crazy

Monstrum

TKKG und die Rückkehr von Sparkle

von Herr_Kees
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Dass der Mensch das größte Ungeheuer ist, ist bekannt. Und so ist in diesem Film lange nicht klar, ob das mystische „Monstrum“ tatsächlich existiert oder als reine politische Panikmache kreiert wurde. Also begleiten wir zunächst unser linkisches Heldenquartett bei seiner etwas drögen folkloristischen Ermittlung à la DETECTIVE DEE, bis die Creature Feature-Fans dann doch endlich auf ihre Kosten kommen.

MONSTRUM ist Korea-Durchschnittsware mit okay Kämpfen und einem für asiatische Verhältnisse recht ordentlich animierten Monster (eine Mischung aus Löwe, Berggorilla und alberner Origin-Story). Natürlich gibt es dramatische Intrigen, eine süße Lovestory und den unvermeidlichen Asia-Slapstick. Kann man – insbesondere als Asia-Fan – schauen, wird im Heimkino jedoch nochmal massiv an der ohnehin nur mittel beeindruckenden Wirkung einbüßen.
Herr_Kees
sah diesen Film im Metropol, Stuttgart

20.01.2019, 01:13


Chimären-Chaos

von Leimbacher-Mario
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„Monstrum“ basiert auf den Aufzeichnungen eines koreanischen Kaisers aus der Joseon Ära, in denen er von einer monströsen Kreatur berichtet, die das Königreich in Angst und Schrecken versetzt... Keine Überraschungen hier, es gibt nichts zu sehen, bitte weitergehen. So könnte ich diesen Film ansagen. Eine Mischung aus „The Great Wall“ und „The Host“, nur in ziemlich flach und uninspiriert. Selbst wenn man das Monster als Metapher sieht, etwa einer pestartigen Krankheit. Doch das reicht mir nicht. Das ist Asia-Kino, das den miesesten Blockbuster-Bangern aus der Traumfabrik in nichts nachsteht. Und das ist nicht positiv gemeint...

„Monstrum“ ist Fabel-Krach, der vorbeizieht wie ein Fluss ohne Schiffe. Hängen bleibt hier gar nichts. Weder im besonders Positiven noch im Negativen. Die Effekte waren solide, das Monster eigentlich klassisch süß (zumindest in seinem Ursprung) und manch eine Figur war verlässlich witzig... doch im Endeffekt hat das keinen Mehrwert. Unterhaltend, krachend, laut. Aber ohne jegliches Fingerspitzengefühl, ohne Ideen, ohne Kreativität oder Innovation. Manchmal reicht solch ein Monster-Matsch zwischen Pagoden und Palästen - mir heute aber nicht. Und das Ende schießt den Vogel ab und muss sogar über sich selbst lachen. Ernst zu nehmen ist das ganze Ding nie, trotz ein paar historischer Anstriche und metaphorischer Andeutungen, doch spätestens da lässt er dann die Fackel fallen. Wortwörtlich.

Fazit: Feudale Monsteraction, vollkommen oberflächlich und seelenlos. Kann ich wenig mit anfangen und ist kein Stück besser als Hollywood-Quatsch à la „Rampage“ oder „Meg“. Exotikbonus vielleicht noch. Ansonsten ist das maximal mittelmäßig. Die oft seltsam wackelige Kamera, die dünne Geschichte und eine gehörige Portion Kitsch (wie oft bei den Asiaten) ziehen meine Wertung weiter runter.
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

21.01.2019, 01:12




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