Reviewvon Umelbumel | Permalink |
Verdammt. Da habe ich mir gestern Abend gesagt, dass ich noch eine Nacht über den Film schlafen muss und jetzt habe ich mir, während ich im Lummerland war, gar keine Gedanken mehr über den Film gemacht. Egal. Geht auch so. Muss sogar. Ich habe keinerlei Erwartungen an den Film gehabt und habe dann einen doch ansehnlichen Sci-fi Film präsentiert bekommen. Handwerklich ok, hin und wieder auch ein wenig spannend. Kann man sich ohne Probleme zwischendurch ansehen. Abzüge gibt es allerdings für das Ende, das ich mir in der Form gerade nicht gewünscht habe. | |
Umelbumel sah diesen Film im Cinemaxx 8, Hamburg | 23.08.2013, 07:51 |
Reviewvon Frank | Permalink |
Es hilft womöglich, für die Entscheidung zu diesem Film den Titel ernst zu nehmen. Europa Report ist ein Report; Erlebnisse werden aus Aufzeichnungsschnipseln zusammengesetzt. Irgendwie war mir das nicht ganz klar, sonst hätte ich diesen Film gleich gemieden. Europa Report wirkt wie eine Spezialausgabe des Heute Journals. Er machte es mir sehr schwer, hineinzufinden, und lässt sich viel Zeit für einen vermeintlichen Storyaufbau. Stattdessen überlädt er den Zuschauer mit Multisplitscreens und Kommentaren dazu, die (teils) leider auch noch unsympathisch und schlecht geschauspielert sind. Er vernachlässigt es, rechtzeitig Identifikationsfiguren zu schaffen. Die Schauspieler waren quasi austauschbar, wenn auch nicht unsympathisch. Auch versäumt es Europa Report, die Spannungspotenziale einer knapp zweijährigen Weltraumreise (z.B. Enge der Weltraumkapsel) genügend zu zeigen und entsprechend dramaturgisch zu nutzen. Gefühlte 40 Min. fand ich gar nichts, das mir gefiel... Dennoch - drei Spannungsblöcke von je ca. 10 Min. haben es plötzlich geschafft, mich an die Story zu binden, um mich dann jedesmal durch dramaturgisch unsinnige Rückblenden und Kommentare aus dieser herauszureißen. Hier wurde verspätet eingefügt, was im Aufbau sinnvoller gewesen wäre, um auch den Figuren näher zu sein. So ließ mich Europa Report emotional kalt und unterstreicht dies auch noch durch seine technische Stilistik. Die Weltraum- und Mondaufnahmen waren auch eher unspektakulär. Fazit Ich werde diesen Film garantiert nie wieder schauen. Ein paar spannende Momente hat der Film, doch insgesamt nur für Fans von Reports, Nachrichten u.ä. zu empfehlen | |
Frank sah diesen Film im Cinemaxx 8, Hamburg | 24.08.2013, 14:31 |
Kopflos im Weltallvon Lovecraft | Permalink |
Die Nachricht des Monolithen war doch eindeutig: "All these worlds are yours, except Europa. Attempt no landing there". Was ist an dieser Aussage aus Peter Hyams "2010" so schwer zu verstehen? Na? Trotz allem macht sich eine private Weltraummission auf der Suche nach außerirdischem Leben gerade zu diesem Jupitermond auf. Soll keiner behaupten, sie wären nicht gewarnt worden. So selten, wie ein reinrassiger SF-Film beim Festival auftaucht, schießen die Hoffnungen auf einen großen Wurf natürlich nach oben. Dieser ist "Europa Report" leider nicht. Der Streifen ist zwar ordentlich gespielt und getrickst, und der antreibende Soundtrack trägt erheblich zum Spannungsaufbau bei. Dabei trüben jedoch erheblicher Leerlauf, einige Logikfehler und vor allem diverse komplett hanebüchene Handlungen der Astronauten ganz erheblich den Gesamteindruck. Letztere erreichen zwar noch nicht "Prometheus"sche Auswüchse, sind aber schon mehr als ärgerlich. Mit ein paar knappen Korrekturen wäre ein deutlich stimmigerer Film rausgekommen. So nur gehobenes Mittelmaß. | |
Lovecraft sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin | 28.08.2013, 11:13 |
Lost in time, lost in space, lost in meaningvon Michaela | Permalink |
1. Schön, einen Science-Fiction-Film zu sehen. 2. Schön, dass das Kino so ziemlich voll war. 3. Auch wenn es ein Found-Footage-Film ist, so war das dieses Mal jedoch von Vorteil, keine nennenswerten verwackelten Bilder, sondern eben so, wie man sie von einem Raumschiff aus empfangen könnte, auch mal quer, Split-Screen oder halt auch nur ausschnittsweise. Das trug sehr zur Atmosphäre des Films bei und hat mir gut gefallen. 4. Die Schauspieler waren auch ok. 5. Großes Minus war aber die Story, da finden sich schwarze Logiklöcher, das hätte besser umgesetzt werden können, ebenso manche Klischees. Dadurch leidet man mit den Charakteren nicht unbedingt mit, sodass der Film zwar insgesamt gut ist, aber nicht herausragend. | |
