische Filmende.
Schuldig im Sinne eines guilty pleasure ;)
CineMuc
sah diesen Film im Cinemaxx, München

24.01.2017, 12:08


Viele Zitate, wenig Eigenes

von BuzzG
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Für mein volles Review bitte auf den Link unten klicken - danke! ;-)

Auszug:
„The Void“ lässt sich zwar als ziemlich exakte Mischung aus „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982), „Die Fürsten der Dunkelheit“ (1987), „From Beyond“ (1986) und „Über dem Jenseits“ (1981) beschreiben, jedoch trifft die gut gemeinte Arbeit leider zu keinem Zeitpunkt den eigensinnigen Charme und die Stimmung der Originale. Der Darsteller Aaron Poole wirkt in seiner Rolle sogar wie eine Hipster-Ausgabe von 80er-Held Michael Biehn („Terminator“), der es schlicht an Charisma mangelt. Was hier fehlt, sind kantige Figuren, eine wirklich beklemmende Atmosphäre und Mut zu mehr Wahnwitz. Flackerndes Licht, Splattereinlagen und tolle Monstertricks sind zwar bei Genrefans stets willkommen, reichen aber letztlich nicht allein zum Sprung aus dem Einheitsbrei.
BuzzG - Original-Review

27.04.2017, 01:31




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