crazy

Mum, I’m Alien Pregnant

Big-Aliendick-Energy!

von Leimbacher-Mario
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„Mum, I'm Alien Pregnant“ folgt seinen neuseeländisch-saftigen Wurzeln, verlagert diese aber von eher roten Körpersäften zu klebrig-weißen, wahlweise ejakuliert oder gekotzt, wenn ein Junge mit deformiertem Aliengehänge (!) seine Nachbarin mit Tentakelhentaifetisch ungewollt schwängert und dabei eine extraterrestrische Achterbahnfahrt der jugendlich-nerdig-elterlichen Gefühle losgetreten wird…

Kiwis im Klitorischaos

Als ob man Waititi mit „Night of the Virgin“ kreuzt, legt „Mum, I'm Alien Pregnant“ einen fulminanten Start hin. Was hier abgespritzt und weggedrückt wird, ist dermaßen ungeniert, ungefragt und ungehemmt, dass man definitiv staunt, laut lacht und den Kopf schüttelt. Alles gleichzeitig oft genug. Bad Taste done right. Zumindest nach meinem Gusto. Sowohl Peter Jackson als auch Taika Waititi werden bei diesem rebellischen Hosentaschengeschoss sicher über beide Ohren grinsen. Versaut, versext, versüßt. Pipimann-Kotz-Humor der trockeneren Sorte - und dabei trotzdem nass wie ein Freibad. Klar, manchen steiferen Zuschauern wird diese Art von Humor gar nicht passen und selbst bei Leuten wie mir, die gerade zu Beginn oft kaum aus dem Lachen herauskommen, läuft sich die Gagart und die Gangart unter der Gürtellinie in der zweiten Hälfte etwas lahm. Und trotzdem war das für mich eine super gern genommene Auflockerung des sich dieses Jahr nervend ernst nehmenden Festivalalltags. Und wie normal und alltäglich und beiläufig hier mit den wildesten Ekel- und Sex-Fetischs, den bizarrsten Situationen und den schmerzhaftesten Szenen umgegangen wird, hat meinen kompletten Respekt. Das ist mal Offenheit und Fortschritt! Und unprätentiös feministisch ist er obendrein.

Fazit: Saftig, schlüpfrig, süß. Mit viel Festivalzuschuss und Exotenbonus. Schöne Auflockerung. Eine Spaßejakulation. Selbst wenn der Witz sich in der zweiten Hälfte doch überspielt… Ich bin auf meine Kosten gekommen und war dafür empfänglich. Köstlich!
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

20.04.2026, 01:02


Day of the Tentacle

von Herr_Kees
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Mary masturbiert gerne zu Hentai-Anime. Das sind die mit den Tentakelmonstern. Als sie spitzkriegt, dass der neu hinzugezogene Nachbarsjunge Boo einen deformierten Penis hat, steigt sie schon mal vom vibrierenden Wäschetrockner, um sich das genauer anzusehen. Da Boos Mutter mal von Aliens entführt und geschwängert wurde, hat Boo sogar einen Alienpenis. Mit Tentakeln. Und der schwängert Mary gleich mit Abstand durch die Jogginghose durch.

Willkommen in der wunderbaren Welt des neuseeländischen Humors! So weird das alles ist, was hier passiert, so nüchtern gehen sämtliche Beteiligten damit um. Das macht dann auch den hauptsächlichen Reiz dieser Alienkomödie aus, auch wenn hier vordergründig sehr viele sehr eklige Körperflüssigkeiten fließen, im Strahl herausschießen oder Intimbereiche verkleben.

Wenn wir der blitzgeschwängerten Mary zur Apotheke, zum Arzt, zum Krankenhaus und zur Polizei folgen, erleben wir überall dasselbe. Zum einen die ungeheuer trockene Reaktion aller auf die ungeheuerlichen Vorkommnisse. Und zum anderen, dass Mary mit ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung und vor allem nach einer sofortigen Abtreibung nicht gehört und auch nicht ernst genommen wird. Lediglich Mutter Cynthia steht ihr bei (meist etwas zu nah), während Boo aufgrund seiner körperlichen Besonderheit gleich mal von einem ambitionierten Arzt vereinnahmt wird.

Insbesondere in seinem ersten Drittel ist der Film sehr lustig und macht gleichzeitig die unterschwellige Ernsthaftigkeit seines Themas klar. In der Mitte tritt die Handlung dann etwas auf der Stelle, bis das Finale wieder für reichlich Ekel, Lacher und auch noch ein paar andere Gefühle sorgt.

Die neuseeländische Filmlandschaft ist überschaubar klein, hier ist jeder irgendwie mit Taika Waititi oder Jermaine Clement verbandelt. So hat ein Teil des Regieduos „Thunderlips“ bereits bei Waititis HUNT FOR THE WILDERPEOPLE mitgearbeitet, im Finale hat Karen O'Leary einen wunderbar trockenen Gastauftritt, die in Clement und Waititis Serie WELLINGTON PARANORMAL eine Hauptrolle spielt, von der dieser Film hier eine Sonderfolge sein könnte. Eine charmante, menschliche Komödie. Mit Alienpenis.
Herr_Kees
sah diesen Film im das Metropol, Stuttgart

26.04.2026, 23:37




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seppgui
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