Michaela sah diesen Film im Cinema, München | 31.08.2013, 13:19 |
Reviewvon Janina Himmen | Permalink |
Vorweg: Es kann gut sein, dass ich beim zweiten Ansehen weniger Sterne vergeben würde, weil ich mich langweile. Aber was ich hier bewerte, ist mein Erlebnis im Kino, und mit dem war ich sehr zufrieden. Europa Report erzählt vom ersten bemannten Flug zum Jupitermond Europa und sieht aus wie eine Dokumentation. Das mag auf manche sicher trocken wirken, aber ich fand gerade diesen realistischen Ansatz sehr faszinierend. Ein kleines Faible für die echte Raumfahrt sollte man für diesen Film schon mitbringen. Neben den Aufnahmen der Kameras aus dem Raumschiff sehen wir einige eingestreute Interviewsequenzen und Nachrichtenschnipsel. Das ergibt eine faszinierende Mischung, in die es Spaß macht einzutauchen. Das wahrscheinlich eher geringe Budget fällt nie unangenehm auf. Die Geschichte entwickelt sich allerdings relativ langsam und man sollte besser nicht zu viel Action oder Horror erwarten. Aber wenn es dann zur Sache geht, wird es richtig spannend. Und mal ehrlich - so ein gesamter Flug an sich ist doch schon ein Abenteuer. Schon mehrmals habe ich gelesen, dass Leute mit dem Ende unzufrieden sind und es unpassend fanden. Dem möchte ich widersprechen, denn von Anfang an entwickelt sich doch alles darauf hin und deshalb kam es mir sehr konsequent vor. Okay, vielleicht war es nicht überraschend... aber unpassend auf keinen Fall. Etwas Sorgen mache ich mir wie gesagt nur, ob der Film wegen seines ruhigen Aufbaus beim zweiten Ansehen nicht langweilen wird. Aber fürs erste freue ich mich, einen interessant zusammengestrickten, realistischen Sci-Fi Film gesehen zu haben. | |
Janina Himmen sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt - Original-Review | 06.09.2013, 00:39 |
Mein Gott, es ist voller Langeweile!von Alexander | Permalink |
Es gibt in Europa Report leider nichts, was man als Freund von Science/Fiction/Space/Travel movies nicht irgendwann schon einmal irgendwo irgendwie besser gesehen hätte. Da zählt meiner Meinung auch nicht die Ausrede, dass zu Gunsten eines gewissen „Realismus" auf das sonst übliche Maß an Action & Special Effects verzichtet werden MUSSTE, um eine gewisse Glaubwürdigkeit zu erhalten. Da der Film sich zu 80% seiner Spielzeit auf die wenig abwechslungsreichen Einstellungen einer kargen Kammer inmitten des Raumschiffs reduziert , wäre es der Unterhaltung dienlich gewesen, etwas mehr Gewicht auf Dramaturgie, Plot und Dialog zu legen. Auch als erklärter und absoluter Fan des Genres hat mich das einfach nicht überzeugt, obwohl ich den Film mögen wollte. | |
Alexander sah diesen Film im Metropolis 8, Frankfurt | 06.09.2013, 08:48 |
Größtenteils realistisch, aber zähvon ArthurA | Permalink |
In nicht allzu ferner Zukunft wird eine bemannte Mission zum Jupiter-Mond Europa geschickt, um dort nach möglichen lebenden Organismen zu suchen. Mit an Bord: sechs Spezialisten für verschiedene Fachgebiete. Alles verläuft nach Plan bis 16 Monate nach dem Start plötzlich jegliche Kommunikation zur Kommandozentrale auf der Erde abbricht. Europa Report ist der neuste Beitrag zu "Found Footage"-im-Weltraum. Die gute Nachricht: Es ist besser als Apollo 18. Die schlechte: nicht viel besser. Man merkt, dass aus wissenschaftlicher Sicht der Film gut recherchiert ist und statt aif billige Schockeffekte (meistens) auf realistische Gefahren setzt, die eine Weltraumreise von solcher Tragweite mit sich bringt. Der Nachteil dabei - es ist zäh. Man verbringt viel Zeit mit den Charakteren, doch durch das ständige Springen in der Zeit, kommt man ihnen nicht näher. Als die von Anamaria Marinca gespielte Pilotin über eine haarige Situation in die Kamera erzählt, dass sich jede Sekunde so lang wie noch nie angefühlt hat, so war das der einzige Moment, bei dem ich mit einem Charakter mitfühlen konnte - wenn auch anders als beabsichtigt. Zudem ärgert es schon, dass bei einem Film, der so sehr auf Realismus setzt, die angeblichen Super-Spezialisten mitunter einfach nur dämliche Fehler machen. Visuell bietet der Film einige interessante Ansätze, auch wenn der Großteil sich in der engen Kabine abspielt. Vor allem hat der Film bei mir die Sehnsucht nach Alfonso Cuaróns Gravity noch weiter erhöht. | |
