Mit dem Holzhammervon Lovecraft | Permalink |
Subtilität ist nicht die Stärke dieses Streifens: Dies gilt weder für das Drehbuch, welches unseren wackeren Protagonisten durch eine schweiß- und bluttriefende Nacht schickt, noch für die Regie. Gerade die Exposition ist hier schwer verdaulich, wenn mit großen Kinderaugen, tieftraurigen Dialogen und Klischees aus der Mottenkiste um Sympathie für den Diebeszug des Protagonisten geworben wird.
Wer die erste Viertelstunde dann mühsam überstanden hat, wird aber leider nicht sonderlich belohnt. Auch der Hauptteil des Films wirkt nicht wesentlich überzeugender. Das Script kann man getrost vergessen, und auch darstellerisch wird wenig geboten. Mit dem ersten Teil von "Saw" sollte sich "The Collector" lieber nicht messen. Spannung kommt hier eigentlich nur hinsichtlich der Frage auf, wer als nächstes auf welche Weise von den putzigen Boobytraps zerlegt wird. Wie es der emsige Maskenmann aber geschafft hat, diese in bestimmt wochenlanger Fleißarbeit unbemerkt zu plazieren und vor allem, verdammt noch mal, warum es nicht auch ohne die Fußangeln, Säurebäder und Bärenfallen gegangen wäre, darüber schweigt sich das Drehbuch wohlweislich aus. Ist wahrscheinlich auch besser so.
Meine reizende Sitznachbarin ist ob der durchaus vorhandenen Härten diverse Male zusammengezuckt, letztlich werden diese aber auch nur selbstzweckhaft präsentiert. Hinzu kommen eine aufdringliche Bildsprache, mehrere Stellen voll unfreiwilligem Humor ("Kai aus der Kiste") und ein nervtötender, permanent stampfender Soundtrack. Wirklich sehenswert sind neben den hübsch ausgetüftelten Fallen eigentlich nur die Brüste von Madeleine ("Californication") Zima. Diese sind dann auch drei Punkte wert, mehr aber gibt’s nicht! | |
sah diesen Film im Cinemaxx 7, Berlin | 20.03.2010, 23:54 |
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