ArthurA sah diesen Film im Cinedom 9, Köln - Original-Review | 07.09.2013, 08:01 |
Space Oddityvon GeorgeKaplan | Permalink |
Bei Space-Operas werden wir hellhörig. Und vorsichtig. Meine Erwartung war daher sehr niedrig. Eine Zeitlang hat das genügt, am Ende aber war ich doch enttäuscht. Zunächst: Gut getrickst war da eindeutig gar nix, denn das war alles nichts anderes als einkopierte Fotografieren der letzten Galileo-Mission. Found Footage lebt zwar von seinem scheinbaren Wahrheitsgehalt. Die Grenzen zwischen Film und Realität verschwimmen, das Grauen kommt näher. Allerdings bleibt das ein Spagat, denn natürlich darf man dann den Realitätsgehalt nicht anderweitig zerstören. Das geschieht regelmäßig, wenn man zu viel zeigt. So auch hier. Und da sträubt sich bei mir alles. Die musikalische 2001-Anspielung war da fast schon peinlich. Allerdings liegt hier das Problem noch tiefer - die Figuren sind allesamt wenig sympathisch. Wer wann draufgeht, ist egal, und wie es geschieht, eigentlich auch. Ganz offensichtlich wussten die Macher nicht, wie man einen Höhepunkt inszeniert. Das ist alles so unglaublich beliebig, da bleibt mir die Spucke weg. Wenn ich aber schon am Geschehen nicht Anteil nehme, dann ist es auch egal, wenn das möglichst realistisch geschieht. Die sympathischste Figur ist nach meinem Dafürhalten die Leiterin auf der Erde - und die ist nicht in Gefahr. Verschenkt. Aber immerhin, ein Gutes hatte der Film - ich weiß jetzt, warum ich die KOSMISCHE REISE von 1936 für richtungweisend halte. Denn der Mond damals sah Europa heute schon ziemlich ähnlich. Und die Tricks waren viel liebevoller. | |
GeorgeKaplan sah diesen Film im Cinedom 9, Köln | 09.09.2013, 17:09 |
Im All hört dich niemand forschenvon Leimbacher-Mario | Permalink |
Nicht vom Trailer oder dem Semi-Found-Footage-Stil abschrecken lassen! Das kann ich bei dem schicken Indie-Sci-Fi-Geheimtipp "Europa Report" nur dick unterstreichen. Denn der zu unrecht etwas untergegangene Space-Thriller ist viel mehr "2010" als "Apollo 18", eher "Gravity" als "Ghosts of Mars", näher an "Der Marsianer" als an "Red Planet". Kurz: eine kleine, aber feine Entdeckung, die jedem Fan von handfester & faktensicherer Science-Fiction nur empfohlen werden kann. Die Geschichte handelt von der privat finanzierten & bemannten Mission zu einem der Monde des Saturn, genannt "Europa". Aufgezeichnet von den dutzenden Kameras an Bord & den Helmen der wunderbar bodenständig gehaltenen Astronauten, ausgewertet von den Leitern der (gescheiterten?) Mission im Nachhinein. Unspektakulär, wenig fantastisch & sehr emotional & wissenschaftlich, daher nichts für Liebhaber von Spektakel, Monstern oder Action. Doch jeder, der mal so gut wie live bei einer Mission an die Grenzen menschlichen Erforschungsdrangs dabei sein will, erlebt hier sein geerdetes & gleichzeitig abgespacetes Wunder. Der klein gehaltene Trupp von Astronauten ist sympathisch, menschlich & durchweg mehr als solide besetzt, die Darstellungen wirken positiv unspektakulär & natürlich. Dazu sind die detaillierte Gestaltung der Raumstation, die dezent-effektiven Effekte & das sehenswerte Artdesign des fremden, in echt existierenden (!) Planeten herausragend, erst recht für das geringe Budget. Die Vorbilder der Macher sind klar erkennbar, ohne dass der Film jetzt selbst der nächste "2001" wird, trotzdem ist er so viel besser als die meisten effekthascherischen Pseudo-Sci-Fi-Ausflüge. Selten hat man sich so nahe an einer Mission & den Betroffenen gefühlt. Der Verlauf ist zudem hollywooduntypisch & mutig, sowohl durch die (manchmal etwas unübersichtlich werdende) nonlineare Erzählweise wie den überraschenden Inhalt. Und das finale Bild & der realistische Kern des Ganzen beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Eigentlich ist selbst das nichts Besonderes oder gar billig, wenn man es von dem Film loslösen würde. Doch als Gesamtpaket bleibt für mich alles sehr spannend, effektiv & anregend, nur selten zäh, uninteressant oder langatmig. Vollkommen im grünen Bereich! Mission erfolgreich! Fazit: angenehm ruhig, sympathisch realistisch, fordernd clever, überraschend hübsch - eine kleine Sci-Fi-Perle, die sich zwar sehr an den Großen orientiert, jedoch selbst viel mehr Lob & Aufmerksamkeit verdient hätte! | |
Leimbacher-Mario | 22.12.2016, 23:08 |
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